Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Berechnung Kindesunterhalt - Muss Vater des Kindes die Kita alleine zahlen?

24.05.2008 17:50 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Hallo,

ich habe einen Sohn der knapp 3 Jahre alt ist und aus einer mittlerweile beendeten Beziehung stammt. Meine Freundin und ich waren nicht verheiratet und haben schon immer getrennt gewohnt. Das Kind wohnt bei seiner Mutter und geht seit Anfang des Jahres in die Kindertagesstätte (Kita). Seine Mutter arbeitet nach einer 2.5-jährigen Elternzeit wieder ganztags und verdient ca. 1800 € netto. Ich selbst verdiene ca. 2200 € netto. Es sind keine weiteren Kinder da, weder bei mir noch bei meiner ehem. Freundin.

Sie behauptet, daß ich die Kita, die immerhin ca. 350 € pro Monat kostet, alleine bezahlen muss. Mit der Begründung, daß sie dadurch die Möglichkeit hat, arbeiten zu gehen und ich deshalb für sie keinen Unterhalt bezahlen muss.

Ich zahle für meinen Sohn
monatlich 335 € (DT) - 77 € (halbes Kindergeld) + 350 € (Kita), also ca. 608 €.

Jetzt meine Fragen:
1. Ist die Aussage, dass der Vater des Kindes die Kita alleine zahlen muss, richtig?
2. Was ist wenn das Kind 3 Jahre alt wird, ändert sich dann etwas am Sachverhalt?

Ich bedanke mich für die korrekte Beantwortung.

Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne beantworte ich ihre Anfrage wie folgt :

zu 1.)
Es ist zu beachten, dass der Elternteil der die Betreuung des Kindes unternimmt seine Unterhaltspflicht mit der Betreuung und Verpflegung des Kindes erfüllt und grundsätzlich keinen weiteren Barunterhalt an sein Kind schuldet. Der andere Elternteil bei dem das Kind nicht lebt schuldet dem gegenüber den vollen Barunterhalt. Der Beitrag zur Kindertagesgruppe gehört zum Zusatzbedarf (Mehr-/ oder Sonderbedarf) und ist entweder von Ihnen oder von beiden Eltern anteilig zu tragen doch ist zu beachten;

da die Kindesmutter die Kindergruppe tatsächlich nutzt um für sich selbst zu sorgen, entfällt tatsächlich für Sie das Risiko der Unterhaltspflicht an die Kindesmutter und somit ist daher die bisherige Konstellation eher als für Sie sinnvoll einzuschätzen.

zu 2.)
Eventuell bekommt das Kind mit 3 Jahren die Möglichkeit für einen kostengünstigeren Kindergartenplatz. Dies sollte abgeklärt werden, da ein privater Tagesplatz wesentlich teuerer ist, eventuell lassen sich hier schon die Kosten spürbar senken.

Viel wichtier ist aber, das die nicht verheiratete Mutter des Kindes gemäß § 1615 l BGB grundsätzlich nur bis zu 3 Jahre nach der Geburt einen Unterhaltsanspruch gegen den Kindesvater hat. Es gitb davon zwar Ausnahmen, doch können Sie unter normalen Umständen davon ausgehen das die Mutter nach dem 3. Geburtstag wahrscheinlich nicht mehr mit der Unterhaltspflicht argumentieren kann.

Insoweit können Sie zumindest für die Zeit nach dem 3. Geburtstag damit argumentieren, dass der von ihnen gezahlte Regelunterhalt die Kosten eines Kindergarten regelmässig mitabdeckt und Sie somit nicht mehr für die erheblichen Zusatzkosten aufkommen wollen.


Bitte haben Sie dafür Verständnis das im Rahmen dieser Erstberatungsplattform nur eine erste Einschätzung ihrer Anfrage möglich ist und insbesondere das Hinzukommen bisher nicht genannter Umstände zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen können.

Ich hoffe Ihnen geholfen haben zu können und stehe Ihnen über die Nachfragefunktion,per Mail oder telefonisch bei Rückfragen zur Verfügung.
Sollten Sie an einer Beauftragung interessiert sein, kann ich Ihnen anbieten das Beratungshonorar dieser Plattform auf eine weitergehende Beauftragung anzurechnen.



Mit freundlichen Grüßen


Holger Hafer
(Rechtsanwalt)

Ergänzung vom Anwalt 24.05.2008 | 21:19

Ich möchte aber noch betonen das gemäß § 1615 l BGB auch nach drei Jahren eine Unterhaltspflicht in Betracht kommen KANN, so das es dsa beste ist mit der Kindesmutter zu versuchen eine Aufteilung der Kosten zu vereinbaren.

Wie der Wortlaut von § 1615 l BGB zeigt, ist für die Frage wie lang nach den 3 Jahren noch weiter Unterhalt an die Kindesmutter zu gewähren ist immer eine Einzelfallprüfung notwendig, dies kann über diese Plattform nicht "von weitem" abgeschätzt werden.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 90319 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Schnelle Antwort, auch bei der Nachfrage, alles beantwortet! Super ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnell und gut ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
alles gut ...
FRAGESTELLER