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Berechnung Pfändungsbetrag bei Weihnachtsgeld

| 01.12.2010 10:07 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Ich habe meine Gehaltsabrechnung für den November incl Weihnachtsgeld bekommen. Ich kann rechnen wie ich will, ich erhalte immer einen niedrigeren Pfändungsbetrag. Ich bitte Sie deshalb um Nachberechnung bzw. Kontrolle. Hier die Daten:
Gesetzliches Netto: 4.836,95 €
AG-Zuschuss KV: 262,50 €
AG-Zuschuss PV: 38,56 €
Zuzahlung Rente aktiv: -500,00 € (es handelt sich um eine freiwillige Zuzahlung zur Betriebsrente also Altersvorsorge)
Beitrag freiw. KV: -558,75 €
Beitrag freiw. PV: -73,13 €
Nachverrechnung aus Vormonat:-44,10 €

Auszahlung auf Konto: 2.596,32 € (das ist weniger wie in den Monaten ohne Weihnachtsgeld)

Als pfändbarer Betrag wurden auf Grund dieser angeführten Zahlen 1.362,71 € an den Gläubiger überwiesen.

Ich kann rechnen wie ich will, ich komme auf einen pfändbaren Betrag von maximal 1.149,86 €.

Könnten Sie die Abrechnung bitte kontrollieren und mir den korrekten pfändbaren Betrag ermitteln und mitteilen.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

-- Einsatz geändert am 01.12.2010 13:13:16
Eingrenzung vom Fragesteller
01.12.2010 | 15:08

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich anhand Ihrer Schilderung wie folgt beantworten.

Die Vorlage Ihrer Verdienstabrechnung wäre zur endgültigen Überprüfung erforderlich. Allgemein lässt sich aber folgendes ausführen.

Die Pfändungstabellen finden Sie hier:

http://www.bmj.bund.de/files/fcb680fca7d3fbfc5c8c3e92785fb7ec/3786/Pfaendungsfreigrenzen_Juli2009.pdf

Diese richten sich nach der Regelung in § 850 c ZPO. Es gilt zunächst, dass der den Betrag von 3.020,- EUR übersteigende Lohn uneingeschränkt pfändbar ist. Bis zu diesem Höchstbetrag ergibt sich ein pfändbarer Betrag bei 4 Unterhaltsberechtigten von 208,88 EUR.

Ihr Nettoeinkommen beläuft sich unter Hinzurechnung der AG- Zuschüsse und Abzug der KV, PV und RV- Beiträge auf 3.962,03. Der pfändbare Mehrbetrag beläuft sich also auf 942,03 ( 3.962,03 - 3.020 ). Addiert man diesen Betrag mit dem pfändbaren Betrag nach der Tabelle von 208,88, ergibt sich ein gesamt pfändbarer Betrag von 1.150,91.

Allerdings ist zusätzlich zu beachten, dass ein weiterer pfändbarer Betrag sich ergeben kann, wenn einer der Unterhaltsberechtigten eigene Einkünfte hat. Dann kann der Gläubiger bei Beantragung des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses begehren, dass diese Person bei der Zahl der Unterhaltsberechtigten unberücksichtigt bleibt, § 850 c Abs. 4 ZPO. Möglicherweise folgt daraus eine höhere Pfändung. Sie sollte daher den PfÜB auf einen solchen Antrag überprüfen und erforderlichenfalls Ihren Arbeitgeber um Erläuterung des Abzugs bitten.

Ich hoffe, Ihnen damit zunächst im Rahmen dieser Erstberatungsplattform weitergeholfen zu haben.


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Bewertung des Fragestellers 27.11.2011 | 21:24

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