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Berechnung des Endvermögens bei Zugewinnausgleich wenn die Frau nicht gearbeitet hat


18.05.2006 09:32 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Folgende Frage zum Zugewinnausgleich:

- Regel Endvermögen minus Anfangsvermögen, Fall Erbschaft ist bekannt

- wie definiert sich das Endvermögen: was jeder auf seinem eigenen
Konto hat, oder spielt das Arbeitsleben eine Rolle

- Fall ist: Ehefrau hat kein eigenes Vermögen ´erarbeitet´ sondern von
gemeinsamen Konten ´abgeräumt´ (Nachweis könnten Steuerbescheide,
nicht gezahlte Sozialversicherungsbeiträge sein, oder Kontobewegungen
von gemeinsamen auf individuelle Konten sein)
18.05.2006 | 10:00

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

hat ein Ehegatte während der Ehe geerbt, so wird die Erbschaft dem Anfangsvermögen zugerechnet.

Das Endvermögen wird für jeden Ehegatten zunächst getrennt ermittelt. Hier wird errechnet, was ein Ehegatte bei Zustellung des Scheidungsantrags nach Abzug aller Verbindlichkeiten noch an Nettovermögen besitzt. Dem Endvermögen ist zuzurechnen, was der Ehegatte in Schädigungsabsicht beiseitegebracht, verschenkt oder veschwendet hat (sog. Zurechnungsvermögen).

Das bedeutet, bevor das Endvermögen berechnet wird, muss festgestellt werden, welchem Ehegatten die Werte und Verbindlichkeiten genau zuzurechnen sind. Haben die Ehegatten z.B. während der Ehe ein gemeinsames Konto, sind also beide Kontoinhaber,ist jedem der Ehegatten grundsätzlich das hälftige Guthaben zuzuschreiben. Hier kommt es also nicht darauf an, ob ein Ehegatte gearbeitet hat oder nicht.Hat jedoch dieser Ehegatte mit Schädigungsabsicht Geld "beseite geschafft", dann wird dieses Vermögen seinem Endvermögen zugerechnet. Mit der Folge, dass sich sein Ausgleichsanspruch reduziert.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

www.kanzlei-glatzel.de


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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