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Berechnung Kindesunterhalt, Vater selbständig, Kind 6 von 14 Tagen beim Vater

04.03.2013 23:20 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Ich benötige eine verlässliche Berechnung des Kindesunterhaltes den ich für meinen siebenjährigen Sohn zahlen muss.

Da ich selbständig bin, stellt sich als erstes die Frage wie genau mein Gehalt/Nettoverdienst bestimmt wird, bzw. welche Jahre dabei zugrunde gelegt werden. Mein Umsatz und Gewinn schwankt von Jahr zu Jahr sehr stark. Mein Steuerberater hat meinen Nettoverdienst für 2011 und 2010 so berechnet, dass er meine Lebens-/Renten-/Krankversicherungen vom Umsatz abgezogen hat, und vom verbliebenen Gewinn die Lohnsteuer berechnet und abgezogen hat. Ist das korrekt? Für 2012 habe ich meine Steuerunterlsgen gerad erst zum Steuerberater geschickt.

Wie wird das Kindergeld angerechnet?

MeinSohn ist nach der Schule in einem Kinderhort. Muss ich diese Kosten zur Hälfte übernehmen?

Aktuell ist mein Sohn immer im Wechseln 6 Tage bei mir und dann 8 Tage bei seiner Mutter. Gibt es dadurch rechtlich irgendwelche Möglichkeiten, den Unterhalt zu reduzieren?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:


Bei Selbstständigen ist vom Durchschnittseinkommen der letzten 3 Jahre auszugehen, wobei es auf den Gewinn ankommt. Dies sehen auch die Leitlinien des OLG München vor, in dessen Bezirk Sie leben. Die steuerliche Betrachtung kann unterhaltsrechtlich überprüft und geändert werden. Die Berechnung Ihres Steuerberaters ist nicht richtig. Es ist zunächst der Gewinn zu ermitteln, wobei es hier auch auf diverse Details wie etwa Abschreibungen ankommt. Nicht alles, was steuerrechtlich möglich ist, wird beim Unterhalt akzeptiert. Vom Gewinn sind die Steuern abzuziehen. Von dieser Summe, Ihrem "Netto" sind noch die Beiträge für Renten- und Krankenversicherung abzuziehen. Auch die Lebensversicherung kann abgezogen werden, aber nur bis zur Grenze von 4 % des Jahresbruttoeinkommens. Es zählen die letzten drei Jahre, falls 2012 nicht vorliegt, wären dies 2009 bis 2011. Das Kindergeld wird hälftig auf den Tabellenunterhalt angerechnet, die Zahlbeträge in der Düsseldorfer Tabelle berücksichtigen das bereits.

Kinderbetreuungskosten in einer Einrichtung sind nach der Rechtsprechung des BGH nicht in den Tabellenbeträgen enthalten, sondern Mehrbedarf. Für diesen haften Sie anteilig neben der Kindesmutter nach der Quote Ihrer Leistungsfähigkeit. Man kann also nicht pauschal sagen, dass Sie die "Hälfte" zahlen müssen.

Es kommt bei der Wechselbetreuung auf alle Umstände des Einzelfalles an. Der BGH geht nicht von einem Wechselmodell aus, wenn der Schwerpunkt der Betreuung bei einem Elternteil liegt. Die Verteilung 2/3 zu 1/3 reicht nicht. In Ihrem Fall kommt man dem echten Wechselmodell aber nahe. Man wird daher durchaus eine Absenkung oder Quotenhaftung in Ihrem Fall prüfen müssen.

Anhand der Informationen kann man hier aber keine entgütige Einschätzung treffen. Man muss dann auch das Einkommen der Mutter kennen. Generell muss man zunächst Ihr Einkommen richtig ermitteln.

Allein das ist häufig schwierig. Ohne anwaltliche Hilfe, werden Sie in dieser Sache sicher nicht auskommen.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

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