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Berechnung des Krankentagegeldes


10.02.2005 15:32 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Sehr geehrte Damen und Herren,

seit mehr als zwanzig Jahren bin ich bei einer privaten Krankenversicherung im gleichen/unveränderten Tarif versichert. Seit fünf Jahren bin ich arbeitsunfähig, jedoch erst vor ein paar Monaten habe ich einen Arzt konsultiert, der mich auch direkt arbeitsunfähig schrieb. Darf die private Krankenversicherung die Leistung des Krankentagegeldes von meinem Verdienst/Betriebseinnahmen 2003/2004 abhängig machen?
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ihre Frage darf ich wie folgt beantworten:

Der Umfang und die Höhe des von Ihnen zu beanspruchenden Krankentagegeldes richtet sich zunächst nach den getroffenen Vereinbarungen Ihrer privaten Krankentagegeldversicherung und dem gewählten Tarif.

Dem Vertrag werden die "Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Krankentagegeldversicherung- MB/KT 94" zugrunde liegen.

§ 4 Abs. 2 MB/KT 94 lautet wie folgt:

"Das Krankentagegeld darf zusammen mit sonstigen Krankentage- und Krankengeldern das auf den Kalendertag umgerechnete, aus der beruflichen Tätigkeit herrührende Nettoeinkommen nicht übersteigen. Maßgebend für die Berechnung des Nettoeinkommens ist der Durchschnittsverdienst der letzten 12 Monate vor Antragstellung bzw. vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, sofern der Tarif keinen anderen Zeitraum vorsieht."


Danach darf Ihre Versicherung die Höhe des Krankentagegeldes leider in der Tat von Ihrem Einkommen der letzten 12 Monate vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, also 2003/2004, abhängig machen.

Ich bedauere, Ihnen keine günstigere Mitteilung machen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 21.02.2005 | 13:46

Sehr geehrter Herr Schwartmann,

möglicherweise habe ich meine Erkundigung nicht konkret genug gestellt, so dass Sie auch nur ganz allgemein antworten konnten. Nun meine fassbare Anfrage: Vor einundzwanzig Jahren habe ich bei meiner Privaten Krankenversicherung einen Vertrag unterzeichnet, der auch ein Krankentagegeld enthält. Dieses Krankentagegeld ist bis zum heutigen Tag nicht erhöht worden. Durch verschiedene traumatische Erfahrungen hat sich im Laufe der Zeit bei mir eine Aversion gegen Ärzte aufgebaut. Dies führte nachweislich dazu, dass ich nachdem ich im Jahr 2000 sehr ernstlich krank wurde, es zunächst selbst versuchte wieder auf die Beine zu kommen. Leider ohne großen Erfolg. Erst vor ein paar Monaten habe ich mich in ärztliche Behandlung begeben. Durch einen Arztbericht indem genau dieser Sachverhalt steht fühlt nun die PKV sich berufen, mich zu fragen wie den meine Einkünfte in den letzten 12 Monaten vor der offiziellen Krankschreibung waren. Seit vielen Jahren habe ich immer weit überdurchschnittlich verdient. Ein vielfaches dessen was als Krankentagegeld abgesichert ist und für das ich seit 21 Jahren Beiträge zahle. Natürlich ist mein Einkommen durch die Krankheit eingebrochen. Jetzt meine Frage: In den Versicherungsbedingungen steht „……………. bzw. vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit….“, also bei mir 1999. Außerdem hat die PKV ja auch in den Jahren 2000 bis 2004 für den vollen Betrag ihren Beitrag bekommen und sich für die Jahre das Krankentagegeld gespart. Würde eine Bescheinigung eines Arztes reichen, dass ich im Jahr 2000 bereits krank war, oder was sollte ich in die Wege leiten?

Besten Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.02.2005 | 20:21

Wenn Ihnen der Arzt bescheinigt, daß Sie bereits seit dem Jahre 2000 arbeitsunfähig sind, wird die Versicherung die Einkünfte des Jahres 1999 zugrundelegen müssen.

Allerdings wird Ihnen kein Arzt rückwirkend eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen (dürfen), weil Sie ja trotz Ihrer Erkrankung tatsächlich noch weiter gearbeitet haben.

Die Versicherung wird daher zurecht Ihre Einkünfte 2003/2004 zugrundelegen dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann

Ergänzung: Da die Krankenkasse Ihr Einkommen aus 12 Monaten der Jahre 2003/2004
zugrundelegt, gehe ich davon aus, daß Sie bis zur Ausstellung der
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung weitergearbeitet und Einkünfte
erzielt haben. Selbst wenn dies nicht der Fall, ändert das aber nichts
an der Tatsache, daß die Kasse Ihr Einkommen auf der Grundlage der
letzten 12 Monatseinkommen vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit
berücksichtigen durfte. Dabei muß die Kasse von der Bescheinigung des
Arztes ausgehen.

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