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Berechnung Sozialversicherungsbeiträge im Krankheitsfall / DC-Gehaltsumwandlung

29.05.2013 14:00 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Zusammenfassung:

Nach § 1a Abs. 1 BetrAVG kann ein Arbeitnehmer von seinen künftigen Entgeltansprüchen nur bis zu 4% der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung durch Entgeltumwandlung für seine betriebliche Altersversorgung verwenden.

Ich bin seit Anfang des Jahres im Krankenstand und beziehe seit Mitte Februar Krankengeld von meiner gesetzlichen Krankenkasse. Aufgrund einer Vereinbarung im Arbeitsvertrag, wird die Differenz zwischen meinem Nettogehalt und dem Krankengeld durch einen Krankengeldzuschuss des Arbeitgebers ausgeglichen.

Im Zuge der Auszahlung meines Bonus für das Jahr 2012 ( Auszahlungszeitpunkt Mai 2013 ) ist folgende Thematik entstanden:

Die Bonuszahlung sollte komplett im Rahmen einer Defered Compensation in meine Altersversorgung einfließen. Allerdings wurde nur der über der Beitragsbemessungsgrenze liegende Teil tatsächlich als DC-Umwandlung eingestellt, da gem. Versorgungsordnung nur "auf Vergütungsbestandteile über der Beitragsbemessungsgrenze verzichtet werden kann".

Ist der Krankengeldzuschuss des AG bzw. das Krankengeld der Kasse tatsächlich nicht als Vergütungsbestansteil zu werten ? Es werden ja Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von EUR 320,-- pro Monat beim gesetzlichen Krankengeld in Abzug gebracht und der arbeitgeberseitige Krankengeldzuschuß wird brutto gewährt und nach Versteuerung netto ausbezahlt.

Da die DC-Umwandlung um die anteilige Höhe der Beitragsbemssungsgrenze reduziert wurde, ist dieser Betrag als "normales" Gehalt über die Abrechnung versteuert worden. Allerdings ist von den EUR 5.800,-- letztendlichfast nicchts übrig geblieben, da

- EUR 1.220,-- Krankenversicherung ( davon 575,-- AG-Zuschuss )
- EUR 1.096,20 Rentenversicherung
- EUR 174,- Arbeitslosenversicherung
- EUR 2.200,-- Lohnsteuer/Soli/Kirchensteuer

in Abzug gebracht worden sind. Es wurden also "doppelte" Sozialbeiträge und ein exorbitant hoher Steueranteil verrechnet .Ich werde aber doch bereits im Zuge der Zahlung des gesetzlichen Krankengeldes mit den Sozialabgaben belastet....

Mein Arbeitgeber hat sich zu meinen Fragen bzgl. der Gehaltsabrechung bislang nicht äußern wollen.

Ist die Vorgehensweise bei der Berechnung der Höhe der DC-Umwandlung bzw. die Abrechnung hinsichtlich der Abzüge korrekt ?











Einsatz editiert am 29.05.2013 14:12:14

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Anfrage. Vorweg möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum dafür gedacht ist, einen ersten Eindruck zu der Rechtslage zu vermitteln. Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Teilen des Sachverhalts kann es durchaus zu einer anderen rechtlichen Beurteilung kommen.

Für die Entgeltumwandlung zugunsten einer betrieblichen Altersvorsorge gilt das Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG). Nach dessen § 1a kann der Arbeitnehmer von seinen künftigen Entgeltansprüchen nur bis zu 4% der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung durch Entgeltumwandlung für seine betriebliche Altersversorgung verwenden. Die Beitragsbemessungsgrenze West beträgt monatlich 5.800,- € für das Jahr 2013, 4% hiervon sind 232,- € . Dies bedeutet also, dass nur diese 232,- € monatlich sozialabgaben- und steuerfrei bleiben.

Der Teil der Entgeltumwandlung der über 4% der Beitragsbemessungsgrenze liegt, ist leider sozialabgaben- und steuerpflichtig. Ich gehe davon aus, dass dies das Problem in Ihrem Fall ist. Ihr Bonus war offenbar höher als die 4% der Beitragsbemessungsgrenze, daher konnte nicht der gesamte Bonus im Rahmen des § 1a BetrAVG: Anspruch auf betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung sozialabgaben- und steuerfrei umgewandelt werden. Der Rest unterlag daher der Sozialabgaben- und Steuerpflicht. Ob die Berechnung der Steuer und Sozialabgaben korrekt durchgeführt wurde, kann ich jedoch nicht prüfen und daher auch nicht beurteilen. Dies müsste Ihnen gegebenfalls Ihr Arbeitgeber oder dessen Steuerberater erläutern.


Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine positivere Antwort geben kann, hoffe aber dennoch, Ihnen mit meiner Antwort weitergeholfen zu haben. Sollte Ihnen noch etwas unklar sein, dürfen Sie gerne die kostenlose Nachfragemöglichkeit nutzen. Wenn Sie zufrieden sind, würde ich mich über eine positive Bewertung freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Yvonne Bellmann
Rechtsanwältin

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