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Berechnung von Unterhalt - Netto


31.10.2005 18:08 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich lebe seid 2 1/2 Jahren von meiner Frau getrennt.
Seid dieser Zeit zahle ich den von der Anwältin meiner Frau errechneten Unterhalt für meine Tochter ( 5 Jahre ) und für meine Frau. Es gibt keine weiteren Streitfälle wie Hausstand, Umgangsrecht etc., so dass wir es auch bei einem Anwalt belassen wollen.
Letzte Woche wurde dann die Scheidung eingereicht und ich hätte gerne die Sicherheit ob die Berechnung des zugrunde gelegten netto korrekt ist.

Ich bin sozialversicherungspflichtiger Angesteller und meine Frau Hartz IV Empfängerin. Mein monatl. Netto ( Unterhalt wird als Freibetrag abgezogen ) beträgt ca. € 1.670,- abzügl. betriebl. Altervorsorge werden ca. 1.570,-überwiesen. Hinzu kommt 13. Monatsgehalt und 780,- brutto Urlaubsgelt. Ansonsten keine weiteren Einkünfte.

Unsere Tochter wohnt bei meiner Frau. Diese erhält auch das Kindergeld.

Ich wohne seid 1 1/2 Jahren bei meiner Lebensgefährtin und habe als einfache Strecke ca. 20 km mehr Fahrt zur Arbeitsstelle. Die Anwältin meiner Frau teilte mir mit, dass dies mein Privatvergnügen ist und nicht berücksichtigt werden muss.
Ist dies richtig so ?

Die Kosten für betriebl. Altervorsorge ( nach der Trennung abgeschlossen ) und für Kapitallebensvers. sowie Riesterrente
( vor der Trennung abgeschlossen ) wurden bisher nicht berücksichtigt.
Kann ich der Anwältin meiner Frau diese Kosten mitteilen und müssen diese dann berücksichtigt werden oder muss darüber vor Gericht oder anwaltlich gestritten werden ?

Besteht dann aber nicht die Gefahr, dass ich für diese Versicherungen anteilige Erträge an meine Frau zahlen muss ?

Wird vor Gericht der Unterhalt auf jeden Fall neu berechnet oder ist mit der Unterhaltsverpflichtungserklärung die ich beim Jugendamt bzw. notariell ausstellen muss, damit genüge getan.
Wenn der Unterhalt gerichtlich ausgerechnet wird, entstehen dann doch sicherlich neue Kosten ?

Mir ist viel an einer gütlichen Einigung mit meiner Frau gelegen, möchte aber auch nicht auf meine Rechte verzichten und mehr bezahlen als es sein muss.

Wenn der Unterhalt niedriger ausfällt, wird dann das Hartz IV meiner Frau neu berechnet ?

Vielen Dank im Voraus für eine Anwort
31.10.2005 | 19:19

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage, die ich sogleich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben summarisch beantworten möchte.

Vorab erlaube ich mir die Anmerkung, dass natürlich eine zu Ihren Gunsten vorzunehmende Berechnung bei einer Anwältin, die ausschließliche Interessenvertreterin Ihrer Frau ist, nicht zu erwarten ist. Dies sollten Sie auch für die Ehescheidung und Folgesachen beachten! Gerade beim Versorgungsausgleich (und betriebl. Altersversorgung) kann die fehlende anwaltliche Vertretung schnell teuer werden!

1.
Die Fahrten zur Freundin mögen Ihr Privatvergnügen sein. Wenn Sie aber dort alleine wohnen, ist dies falsch, da der Weg zur Arbeit natürlich abzugsfähig ist, soweit nicht öffentliche Verkehrsmittel günstiger sind. Der Regelsatz liegt dann bei 27 cent pro Kilometer. Allerdings ist dies nur interessant, wenn die pauschale Abgeltung (5% vom Netto) niedriger ist.

2.
Die vor der Trennung abgeschlossenen eheprägenden Rentenversicherungen werden berücksichtigt. Zumal dies im Zugewinn bzw. beim Versorgungsausgleich ausgeglichen wird. Anders ist dies bzgl. der Riesterrente jedoch nur, wenn Ihr Einkommen nicht für alle Unterhaltsansprüche genügt (sogenannter Mangelfall). Dann dürfte diese nicht vom Netto rechnerisch abgezogen werden. Eine konkretere Berechnung vermag ich im Rahmen des gebotenen Einsatzes leider nicht vorzunehmen, zumal dies ohne die erforderlichen Unterlagen auch nicht möglich ist!

3.
Der Unterhalt wird nicht gerichtlich ausgerechnet. Ein entsprechender Antrag muss von Ihrer Frau gestellt werden (auf Zahlung, berechnen wird den ihre Anwältin). Der Kindesunterhalt

Den Unterhalt Frau/Kinder vermag ich mangels Angabe Ihres unbereinigten Nettos (für alle 12 Monate!) ohne irgendwelche Abzüge für Unterhalt (den ich erst ermitteln will) nicht zu berechnen. Ich bitte insoweit höflichst um Nachtrag im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit oder per E-Mail. Der Kindesunterhalt ergibt sich ansonsten nach der Düsseldorfer Tabelle, der nacheheliche Unterhalt wäre Tatfrage.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine hilfreiche, erste Orientierung gegeben zu haben. Gerne stehe ich auch für die weitere Vertretung zur Verfügung. Kontaktieren Sie mich dazu einfach über den untenstehenden link!

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

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Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 01.11.2005 | 09:52

Sehr geehrter Herr Hellmann,

vielen Dank für ihre Antwort.
Ich hätte dazu noch folgende Nachfragen:
Meine Lebensversicherungen sollen eigentlich nicht beim Versorgungsausgleich etc. berücksichtigt werden. Ich würde diese bei sämtlichen Berechnungen am liebsten unter den Tisch fallen lassen.
D.h. werden diese nur auf Antrag meiner Frau bzw. deren Anwältin berücksichtigt oder bin ich gezwungen diese anzugeben ?

Ich habe bei meiner Freundin meinen gemeldeten Wohnsitz und es gibt keine Möglichkeit mit ÖPNV zur Arbeit zu gelangen. Werden die 0,27 für die einfache Strecke oder für die gefahrenen km gerechnet ?

D.h. wenn ich mich ggf. bezügl. der km mit meiner Frau streite, bringe ich ja wahrscheinlich Steine ins Rollen ( Versicherungen ), die letztendlich die Sache teurer für mich machen ?

Können Sie mir sagen ob die Hartz IV Bezüge meiner Frau neu berechnet werden, wenn mein Unterhalt ggf. niedriger wird ?

Welche Kosten würden entstehen, wenn Sie mir den Unterhalt berechnen und welche Unterlagen brauchen Sie dafür ?

Vielen Dank und viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.11.2005 | 11:52

Sehr geehrter Fragesteller,

1.
Diese Versicherungen werden beim Versorgungsausgleich, der von Amts wegen stattfindet, berücksichtigt. Von daher werden Sie diese nicht unter „den Tisch fallen lassen“ können. Obendrein wäre dies auch möglicherweise als Betrug strafbar – so hart das jetzt sicherlich klingt.

2.
Die Abrechnung erfolgt für die gefahrenen Kilometer und muss konkret dargestellt werden.

3.
Beim Unterhalt handelt es sich sozialrechtlich nicht um Einkommen (vgl. § 11 SGB II), sodass bei einer Änderung der Höhe die Leistungen wegen ALG II nicht verändert werden.


4.
Für die genaue Unterhaltsberechnung bräuchte ich auf jeden Fall die Verdienstbescheinigungen eines Jahres (2004) und die vorliegenden aus 2005. Alles weitere dann, wenn Sie an einer abschließenden Berechnung interessiert sein sollten.

Hochachtungsvoll

RA Hellmann

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