Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Berechnung Kindesunterhalt, wer ist dafür zuständig?

| 13.08.2008 17:40 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Guten Tag sehr geehrte Damen und Herren,

meine Frau hat sich von mir vor kurzem getrennt, jetzt geht es um die Berechnung des Kindesunterhaltes.
Unsere Tochter ist 1 Jahr alt. Hierzu habe ich folgende Fragen:

1) Wer ist für die offizielle/amtliche/rechtskräftige Berechnung des Kindesunterhalts zuständig ?(Jugendamt, Rechtsanwalt,......)

2) mein Monatliches Nettoeinkommen liegt bei 1490 EUR, wobei hierin 100 EUR Entgeltumwandlung (Pensionskasse) bereits enthalten sind, hätte ich dies nicht, würde mein Einkommen über der grenze von 1500 EUR liegen. Wieviel Kindesunterhalt muss ich dann bezahlen.

3) In wiefern sind bei der Berechnung das Weihnachtsgeld zu Berücksichtigen, es ist noch nicht bekannt wieviel ich hier tatsächlich bekomme und wenn nur der Bruttobetrag. das Netto weis ich somit nicht.

4) Ich habe desweiteren einen Nebenjob, welcher nur zeitweise ausgeübt wird und daher das gehalt unterschiedlich ist oder es auch Monate ohne Einkünfte durch den Nebenjob gibt. Wird dieser Berücksichtigt.

Gibt es weitere Punkte die bei der Berechnung des Kindesunterhalts zu berücksichtigen sind?

Mit freundlichen Grüßen



-- Einsatz geändert am 13.08.2008 17:51:20

Sehr geehrter Ratsuchender,

1.) die Berechnung des Unterhaltes kann vom Jugendamt oder auch von einem Rechtsanwalt vorgenommen werden. Rechtskräftig ist das Ergebnis der Berechnung aber erst dann, wenn Sie das Ergebnis außergerichtlich ausdrücklich anerkennen, was Sie auch beim Jugendamt oder bei einm Notar machen können oder wenn ein Gericht über den Anspruch entscheidet und ein Rechtsmittel gegen diese Entscheidung nicht mehr möglich ist.

2.) bei einem Einkommen von unter 1.500,00 EUR beträgt der Kindesunterhalt 202,00 EUR, wobei das Kindergeld bereits hälftig berücksichtigt ist. Sind Sie aber nur dem Kind zum UNterhalt verpflichtet wird hier eine Höherstufung in Betracht kommen, so dass der Anspruch bei der Höherstufung um eine Stufe 216,00 EUR beträgt.

Dieses Ergebnis folgt nur aus dem genannten Einkommen in Höhe von 1.490,00 EUR. Er wird, wie Sie den Antworten zu 3) und 4) entnehmen können, voraussichtlich höher sein.

3) und 4) ein Unterhaltsanspruch wird grundsätzlich nach dem bereinigten durchschnittlichen Einkommen der letzten 12 Monate berechnet. Insofern werden bei dieser Berechnung zum einen das Weihnachtsgeld berücksichtigt, als auch Ihre Nebenbeschäftigung. Haben Sie auch im letzten Jahr schon ein Weihnachtsgeld erhalten, wird dieses zu Grunde gelegt. Unter Berücksichtigung von 12 Monaten wird dann ein durchschnittliches Einkommen errechnet. Dieses ist dann Grundlage. Dieses Einkommen wird voraussichtlich höher als die genannten 1.490,00 EUR sein, so dass der Kindesunterhalt bei einer Höherstufung auch 230,00 EUR betragen kann.

Von diesem dann errechneten Einkommen wird die Berufspauschale in Abzug gebracht. Unter Umständen werden auch Abzüge für bestehende Verbindlichkeiten in Betracht kommen können. Sie werden daher unter Berücksichtigung der geannnten Punkte eine eingehende Berechnung vornehmen lassen müssen, damit eine klare Aussage zum Unterhalt vorgenommen werden kann.

Hinsichtlich des Kindesunterhaltes trifft Sie eine gesteigerte Unterhaltspflicht. Sie können also auch nicht ohne weiteres Ihre Nebentätigkeit aufgeben.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 14.08.2008 | 17:17

Vielen dank für Ihre ausführliche Antwort,
bei mir ist es so das ich die letzten 12 Monate die Stkl. 3 hatte und somit ein höheres Nettoeinkommen hatte als jetzt, da ich nun in Stkl. 4 wechselte und deutlich weniger verdiene, das ist somit dann mein problem oder hat dies auf die Berechnung ebenfall1s Einfluss? Desweiteren habe ich letztes jahr insgesamt 14 monatsgehälter erhalten und dieses jahr werden es nur 13 sein, also auch mein problem?
Der Nebenjob ist folgedessen auch zu meinem Nachteil da ich Genau gesagt Vertretungsweise immer mal wieder zeitung morgens austrage, dabeu kann es sein das ich im monat mal 150 EUR habe oder auch mal wieder 3 Monate nichts, somit eigentlich kein nachhaltiges Einkommen mit dem ich für die Zukunft rechnen kann.

Ich denke das ich das Jugendamt als neutrale Stelle mit der Berechnung des Kindesunterhalts kontaktieren werde.
Mit freundlichen Grüßen und Vielen dank.

Markus Matzkeit

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.08.2008 | 19:58

Sehr geehrter Ratsuchender,

ist bereits der Steuerklassenwechsel eingetreten, wird mit dem geringeren Einkommen gerechnet. Ebenso mit der Einkommenminderung durch den Wegfall eines Monatseinkommens. Dieses müssen Sie sich aber durch den Arbeitgeber bestätigen lassen. Da der Bruttobetrag des Weihnachtsgeldes bekannt ist, kann auch das Nettoeinkommen berechnet werden.

Hinsichtlich der Nebenbeschäftigung verbleibt es bei meinen Ausführungen. Dieses Einkommen wird auf 12 Monate gerechnet in die Berechnung einfließen. Nach Ihrer eigenen Schilderung verfügen Sie zumindest in regelmäßigen Abständen über dieses Einkommen.

Bei dem Gespräch mit dem Jugendamt sollten Sie aber nachfragen, ob Ihre Frau dieses ebenfalls wegen der Unterhaltsfrage kontaktiert hat. In diesem Fall kann es Schwierigkeiten mit der "Neutralität" geben. Sie sollten zumindest die Berechnung des Jugendamtes durch einen Rechtsanwalt überprüfen lassen, ohne dass dieser zunächst nach außen tätig wird.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers |

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank. Verständlich geantwortet auch für einen Laien"
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70134 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Ich wollte eine grobe und unabhängige Meinung zum ausgestellen Arbeitszeugnis, dass ich erhalten habe. Die Hinweise und Bewertung ist für mich absolut nachvollziehbar. Die Empfehlung keine weiteren rechtlichen Schritte einzugehen ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Danke für die hervorragende Antwort und Beratung, die in diesem Rahmen möglich ist. Sie war sehr ausführlich, verständlich und prompt. Wäre die Anwältin in meiner Nähe, wäre ich sofort ihre Mandantin. Für alle Bewertungen sehr ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Frage direkt und verständlich beantwortet. ...
FRAGESTELLER