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Berechnung Zugewinn


09.04.2007 23:41 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

1,5 Jahre nach der Eheschließung mit meiner aktuellen Frau habe ich das gemeinsam mit ihr bewohnte Haus verkauft, wodurch ein Überschuss von 50.000€ entstanden ist - dies deckt sich in etwa mit dem Betrag, den ich bei diesem Objekt eigenfinanziert hatte. Während ich bereits seit 8 Jahren in diesem Haus gelebt habe (1. Ehe), wohnte sie mit mir nur die besagten 1,5 Jahre dort. Während dieser 1,5 Jahre wurden keine größeren baulichen Veränderungen am Haus vorgenommen und die jährliche Tilgung belief sich auf 1% (damalige Darlehnssumme: 100.000€).
Zudem stand ich allein im Grundbuch und hatte am Tag vor der Eheschließung nachweislich ein Barvermögen von 50.000€.

Nach dem Hausverkauf standen somit liquide Mittel in Höhe von 100.000€ zur Verfügung. Mit diesem Geld wurde der Neubau eines Hauses finanziert; der Restbetrag (240.000€) wurde wie schon beim ersten Haus fremdfinanziert.

Die Eckdaten der Zugewinnberechnung gestalten sich dabei wie folgt:

Anfangsvermögen Mann: +100.000€ (kann man das so sehen?)
Anfangsvermögen Frau: -4.000 (Schulden, die in der Ehe von mir getilgt
wurden)

Wert neues Haus: 290000€
Schulden (lt. Darlehnsverträgen) auf neues Haus, Mann: 160.000€
Schulden (lt. Darlehnsverträgen) auf neues Haus, Frau: 80.000€

Die Ungleichverteilung der Schuldenlast resultiert aus der Übernahme einiger Darlehnsverträge des vorherigen Hauses in Höhe von 80.000€ (so konnte man einer Vorfälligkeitsentschädigung i.H.v. 10.000€ entgehen).

Im Grundbuch stehen wir beide mit 50%.

Unter Verwendung obiger Zahlen kommen ich bei der
Zugewinnausgleichsberechnung auf eine Forderung von 29.500€ gegenüber ihr.

Wenn nun - und so sieht es aus - das Haus verkauft werden muss und einen Verkaufspreis in Höhe seines geschätzten Wertes erzielt (290.000€), dann komme ich für meine Person zu folgendem Ergebnis:

(290.000€/2) - 154.000€ = -9.000€ (Überschuss durch Hausverkauf VOR
Zugewinnausgleich)

-9.000€ + 29.500€ = 20.500€ (Überschuss durch Hausverkauf NACH Zugewinnausgleich)

Demgegenüber steht ein Betrag von 29.500€, den ich als ,,Überschuss durch Hausverkauf NACH Zugewinnausgleich" für sie ermittelt habe.
Habe ich da richtig gerechnet? Kann es sein, dass ich quasi mit über 100.000€ in die Ehe gehe und mit fast 0€ wieder raus?

Vielen Dank für Ihre Antwort.
10.04.2007 | 00:13

Antwort

von


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Web: www.Gabriele-Koch.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Negatives Anfangsvermögen gibt es grundsätzlich nicht § 1374 I BGB, negatives Endvermögen nur in Ausnahmefällen § 1375 I BGB, die hier aber nicht zutreffen.

Wenn ich Ihre Ausführungen richtig verstanden habe, dann ist Ihr Endvermögen 0, weil Ihre Schulden höher sind, als der Wert des halben Hauses. Damit ist automatisch auch Ihr Zugewinn 0, so dass es auf die Frage, wie Ihr Anfangsvermögen zu berechnen ist, nicht mehr ankommt.

Ihre Frau hatte ein Anfangsvermögen von 0 und ein Endvermögen von 145.000 EUR abzüglich 80.000 EUR Schulden, also 65.000 EUR, dies ist auch gleichzeitig ihr Zugewinn. Die Hälfte davon, also 32.500 EUR wäre Ihr Zugewinnausgleich, vorausgesetzt, es gibt nicht noch andere Vermögenswerte, die zu berücksichtigen sind.

Ihre Berechnung VOR und NACH Zugewinnausgleich verstehe ich leider nicht, möglicherweise hat sich dies aber durch die obigen Ausführungen erledigt. Andernfalls verwenden Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Ich hoffe, Ihnen damit eine Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin


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