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Berechnung des Vermögens im Erbfall


27.11.2006 23:01 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Habe eine - hoffentlich einfache Frage - zur Berechnung des Vermögens im Erbfall:

Der verstorbene Ehemann hat seine Ehefrau als Alleinerbin eingesetzt. Das Ehepaar lebte in Zugewinngemeinschaft. In der Ehe gab es folgende Vermögenswerte:

1) Bankguthaben i.H.v. 200.000 Euro. Die entsprechenden Inhaber waren die Eheleute gemeinsam.

2) Ein Einfamilienhaus, eingetragen auf den Ehemann.

3) Ein Grundstück, eingetragen auf die Eheleute.

Welche Vermögensteile, gehören der Ehefrau sowieso, bzw. welche erhält sie im Rahmen des Erbfalls.

Insbesondere geht es um die gemeinsamen Bankguthaben. Ich denke, daß Haus erbt sie, und das Grundtsück gehörte ihr breits zur Hälfte, so daß sie die übrigen 50% erbt.

Vielen Dank für eine schnelle Antwort.

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Sehr geehrte Dame,
sehr geehrter Herr,


im Hinblick Ihres geringen Einsatzes möchte ich die Frage wie folgt beantworten:
Für steuerliche Zwecke ist, wenn die Eheleute bis zum Tod eines Ehegatten im Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt haben, fiktiv eine steuerfrei zu stellende Ausgleichsforderung zu ermitteln und vom Erwerb des Ehegatten abzuziehen. Ist abzusehen, dass der Erwerb des überlebenden Ehegatten einschließlich etwaiger Vorschenkungen die persönlichen Freibeträge (§§ 16, 17 ErbStG) nicht überschreiten wird, kann eine Berechnung der fiktiven Ausgleichsforderung unterbleiben. Die fiktive Ausgleichsforderung ist für die tatsächliche Dauer der Zugewinngemeinschaft nach §§ 1371 bis 1383 BGB und § 1390 BGB zu ermitteln. Für jeden Ehegatten ist das Anfangs- und Endvermögen nach Verkehrswerten gegenüberzustellen. Erst wenn diese fiktive Ausgleichsforderung berechnet wird, was im Rahmen einer Erstberatung nicht möglich ist, kann ermittelt werden, ob die Ehefrau den hälftigen Kontobetrag, die Hälfte des Hauses und den gesamten Grund und Boden im Hinblick auf die Bewertungsvorschriften (BewG) erbt.
Wenn Sie mitteilen, dass den Ehegatten, das Konto gemeinsam gehört hat, gehe ich davon aus, dass es sich um Oderkonto handelt, also die Ehegatten als Inhaber eines Gemeinschaftskontos mit jeweiliger Einzelverfügungsbefugnis sind.
Zivilrechtlich besteht dabei eine gesetzliche Vermutung, dass jedem der Konto-Inhaber die Hälfte des Kontoguthabens zugerechnet wird, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist, so dass die Ehefrau grundsätzlich, also ohne Berücksichtigung des fiktiven Zugewinnes, den hälftigen Betrag erbt.
Etwaige unbenannte Zuwendungen können im Hinblick auf die Schenkungssteuer relevant werden.
Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.
Gerne stehe ich auch im Rahmen einer Mandatserteilung für Sie zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen

RA Hermes
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