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Berechnung des Zugewinns bei zwischenzeitlicher Erbschaft


25.02.2007 16:02 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

es geht um ein Problem im Rahmen des Zugewinnausgleichs.

Folgender Sachverhalt:

Der Ehemann hat ein Anfangsvermögen von 0 €. Er macht dann im Laufe der Ehe eine Erbschaft. (20.000 €) Innerhalb der Ehe wird die ganze Erbschaft für "Luxusaufwendungen" wie eine Weltreise und ähnliches aufgebraucht.

Die Erbschaft wird ja nach den einschlägigen Regeln zum Zugewinnausgleich dem Anfangsvermögen hinzugerechnet. Daher wäre das Anfangsvermögen des Ehemanns mit 20.000 € anzusetzen. Da der gesamte Erbschaftsbetrag durch den Ehemann für eigene Luxusunternehmungen ausgegeben wurde, die er ohne die Erbschaft nie unternommen hätte, ist im Endvermögen die Erbschaftssumme praktisch nicht mehr enthalten.

Trotzdem wird das Anfangsvermögen (in dem die Erbschaft ja voll enthalten ist) vom Endvermögen ( in dem die Erbschaftssumme nicht mehr entahlten ist) abgezogen. Dies würde ja bedeuten, da dass die Erbschaft im Rahmen des Zugewinnausgelichs nicht mehr neutral wäre. Der Zugewinn des Ehemanns wäre in diesem Fall um die 20.000 € reduziert und gleichzeitig hätte er die Erbschaftssumme im Rahmen der Ehe ausgegeben.

Ist die Annahme so richtig oder gibt es eine Möglichkeit, dass man das Endvermögen entsprechend um die Luxusaufwendungen des Mannes entsprechend erhöht oder die Erbschaft anders berücksichtigt ?

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Sehr geehrter Fragesteller,

anhand Ihrer Informationen möchte ich Ihre Anfrage summarisch wie folgt beantworten:

Ich setze zunächst voraus, dass die Personen um welche es in Ihrer Anfrage geht, im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft während der Ehe zusammengelebt haben.

Ihre Annahme, "Der Zugewinn des Ehemanns wäre in diesem Fall um die 20.000 € reduziert ..." kann ich so nicht nachvollziehen.

Im Rahmen eines Zugewinnausgleichs wird zunächst bei jedem Ehegatten der Zugewinn errechnet.

Dabei wird bei jedem Ehegatten einzeln, zunächst das Anfangsvermögen ermittelt und dann das Endvermögen.

Zum Anfangsvermögen werden Erbschaften gemäß § 1374 Abs. 2 BGB hinzugerechnet.

Nach Ihrer Schilderung beträgt das Anfangsvermögen somit 20.000,- €.

Ob die Erbschaft in dem Zusammenhang noch vorhanden ist oder ausgegeben wurde ist unerheblich. Es ändert sich nichts am Anfangsvermögen und hat auch keine Auswirkungen auf das Endvermögen, da die Erbschaft ja zum Anfangsvermögen zählt!!!

Das Anfangsvermögen wird dann vom ermittelten Endvermögen abgezogen. Verbleibt bei dieser Berechnung ein positiver Betrag, so stellt dieser den Zugewinn des jeweiligen Ehegatten dar.

Ein Zugewinnausgleich findet statt, wenn der Zugewinn während der Ehezeit eines Ehegatten, den Zugewinn des anderen Ehegatten übersteigt.

Aber nochmal, dadurch dass eine Erbschaft letztendlich ausgegeben wird, ändert sich nichts am Zugewinn.

Dies ist vorliegend auch die vom Gesetz in den §§ 1371 f. BGB vorgesehene Berechnungsmethode. Andere Bewertungsmöglichkeiten gibt es nicht.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Antwort weiterhelfen und verbleibe,

mit freundlichen Grüßen

Oliver Keller
Rechtsanwalt
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