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Berechnung des Kindesunterhalts

| 10.01.2010 12:46 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich zahle den Höchstsatz (Stufe 10) an Unterhalt für meine beiden Kinder (12 und 15 Jahre), allerdings habe ich festgestellt, dass ich laut Düsseldorfer Tabelle alleine durch meine Krankenversicherung in Stufe 9 rutschen würde und ich traue der Berechnung meiner Ex-Frau nicht, die scheinbar von einem höheren Einkommen meinerseits ausgeht, als ich wirklich habe.

Können Sie mir sagen, welche der unten genannten Versicherungen bei der Unterhaltsberechnung angerechnet werden können und in welcher Höhe? (gibt es da einen Prozentsatz?)

- Krankenversicherung (ca. 330€)
- Berufsunfähigkeitsversicherung (ca. 150€)
- Krankentagegeld (ca. 60€)
- Versorgungswerk (ca. 185€)

Ich habe gelesen, dass Fahrtkosten ebenfalls angerechnet werden können mit einer Pauschale von 30ct/km - ist das korrekt?
Das wären in meinem Fall 123,60€/Monat - also viel Geld!

Eines der beiden Kinder ist in der Unfallversicherung bei mir mit 82,47€/Jahr mitversichert - sollte das nicht ebenso angerechnet werden?
Ist mein Anteil der Unfallversicherung ebenso abzugsfähig? (ca. 165€/Jahr)

Sind noch andere Kosten abzugsfähig?

Wem gegenüber muss ich im Falle einer Auseinandersetzung Nachweise (Steuererklärung, Kontoauszüge) vorlegen?

Dass nur der Unterhaltszahlende nachweispflichtig ist, die wie in meinem Fall deutlich mehrverdiendende Unterhaltsempfängerin jedoch nicht, erscheint mir absolut ungerecht.

Muss ein Arbeitsvertrag vorgelegt werden, oder genügt der Verdienstnachweis mittels Kontoauszug?

Vielen Dank für Ihre Bemühung und mit freundlichen Grüßen,
ein Verzweifelter auf der Suche nach Hilfe

Guten Tag,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Basis der mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Da Sie den Unterhalt nach der höchsten Einkommensstufe zahlen, müsste Ihr bereinigtes durchschnittliches Nettoeinkommen über 4.700.- € liegen.

Ich gehe zudem davon aus, dass Sie Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit erzielen, da Sie von "Arbeitsvertrag" sprechen.

Das durchschnittliche Nettoeinkommen berechnen Sie (vereinfacht dargestellt), indem Sie die gesamten Einkünfte eines Jahres, also incl. Weihnachtsgeld und ähnlichen Zahlungen addieren, hiervon die Sozialabgaben und die Steuer abziehen, diesen Betrag durch 12 teilen.

Die von Ihnen angefragten Kosten für KV, BU, KTG und Versorgungswerk sowie auch die Unfallversicherung sind als Vorsorgeaufwendungen mit dem monatlichen Beitrag voll abzusetzen.

Die von Ihnen angesprochenen Fahrkosten gehören zu den berufsbedingten Kosten, die in gewissem Umfang abzusetzen sind und zwar wahlweise durch konkreten Nachweis bis zu einer Höchstgrenze oder durch Abzug von 5 % des monatlichen Nettoeinkommens, max. aber 150.- €. In Ihrem Fall würde dieser Höchstbetrag wohl ausgeschöpft werden können.

Nach Abzug dieser Positionen kommen Sie dann zum bereinigten durchschnittlichen Nettoeinkommen.

Dass die Kinder in der Unfallversicherung mitversichert sind, führt wahrscheinlich nicht zu einem höheren Beitrag, so dass dieser Umstand nicht relevant ist.


Auskunftspflichtig sind Sie gegenüber den Kindern, vertreten durch deren Mutter.

Da die Kinder bei der Mutter leben, ist sie nicht barunterhaltspflichtig und insofern Ihnen gegenüber auch nicht zum Nachweis verpflichtet.


Sie brauchen den Arbeitsvertrag nicht vorzulegen, sofern sich alle relevanten Daten aus der Jahresverdienstbescheinigung ergibt.

Die bloße Vorlage eines Kontoauszuges allein reicht hingegen nicht aus, da aus dem bloßen Überweisungsbetrag dessen Zusammensetzung nicht ersichtlich ist.


Falls Sie an einer Unterhaltsberechnung an Hand Ihrer konkreten Daten interessiert sind, stehe ich gerne zur Verfügung. In diesem Fall nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen



Bewertung des Fragestellers 10.01.2010 | 17:26

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