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Berechnung Lohnfortzahlung im Krankheitsfall


13.12.2013 19:37 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab



hallo,

ich bin physiotherapeutin und hatte letztes jahr einen arbeitsunfall. da ich dieses jahr erneut operiert werden musste, war ich nun zum zweiten mal länger krank geschrieben.
meine lohnfortzahlung ist "normal" berechnet worden, heisst nach einer 5-tage-arbeitswoche. da ich eine fußball-mannschaft betreue, habe ich eine 6-7 tage-arbeitswoche. ebenfalls ist in meinem arbeitsvertrag definiert, dass ich von montag bis samstag arbeiten muss.

nun meine frage: ist mein arbeitgeber verpflichtet, meine lohnfortzahlung anzugleichen?

vielen dank für ihre hilfe!

viele grüße
kk_132

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Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Zunächst wäre zu klären, wie die Vergütung erfolgt, d. h. als Monatsgehalt oder als Stundenlohn. Aufgrund der Schilderung vermute ich, daß Sie ein Monatsgehalt beziehen.

In diesem Fall ist zunächst das Gehalt pro Tag zu berechnen (Gehalt geteilt durch 30 Tage). Es kommt also auf die Tage eines Monats an. Das fiktive Tagesgehalt ist sodann mit der Anzahl der Krankheitstage zu multiplizieren.


2.

Grundsätzlich soll der Arbeitnehmer für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit das Entgelt erhalten, das er erhalten hätte, wäre er nicht arbeitsunfähig gewesen.

Legt man einem Monatslohn zugrunde, richtet sich das fortzuzahlende Entgelt nach den tatsächlich ausgefallenen Arbeitstagen. Sind das mehr als fünf Tage, ist also die korrekte Zahl der Arbeitstage zu berücksichtigen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Raab, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 17.12.2013 | 22:07

sehr geehrter herr raab,

danke für ihre antwort.
mein arbeitgeber wollte mir noch eine mail schicken, wie die "normale handhabung" diesbezüglich ist... kam seither noch nichts.

habe ich auch jetzt noch ein recht auf das mir nicht bezahlte brutto-gehalt (beziehe ein monatsgehalt) aus dem letzten jahr (märz 2012 > unfall war mitte februar 2012)?
oder gibt es da auch sowas wie verjährung?

danke für ihre antwort!

viele grüße
kk

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.12.2013 | 09:05

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Zunächst sei darauf hingewiesen, daß die Ankündigung Ihres Arbeitgebers, er wolle die "normale Handhabung" erläutern, vielleicht gut gemeint sein mag, allerdings nicht den Kern der Problematik trifft.

Maßgebend ist immer der Einzelfall, und nicht, wie es in anderen, anders gelagerten Fällen, gehandhabt worden ist.


2.

Es gibt Verjährungsfristen (in diesem Fall drei Jahre), aber weitaus "tückischer" sind die Ausschlußfristen. Diese besagen, daß nur innerhalb eines bestimmten Zeitraums Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis geltend gemacht werden können. Oftmals sind das nur drei Monate.

Solche Ausschlußfristen finden sich z. B. in Tarif- sowie in Arbeitsverträgen. Hier müßten Sie also Ihren Arbeitvertrag prüfen, ob eine Ausschlußfrist enthalten ist.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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