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Berechnung des Nachlasses - Wie ist der Nachlass in einer Zugewinngemeinschaft zu berechnen?

06.04.2008 22:26 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Wie ist der Nachlass in einer Zugewinngemeinschaft bei der folgenden Fallvariante zu berechnen:
Fällt das Vermögen, das der verstorbene Ehegatte vor der Eheschließung geerbt hat und das bei der Scheidung der vorangegangenen Ehe nicht in den Zugewinn gefallen ist, nunmehr in das gemeinschaftliche Vermögen? Oder ist der Wert aus dem gemeinschaftlichen Vermögen heraus zu rechnen und dem Nachlass des verstorbenen Ehegatten zuzuschlagen?
Was gilt, wenn das vor der Eheschließung geerbte Vermögen in den Kauf der ehelichen Wohnung geflossen ist?
Was gilt, wenn das gesamte vorhandene Vermögen beider Ehepartner kleiner ist als das vor der Eheschließung geerbte Vermögen?

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Sehr geehrter Fragesteller,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Bei dem verstorbenen Ehegatte ist die Erbschaft nur im Rahmen des Anfangsvermögens zu berücksichtigen; Die Erbschaft wird nicht gemeinschaftliches Vermögen und ist somit bei dem Nachlass des Erblassers zu berücksichtigen. Das heißt vereinfacht gesagt, bleibt jeder Eigentümer seines Vermögens, das er mit in die Ehe gebracht hat.
Als Grundsatz gilt: Jeder Ehegatte behält sein Vermögen, die Vermögensmassen bleiben getrennt und jeder Ehegatte verwaltet und nutzt sein Vermögen selbständig. Etwas anderes gilt nur dann, wenn die Ehepartner durch Vertrag gemeinsam Vermögen erworben haben (Kauf einer Eigentumswohnung). Falls der Ehegatte hier alleine mit seinem Vermögen die eheliche Wohnung erworben hat, ist diese nicht gemeinschaftliches Vermögen bzw. Eigentum, sondern alleine dem Erblasser zuzuordnen.

Bei Tod des Ehegatten erfolgt der Zugewinnausgleich pauschal durch Erhöhung des gesetzlichen Erbteils des überlebenden Ehegatten um ein Viertel der Erbschaft, unabhängig davon, ob der verstorbene Ehegatte überhaupt einen Zugewinn erzielt hat ("fiktiver Zugewinn"), also das Endvermögen kleiner als das Anfangsvermögen ist.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.
Mit besten Grüßen
RA Hermes
auch Fachanwalt für Steuerrecht

www.kanzlei-hermes.com
Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!

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