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Berechnung Kindesunterhalt - alleinerziehende Mutter

| 05.02.2008 10:11 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


20:06
Wie ist die Höhe des monatl. Kindesunterhalts seit 01.01.2008 für eine nichteheliche Tocher, geb. am 20.01.1995, anzusetzen?

Weitere Informationen:
1. Das Kind wird von der Mutter (Krankenhausärztin, beruftstätig) alleine erzogen.
2. Die Mutter bezieht Kindergeld in vollem Umfang.
3. Das Nettoeinkommen des Vater beträgt ca. 4700 EUR/Monat.
Eingrenzung vom Fragesteller
05.02.2008 | 10:32
05.02.2008 | 11:09

Antwort

von


(41)
Spöttinger Straße 14 b
86899 Landsberg
Tel: 08191 94 45 45
Web: http://www.basener.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben.

Eine persönliche Beratung/Vertretung kann und soll hierdurch nicht ersetzt werden.

Hinzufügen oder Weglassen wesentlicher Tatsachen kann zu einer anderen Beurteilung des Falles führen.

Unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und des von Ihnen gebotenen Einsatzes beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Der Unterhaltsbetrag bemisst sich nach der Düsseldorfer Tabelle.

Das Einkommen der Mutter ist bei einem minderjährigen Kind nicht zu berücksichtigen.

Von Ihrem Nettoeinkommen sind 5 % berufsbedingte Aufwendungen pauschal in Abzug zu bringen oder wenn Sie zB Fahrtkosten in höherem Umfang haben ein höherer Betrag, wenn Sie diesen konkret nachweisen können.

Ihre Tochter ist mit 13 Jahren in die 3. Altersstufe der Düsseldorfer Tabelle einzuordnen.

Ihr zu berücksichtigendes Nettoeinkommen nach Abzug der Pauschale von 5 % beträgt unter Zugrundelegung Ihrer Angaben 4465 EUR, was der Einkommensstufe 9 der Düsseldorfer Tabelle entspricht. Dies ergäbe einen Zahlbetrag unter Berücksichtigung des an die Mutter bezahlten Kindergeldes von 478 EUR für Ihre Tochter.

Wenn man unterstellt, dass Sie sonst keine Unterhaltspflichten haben, kann eine Höherstufung um 2 Einkommensstufen erfolgen, wobei die Düsseldorfer Tabelle jedoch nun nicht mehr über die Einkommensstufe 10 hinaus geht und ein Betrag über Einkommensstufe 10 nur in Betracht kommen soll, wenn wirklich ein höherer Bedarf nachgewiesen wird. Der Betrag in Stufe 10 würde für Ihre Tochter 507 EUR betragen, hinzukommen können jedoch ggf. noch Beiträge für eine private Kranken- und Pflegeversicherung für Ihre Tochter, wobei diese Kosten jedoch dann wieder im Vorfeld von Ihrem bereinigten Nettoeinkommen abzuziehen wären.

Ich hoffe, dass ich Ihre Frage richtig verstanden habe und Ihnen meine Ausführungen weiterhelfen, ggf. nutzen Sie bitte die Nachfragemöglichkeit.

Abschließend möchte ich Ihnen noch anraten, ggf. einen Anwalt im Rahmen einer wirklichen Beratung mit der Unterhaltsberechnung zu beauftragen, da sich das relevante Einkommen möglicherweise doch anders zusammensetzt und noch Positionen über die pauschalen berufsbedingten Aufwendungen etc. in Abzug gebracht werden können.

Eine derartig detaillierte Berechnung sprengt wohl den Rahmen einer Onlineberatung.

Mit freundlichen Grüßen

Claudia Basener
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 05.02.2008 | 11:41

Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Sie erwähnen: "Wenn man unterstellt, dass Sie sonst keine Unterhaltspflichten haben, kann eine Höherstufung um 2 Einkommensstufen erfolgen." Bitte um Klärung: Sind unter "Unterhaltspflichten" in diesem Sinne auch Ehefrau und zwei weitere (eheliche) Kinder zu berücksichtigen? Welche Einkommensstufe ergäbe sich damit? Und abschliessed: Sind Hypotheken-Schulden (bei Kauf einer selbstgenutzen Wohnung) berücksichtigungsfähige Schulden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.02.2008 | 20:06

Vielen Dank für Ihre Nachfrage und ich bitte um Entschuldigung, dass ich faschingsbedingt erst heute auf Ihre Nachfrage zurückkomme.

Wenn Sie an Ihre Frau und Ihre beiden ehelichen Kinder keinen Unterhalt bezahlen, sondern Leistungen im Rahmen des Zusammenlebens erbringen, sind dies keine Unterhaltsberechtigten im Sinne der Düsseldorfer Tabelle.

Die Höherstufung ist jedoch vor allem seit der Unterhaltsreform sehr ins richterliche Ermessen gerückt und es kann noch nicht wirklich vorhergesagt werden, wie das weiter gehandhabt wird.

Hier kommt es ebenso wie bei der Berücksichtigung von Schulden sehr auf den Einzelfall an - es heißt nur, Schulden können berücksichtigt werden. Hier ist dann zu berücksichtigen, wann die Schulden aufgenommen wurden etc.
Wenn es ehebedingte Schulden wären, die Sie zB weiterbezahlen, nachdem Sie ausgezogen sind während Ehegatte und Kinder weiter im finanzierten Haus wohnen, mindern diese Schulden natürlich Ihre Leistungsfähigkeit. Hier gibt es jedoch keine starren Regeln.

Gegen Ihre Höherstufung in der Düsseldorfer Tabelle könnte durchaus vorgebracht werden, dass Sie noch eine Familie zu ernähren haben, möglicherweise aber auch, dass die betreuende Mutter Ihres Kindes als Ärztin vielleicht auch ganz gut verdient.
Wie bereits betont, hier erfolgt ggf. eine richterliche Abwägung im Einzelfall.

Mit freundlichen Grüßen

Claudia Basener

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"Aus meiner Sicht hat die RA´in in sehr kompetenter Art und Weise sowohl die doch komplexeren Zusammenhänge beleuchtet, als auch mögliche Lösungsansätze aufgezeigt. "
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Aus meiner Sicht hat die RA´in in sehr kompetenter Art und Weise sowohl die doch komplexeren Zusammenhänge beleuchtet, als auch mögliche Lösungsansätze aufgezeigt.


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