Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Berechnung des Trennungsunterhalts bei Steuerklasse III / V und V/V

| 17.06.2008 13:44 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich lebe seit Anfang Juni 2008 von meine Frau (keine gemeinsame Kinder) getrennt, und hätte zwei Fragen:

1. Berechnung des Trennungsunterhalts bei Steuerklasse III / V und V/V
2. Gemeinsame Mietvertrag (839,-EURO Warm + 91,-EURO Strom), muß Ehefrau Während der Kündigungsfrist anteilige Miete sich anrechnen lassen?

Finanzielle Situation:
Ehemann
• Nettoeinkommen 3800,-, (Steuerklasse III) Urlaub, Weinachtgeld bereits eingerechnet
• Allgemeine berufsbedingten Ausgaben,
• Gemeinsame Schulden: 678,- EURO monatlich
• Unterhaltsverpflichtung:
o (3) Kinder aus der Vorehe (10, 15 und 17J) bei deren Mutter in Deutschland lebend
o (1) uneheliches Kinder (14J) bei seine Mutter in Afrika lebend
• Beitrag IG Metall 35,- EURO monatlich

Ehefrau
Nettoeinkommen 308,-, (Steuerklasse V)
Allgemeine berufsbedingten Ausgaben,
keine weitere Belastungen.

Ich beantworte Ihre Anfrage auf der Basis der mitgeteilten Daten und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt.

Nettoeinkommen 3800.-
abzgl. berufsbedingte Aufwendungen, (Maximal) 150.-
abzgl. Gewerkschaftsbeitrag 35.-
bleibt bereinigtes Netto von 3.615.- €

Unterhaltspflicht für insgesamt 4 Kinder, vorrangig vor Ehegattenunterhalt.
Nach Einkommensstufe 6 (7 minus 1 wegen Mehrbelastung)
1 Kind 413.- € Tabellenunterhalt
3 Kinder je 468.- €,
zusammen 1.817.- € Tabellenunterhalt.


Nach Abzug vom bereinigten Netto bleiben 1.798.- e übrig, Ihre Frau hat 308.-, die Differenz der beiden Einkommen beträgt also 1.470.- €. Hiervon steht Ihrer Frau 3/7 zu, also 638.- €

Hinsichtlich der Miete kann eine Anrechnung auf zu leistenden Unterhalt erfolgen, wenn Ihre Frau die Wohnung noch nutzt.

Eine Unterhaltsbrechnung bei anderen Steuerklassen-Kombi ist unsinnig, da die Unterhaltsberechnung immer auf der steuerlich günstigsten Variante beruht und anders nicht zulässig ist.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Otto
Rechtsanwalt

P.S.: Leider können in diesem Forum keine Tabs verwendet werden, so dass eine übersichtlichere Darstellung der Zahlenwerte leider nicht möglich ist.

Nachfrage vom Fragesteller 17.06.2008 | 14:42

Sehr geehrter Herr RA,

besten Dank für die schnelle und übersichtliche Antwort.
Jedoch stelle ich fest, dass Sie die gemeinsamen Schulden i.H. v. 673 monatlich nicht berücksichtigt haben, Sind diese bei der Berechnung des Trennungsunterhalts nicht anrechnungsfähig?.
Das Kindergeld haben Sie zu 100% angerechnet ist dies auch so richtig?, und weshalb nicht anteilig?.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.06.2008 | 16:03

Die gemeinsame Schuldentilgung von 673.- €/Monat muß geteilt werden. Schulden, die noch aus der Ehezeit stammen und die im Einverständnis mit dem anderen Ehepartner gemacht wurden, sind absetzbar.

Sie bringen Ihr relevantes Einkommen auf 1.798.- - 673.- = 1.125.-
Die Dufferenz zum Einkommen Ihrer Frau beträgt daher nur noch 817.- €. 3/7 hiervon wären 350.- €. Damit würden Sie aber unter den Selbsthebalt von 1.000.- € rutschen, so dass, wenn überhaupt, nur noch ein Anspruch Ihrer Frau in Höhe von 125.- € besteht.

Das Kindergeld ist angerechnet. Die oben genannten Beträge sind die Tabellenwerte, nicht die nach Abzug des anteiligen Kindergeldes tatsächlich zu zahlenden Beträge. Diese liegen bei 336.- bzw. 391.- €.

Zu Ihren Gunsten darf bei der Berechnung des Ehegattenunterhaltes nicht bloß der tatsächliche Zahlbetrag abgezogen werden, sondern der Tabellenbetrag, eben um die Kindergeldteilung aufrecht zu erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Otto
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers |

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Klar und präzis dargestellt"
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 67854 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
RA Winkler beleuchtete meine Frage in allen Aspekten gründlich, schnell und professionell. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr Geike ist gut auf meine Frage eingegangen und hat diese verständlich beantwortet. Zudem hat er auch meine Nachfrage bestens beantwortet. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank nochmals. Damit fällt mir ein Stein vom Herzen. Als Rentner mit Aufstockung hätte ich eine Nachzahlung von mehreren Jahren nicht begleichen können. ...
FRAGESTELLER