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Berechnung Unterhalt für meinen Mann

17.06.2010 01:20 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Ich bin nun seit 5 Jahren mit meinem Mann verheiratet und habe ihm vor kurzem gesagt, dass ich mich scheiden lassen möchte, weil es lange nicht mehr gut lief in der Beziehung. Bin im Juni dann ausgezogen. Leben also seit dem Zeitpunkt offiziell getrennt.

Ich war während der Ehe die ganze Zeit berufstätig (ca. 2200 Euro netto im Monat - Steuerklasse 3). Mein Mann ist arbeitslos, hat sich während der Ehe kurzweilig selbstständig gemacht, was aber zu keinem Erfolg führte.

Im April habe ich mir ein Auto gekauft, welches ich mit 300 Euro im Monat abbezahlen muss. Ich benötige das Auto, um zur Arbeit zu kommen.

Meine Fragen sind nun:
- Wieviel Unterhalt muss ich ihm zahlen und hängt das noch von anderen Faktoren ab, die da hinzukommen würden?
- Wird der Autokredit, den ich abbezahlen muss, angerechnet?
- Ab wann muss ich Unterhalt zahlen? Soll ich warten, bis er mich dazu auffordert?
- Ab wann sollte ich einen Anwalt einschalten? Jetzt schon oder wenn das Trennungsjahr um ist?

Sehr geehrte Ratsuchende,

ein Unterhaltsanspruch während der Trennung, der sogenannte Trennungsunterhalte nach § 1361 BGB, richtet sich nach den Lebensverhältnissen und den Erwerbs-und Vermögensverhältnissen.

Um die Höhe eines Unterhaltsanspruches zu ermitteln müssen die Einkünfte Ihres Mannes bekannt sein. Als weitere Faktoren können auch Darlehnsbelastungen, neben dem Autokredit, zu berücksichtigen sein. Zudem müsste bekannt sein, ob Ihr Mann nach Ihrem Auszug in einer gemieteten Ehewohung/Haus lebt oder ob die Ehewohnung/Haus im Eigentum eines Ehegatten oder beiden Ehegatten steht. Im letztgenannten Fall wäre unter Umständen noch ein Wohnvorteil auf Seiten Ihres Mannes anzurechnen. Nutzen Sie bitte die Nachfrage, um Ihre Angaben zu ergänzen.

Wenn die Angaben vorliegen, kann im Rahmen dieser Erstberatung jedoch nur eine überschlägige Berechnung erfolgen. Die genaue Berechnung setzt eine individuelle Berechnung der gesamten Einkommensverhältnisse an Hand sämtlicher Unterlagen voraus.

Grundlage der Unterhaltsberechnung ist unter anderem die Ermittlung Ihres bereinigten Nettoeinkommens. Bei dieser Berechnung wird dann auch der Autokredit zu berücksichtigen sein.

Unterhalt ist ab Aufforderung zu zahlen. Dabei muss es sich nicht um die Aufforderung zur Zahlung einer bestimmten Summe handeln. Ausreichend ist schon, dass Sie aufgefordert werden, Auskunft über Ihre Einkommensverhältnisse zu erteilen.

Ob Sie jetzt schon einen Anwalt einschalten sollten, hängt letztlich von den Forderungen Ihres Mannes ab. Sie sollten zumindest individuell einen möglichen Anspruch berechnen lassen, damit Sie wissen, welche Forderungen überhaupt gerechtfertigt sein können. Es steht Ihnen unbenommen, sich ohne einen Anwalt mit Ihrem Mann zu einigen. Sie sollten aber wissen, welcher Anspruch angemessen ist.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 17.06.2010 | 08:54

- Ich verdiene 2200 Euro netto im Monat
- Mein Mann ist derzeit arbeitslos, also 0 Euro
- Autokredit zahle ich mit 300 Euro im Monat ab, sonst gibts keine anderen Sachen, die wir noch abbezahlen müssen
- Vermögen haben wir keins, wir waren am Ende des Monats immer ca. bei 0 Euro.
- Wohnung haben wir zur Miete gewohnt (96m² Wohnung ca. 470 Euro warm)
- Die Wohnung habe ich ihm mit fast der ganzen Einrichtung überlassen und bin in eine kleinere gezogen (ähnliche Miethöhe, möbliert)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.06.2010 | 09:47

Sehr geehrte Ratsuchende,

verfügt Ihr Mann über keinerlei Einkünfte würde eine überschlägige Berechnung folgendes ergeben:

Von den 2.200,00 EUR sind die 300,00 EUR in Abzug bringen, so dass ein Einkommen von 1.900,00 EUR verbleibt. Davon würde Ihrem Mann 814,00 EUR zustehen. Ich weise aber ausdrücklich darauf hin, dass trotz meiner ersten Einschätzung eine individuelle Berechnung vorzunehmen ist.

Weiter möchte ich darauf hinweisen, dass § 1361 Abs. 2 in Betracht kommen kann. Grundsätzlich wird von einem nicht erwerbstätigen Ehegatten im Verlauf der Trennung die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in der Regel erst nach einem Jahr verlangt. Hier könnte es aber anders sein, wenn die Arbeitslosigkeit des Mannes noch nicht lange bestanden hat und auch nach seinen persönlichen Verhältnissen ( Ausbildung, Qualifikation, Alter etc.) bereits jetzt die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit verlangt werden könnte. Dieses gilt es eingehend zu prüfen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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