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Berechnung nachehelicher Unterhalt


13.11.2007 13:15 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Heute wende ich mich mit mehreren Fragen an Sie, die das Thema nachehelicher Unterhalt betreffen:

Der Bruttoverdienst meines Mannes beträgt ca. € 4100,-. Bedingt durch steuerliche Abschreibungen von z.Zt. ca. € 40.000,- p.a. liegt sein monatlicher Nettoverdienst bei ca. € 3150,- (variiert etwas durch Versteuerung der Fahrtkosten/ Übernachtungspauschalen etc.). Er bekommt 13,8 Gehälter (1 Monatsgehalt Weihnachtsgeld, Rest Urlaubsgeld). Werden diese Leistungen auf den monatlichen Verdienst umgerechnet?

Sein Arbeitgeber erstattet die Fahrtkosten zum Arbeitsplatz (monatlich zwischen 500-1000 €): wird dieser Betrag bei der Berechnung des Trennungs- und nachehelichen Unterhalts zum Verdienst hinzu gerechnet???

Wir erhalten für 3 Kinder im Alter von 4 und 2 Jahren pro Kind Kindergeld i.H.v. € 154,-. Ist es richtig, dass von diesem Betrag 50 % = € 77 bei der Berechnung des Kindesunterhalts abgezogen werden und mein Mann nur noch € 247,- statt € 324,- Unterhalt pro Kind zahlen müsste?

Die gemeinschaftlichen Schulden für das von uns bewohnte Haus betragen € 160.000,-. Die monatlichen Belastungen für die Zinsen liegen bei etwa 452 €, die Tilgung bei ca. € 955,-. Wir sind zu je 50 % als Eigentümer im Grundbuch eingetragen. Wie werden diese Werte bei der Unterhaltsberechnung berücksichtigt?

Nach einer Scheidung würde ich gerne mit den Kindern im Haus (Baujahr 1810, Wohnfläche 235 qm, umfassend renoviert in 2002) wohnen bleiben. Meine Mutter bewohnt mietfrei eine eigene Wohnung im Haus (130 qm). Lt. Gemeinde liegt der Mietpreis für eine Wohnung zwischen € 2,50 – 6,00 /qm. Ein Mietpreis von € 1.000 pro Monat kalt (€ 4,25 /qm) für die von mir genutzte Wohnung erscheint mir realistisch.

Können Sie mir aufgrund der o.g. Angaben in etwa ausrechnen, wie viel nachehelichen Unterhalt mein Mann mir zahlen müsste? Ich benötige einen ersten Anhaltspunkt, ob ich nach einer Trennung /Scheidung "alleine über die Runden komme".

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Online-Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen wie folgt beantworten:


1. Spesen wie beispielsweise Fahrtkosten werden zu 1/3 berücksichtigt, sofern Sie Lebenshaltungskosten sparen (OLG Düsseldorf, OLG Hamm). Dies wäre hier wohl anzunehmen.
2. Die 13,8 Gehälter sind zu berücksichtigen, es wird der Monatsverdienst im Durchschnitt des letzten Jahres gebildet.
3. Bei dieser Berechnung wurden die Schulden berücksichtigt. Schulden können das zur Verfügung stehende Einkommen mildern. In Ihrem Fall nehme ich dies an, da die Schulden für einen gemeinsamen Zweck in der Ehe entstanden sind. Dies unter der Voraussetzung, dass Ihr Mann weiterhin die raten leistet.
4. Es ist daher von einem Einkommen i. H. v. ca. 2150 auszugehen (unter Berücksichtigung der üblichen Abzüge).
5. Beim Kindergeld wird in dieser Gehaltsstufe eine hälftige Anrechnung vorgenommen, so dass tatsächlich Euro 77 abzuziehen sind.
6. Im Rahmen des Unterhals ist unter Abzug des Kindesunterhalts und des Erwerbstätigen-Vorteil von einem einzusetzenden Einkommen i. H. von rd. 1150 Euro auszugehen. Auf Ihrer Seite wäre der Wohnvorteil mit den geschätzten Euro 1000 anzusetzen, so dass ein Unterhaltsanspruch im Bereich von 75 Euro verbleibt.
7. Achtung: Unterhaltsberechnungen sind einzelfallabhängig und können wegen verschiedener Details variieren. Hier wurde nur an Hand Ihrer Angaben eine Schätzung vorgenommen. Für eine verbindliche Berechnung sollten Sie einen Kollegen vor Ort aufsuchen.

Ich hoffe, Ihren einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen nicht ersetzen kann. Für Rückfragen und die weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Steininger
Rechtsanwalt

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