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Berechnung des Zugewinns


10.06.2005 14:01 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo,
kann mir bitte jemand den zu erwartenden Zugewinnausgleich berechnen ? Ich beschränke mich hier auf unsere gemeiname Immobilie sowie die PKW`s.

1986 habe ich noch vor miener Heirat ein Haus gebaut. Also war ich damals auch als Alleineigentümer eingetragen.
Im Februar 1987 haben wir geheiratet. Die Schulden aus dem Hausbau betrugen zu diesem Zeitpunkt 120.000.- DM. Zudem hatte ich bei Eheschliesung einen relativ neuen PKW im Wert von ca. 30.000.- DM und ein Bankguthaben von 20.000.-DM.
Im Frühjahr 1991 habe ich dann das Haus zum Preis von 295.000.- DM verkauft. Zu diesem Zeitpunkt bestanden noch Restschulden aus dem Haus in Höhe von 85.000.- DM.
Im Jahr 1992 haben wir dann nocheinmal neu gebaut und sind gemeinsam Eigentümer zu je 1/2. Der Erlös des ersten Hauses das mir allein gehörte floss komplett in die Finazierung des neuen Hauses.

Meine Frau hat sich nun getrennt und lebt mit ihrem neuen LG jetzt in einer Mietwohnung.
Das Haus möchte auf jeden Fall behalten.
Ich möchte nun wissen wiviel ich ihr ungefähr an Zugewinn auszahlen muss.
Das jetzige zweite Haus das uns ja gemeinsam gehört hat einen Marktwert von ca. 250.000.- €uro (geschätzt von einem Imobilienmakler unserer Hausbank).
Es bestehen jetzt noch Restschulden in Höhe von ca. 90.000.- €uro. Meine Frau ist auch Mitdarlehensnehmerin.
Im Jahr 1997 erhielt ich von meinen Eltern zudem noch eine Schenkung in Höhe von 10.000.- DM.
Meine jetziger PKW hat laut Schwake einen Wert von 7.000.- €uro.
Meine Frau hat wirklich gar nichts mitgebracht, auch keinen PKW oder sontiges Vermögen. Ihr jetziger PKW (in der Ehe neu angeschafft)hat jetzt noch einen Wert von ca. 2000.- €uro.
Weiteres Vermögen gibt es auf beiden Seiten nicht.

1. Können Sie mir bitte anhand dieser Angaben den Zugewinnausgleich berechnen den ich an meine Frau zu zahlen habe wenn ich das Haus komplett übernehme?

2. Der Wert des Hauses wurde von einem Makler geschätzt. Kann diese Werteinschätzung verwendet werden oder gilt die Wertermittlung anhand des Verkehrswertes des ja i.d.R. viel höher ist weil die aktuelle Marktsituation dabei nicht berücksichtigt ist.

Für Ihre Berechnung gehen sie aber bitte von den oben vorgegebenen Daten (Marktwert 250.000.- €) aus. Es genügt hier eine grobe Berechnung.

Vielen Dank

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Guten Tag,

die Übernahme des Hauses ist letztlich keine Frage des Zugewinnausgleichs.

Für die Ermittlung des Zugewinns wird bei jedem der Ehepartner zunächst das Anfangsvermögen, dann das Endvermögen ermittelt. Anfangsvermögen ist das Vermögen, mit dem Sie in die Ehe gegangen sind, Endvermögen ist das Vermögen, das bei Beendigung des ehelichen Güterstandes (noch) vorhanden ist.
Dies heißt, Ihre Zahlen zugrundegelegt, daß bei Ihnen ein negatives Endvermögen, bei Ihrer Frau ein positives Endvermögen vorhanden ist.
Im einzelnen: Das Anfangsvermögen bei Ihnen summiert sich aus dem Wert des Hauses, welches Sie in die Ehe eingebracht haben, abzüglich der darauf zum Zeitpunkt der Heirat lastenden Verbindlichkeiten: 175.000,- DM (Wert 295.000,- DM ./. 120.000 DM Verbindlichkeiten). Hinzukommen 30.000,- DM für den PKW und 20.000,- DM Bankguthaben. Macht 225.000.- DM Anfangsvermögen.
Hinzuzurechnen sind noch die 10.000,- DM Schenkung von Ihren Eltern. Diese werden nach § 1374 II BGB, da sie mit der Wertentwicklung durch die eheliche Lebensgemeinschaft nichts zu tun haben, zu dem Anfangsvermögen addiert. Macht 235.000,- DM Anfangsvermögen.
Als Endvermögen ist nach Ihren Angaben allein das gemeinsame Haus vorhanden, welches nach Abzug der Verbindlichkeiten bei Ihnen mit 80.000,- € zu berücksichtigen ist (Wert 250.000.-, Verbindlichkeiten 90.000,- : 2). Weiter ist der PKW mit 7.000,- € zu berücksichtigen. Macht in DM ausgedrückt ein Endvermögen von rund 170.000,- DM.

Sie haben also einen negativen Zugewinn von 65.000,- DM.

Anders sieht es bei Ihrer Frau aus. Hier ist das Anfangvermögen 0,- €, das Endvermögen gegenüber 82.000,- € (Haus und PKW).

Es handelt sich hier natürlich nur um eine grobe Rechnung. Bei dem Haus ist eigentlich der Verkehrswert zugrundezulegen, nicht aber die reine Markterwartung. Eine genaue Berechnung wird man erst vornehmen können, wenn sämtliche wirtschaftlichen Daten genannt sind.

Bei dieser Sachlage sind Sie es, der mit einem Zugewinnausgleich zu rechnen hat. Sie können diesen natürlich wirtschaftlich für Verhandlungen hinsichtlich der Hausübernahme mit einbringen. Die Frage der dortigen Konditionen ist aber eine reine Frage einer Vereinbarung mit Ihrer Frau.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 10.06.2005 | 20:35

Vielen Dank für Ihre Auskunft.
Zwei Punkte sind mir dabei aber noch unklar.

Meine Frau hat nun 82.000 € Zugewinn, ich aber -65.000.-€.
Heißt das nun, dass mir ein Ausgleich von 41.000.- € zusteht
und ich ihr dann nur noch 41.000.- € für das ihre Haushälfte an sie zahlen müsste ?

Wird nicht auch ein Inflationsfaktor mit eingerechnet ?

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.06.2005 | 11:01

Guten Morgen,

entschuldigen Sie bitte, daß ich erst heute auf Ihre Rückfrage zurückkomme.

Ihr Zugewinn beträgt 0,- EUR (die Verluste werden insoweit nicht berücksichtigt), der Zugewinn Ihrer Frau beläuft sich auf 82.000 EUR. Insoweit haben Sie eine Zugewinnausgleichsforderung von 41.000,- EUR.

Die Übernahme der Haushälfte ist letztlich eine Frage der Verständigung mit Ihrer Frau. Üblich ist etwa eine Gestaltung dahingehend, daß Sie das Haus übernehmen und Ihre Frau im Gegenzug von der Haftung für die daraus ruhenden Verbindlichkeiten freigestellt wird. Hier haben Sie mit der Zugewinnausgleichsforderung ja auch noch einen Trumpf in der Hand.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

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