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Berechnung Gegenstandswert


06.12.2005 10:16 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm




Nach einer fristgerechten Kündigung habe ich von einem Anwalt die Unterlagen (Kündigung und Abwicklungsvereinbarung) durchsehen lassen.

Mit dem Arbeitgeber habe ich mich danach ohne Arbeitsgericht geeinigt, obwohl mein Anwalt mich dazu überreden wollte, vors Arbeitsgericht zu gehen.

Die Beratung hat etwa 60 Minuten gedauert und es kamen noch 2 Anrufe und max. 2 kurze Nachfragen per E-Mail hinzu.

Ein Schreiben an den Arbeitgeber wurde vom Anwalt nicht verfasst.

Danach kam die Rechunung des Anwalts:

Beratungsgebühr Nr. 2100 VV RVG 0,8 => 420,80 Euro
+ 16 % Umsatzsteuer

Abgerechnet wurde nach dem Gegenstandswert, der lt. Rechnung 10.500 Euro (3 x 3.500) beträgt.

Nun meine Frage:

Ist das eine realistische Rechnung für eine einstündige Beratung ? Wie berechnet sich der Gegenstandswert bei einer solchen Beratung, wenn wir von 3.500 Euro Netto ausgehen und von einer Abfindung in Höhe von X ?

Über eine Beantwortung würde ich mich sehr freuen.

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Die Beratungsgebühr besteht für den mündlichen Rat und beträgt 0,1 bis 1,0 einer (im RVG festgesetzten) Gebühr. Diese Gebühr ist vom Gegenstandswert abhängig. Der Gegenstandswert bemisst sich bei der Beratung über den Bestand des Arbeitsrechtsverhältnisses nach Ihrem Quartalsverdienst (ist wegen Weihnachtsgelt u.ä. regelm. mehr, als der dreifache Monatsverdienst). Entscheidend ist übrigens der Bruttoverdienst. Unberücksichtigt für die Höhe des Gegenstandswertes bleibt die Höhe der Abfindung. Bei einem Gegenstandswert von 10.500,00 EUR beträgt eine 0,8-Gebühr 420,80 EUR zzgl. Mehrwertsteuer. Der Ansatz von 0,8 ist für eine Angelegenheit vorgesehen, die mittelschwer oder umfangreich ist (es sind aber auch die Vermögensverhältnisses des Auftraggebers zu berücksichtigen).

Die Begrenzung auf 190,00 EUR für die Erstberatung eines Verbrauchers fällt bei Ihnen weg, da weiterer Telefonate bzw. weiterer E-Mail-Kontakt stattfand.

Ich gehe deshalb davon aus, dass der Kostenansatz des Kollegen nicht zu beanstanden ist.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion gerne zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

Markus A. Timm
-Rechtsanwalt-
Timm@Rae-Linden.de
www.Rae-Linden.de

Nachfrage vom Fragesteller 06.12.2005 | 11:13


Sehr geehrter Herr Timm,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

3.500 brutto meinte ich natürlich, nicht netto ;-)

> Der Ansatz von 0,8 ist für eine Angelegenheit
> vorgesehen, die mittelschwer oder umfangreich ist

Ich hatte schon ein paar Monate zuvor mit dem gleichen Anwalt über eine möglicherweise bevorstehende Kündigung gesprochen und mich von ihm im Rahmen einer Ertberatung beraten lassen, auf was ich im Kündigungsfall achten muss.

Von daher waren ihm (und mir) alle Faken bekannt.

Der Anwalt sollte nur noch einen abschließenden Blick auf die Papiere (Kündigung und Abwicklungsvereinbarung) werfen. Er musste nichts recherchieren.

Ist das denn wirklich schon als mittelschwer oder umfangreich einzustufen ?


Mit freundlichen Grüssen
Ein Ratsuchender

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.12.2005 | 11:59

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zum Einen hat ein einstündiges Beratungsgespräch stattgefunden. Und dann gab es weitere Gespräche. Es ist letztlich schwer, den Schwierigkeitsgrad und den Umfang genau zu bestimmen bzw. hier eine Prognose für eine mögliche Gerichtsentscheidung zu geben.

Interessant wäre, ob der Kollege für die Erstberatung bereits eine Rechnung gestellt hat. Wenn es sich bei der wenige Monate später erfolgenden Beratung um die gleiche Angelegenheit handeln würde (wovon ich ausgehe), wäre eine erneute Gebühr (nicht dagegen eine Gebührenerhöhung) nicht zulässig. Zumindest wäre der Ansatz von 0,8 dann besonders zu begründen. Dies sollten Sie sich von Ihrem Rechtsanwalt erklären lassen.

Mit freundlichem Gruß

Markus A. Timm
-Rechtsanwalt-
Timm@Rae-Linden.de
www.Rae-Linden.de

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