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Berechnung Kindesunterhalt: Welcher Betrag ist bindend?

01.03.2008 18:35 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Tochter wird 12 Jahre und damit erhöht sich Ihr Unterhalt.
Meine geschiedene Ehefrau wandte sich an das Jugendamt Dresden um eine Berechnung des neuen Unterhaltes vorzunehmen.
Darufhin bekam ich ein Schreiben vom Jugendamt mit einer völligen anderen Berechnung als die von mir Errechnete, laut des Oberlandesgerichtes Dresden vom 01.07.2007.
Laut der Tabelle des Oberlandesgerichtes Dresden vom 01.07.2007 falle ich in die Gruppe 3 (mein Nettoeinkommen beträgt 1700 €) mit 329 € und entsprechend der Kindergeldverrechnungstabelle der Einkommensgruppe 3 (minus 45 €) errechnet sich daraus ein Unterhalt von 284 €. Selbst wenn ich in die Gruppe 4 der Unterhaltstabelle steige ergibt sich durch die Kindergeldverrechnung ein Unterhaltsbetrag von 284 € (minus 65€).

Die Berechnung des Jugendamtes nimmt eine eigene Tabelle als Grundlage, aus der folgendes hervor geht: laut meinem Nettoverdienst von 1700 € errechnet sich da ein Unterhalt von 384 €, dann macht das Jugendamt einen Zuschlag von 1 geltend was mich in die nächst höhere Unterhaltsgruppe einordnet (1900 € - 2300 €) und kommt somit auf einen Unterhalt von 402 € minus abzüglich Kindergeld (minus 77 €) auf einen Endbetrag von 325 €!

Eigentlich finde ich mich mit meiner Berechnung im Recht, da ich als Grundlage die "Unterhaltsleitlinien des Oberlandesgerichtes Dresden" vom 01.07.2007 nehme und nicht eine eigenständige Tabelle des Jugendamtes.
Den Unterhalt vor dem 12 Lebensjahr hatten wir ja auch laut Berechnung des Oberlandesgerichtes als Grundlage genommen.

Was ist nun rechtmäßig? Welcher Betrag ist bindend bzw. welchen Betrag haben Sie errechnet?


Mit freundlichen Grüssen
und besten Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Informationen sowie Ihres Einsatzes erlaube ich mir, Ihre Frage wie folgt zu beantworten:

Die in den Unterhaltsleitlinien des OLG Dresden verwendeten Tabellen sind identisch mit der Düsseldorfer Tabelle, die auch den Berechnungen des Jugendamtes zugrunde liegt.

Bei Ihren Berechnungen gehen Sie fälschlicher Weise noch vom Stand Juli 2007 und damit von veralteten Leitlinien aus. Im Zuge der Unterhaltsreform, die seit diesem Jahr in Kraft ist, wurden diese Beträge angeglichen und in der neuen Düsseldorfer Tabelle 2008 zusammengefasst.

Der vom Jugendamt für Ihren Fall errechnete Betrag entspricht dieser neuen Tabelle und ist damit als korrekt zu bewerten. Die Heraufstufung ist ebenfalls nicht zu beanstanden und in der Düsseldorfer Tabelle bei nur zwei Unterhaltsberechtigten auch so vorgesehen.

Zwar kommt der Tabelle keine Gesetzeskraft zu; allerdings wird hiervon nur im Ausnahmefall abgewichen, wenn eine die Gründe hierfür von dem Betroffenen konkret dargelegt werden können.

Die aktuelle Düsseldorfer Tabelle können Sie auf unserer Webseite einsehen.

Ich hoffe, Ihnen mit der Antwort, trotz der für Sie negativen Auskunft, weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen



Christian Grema
Rechtsanwalt

_____________
Christian Grema
C-G-W Rechtsanwälte

Postfach 1543
76605 Bruchsal

Tel.: (07251) 392 44 30 (24h)
Fax.: (07251) 392 44 31

Internet: www.c-g-w.de
E-Mail: info@c-g-w.de

Nachfrage vom Fragesteller 02.03.2008 | 21:07

Besten Dank für die schnelle Anwort.
Stellt sich nur die Frage, wie begründet die neue Unterhaltsreform einen Anstieg in meinem Beispiel um 41 € gegenüber der letzten Unterhaltstabelle vom 01.07.2007?


Mit freundlichen Grüssen
saxdd

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.03.2008 | 08:08

Sehr geehrter Fragesteller,

selbst nach der Düsseldorder Tabelle Stand 01.07.2007 (bzw. der letztes Jahr noch gültigen Berliner Tabelle 2007) betrüge der Zahlbetrag 312,00 € da eine Kindergeldanrechnung in dieser Einkommensstufe lediglich in Höhe von 37,00 € erfolgt wäre.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Grema
Rechtsanwalt

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