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Berechnung Ausbildungsunterhalt volljähriges Kind

| 27.06.2012 06:38 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Guten Tag,

folgenden Sachverhalt im Zusammenhang mit zu zahlendem Ausbildungsunterhalt für ein volljähriges Kind (Ich bin geschieden, das Kind lebt bei seiner Mutter) das sich in Ausbildung (Fachoberschule) befindet bitte ich zu klären:

Ich bin Besitzer einer selbstgenutzten Eigentumswohnung. Nach Volljährigkeit und Abnabelung des Kindes will ich an meinen Heimatort zurückziehen und habe aus diesem Grunde dort eine neue Eigentumswohnung gekauft. Das Haus wird erst im Sommer 2013 fertiggestellt sein, die Wohnung kann also auch erst ab 2013 genutzt werden. Die bisher genutzte Wohnung wird später zur Finanzierung der neuen Wohnung verkauft werden.

Da die Mietersparnis bei selbstgenutztem Wohneigentum als Einkommen angerechnet wird, müssten nach meinem Verständnis auch alle mit der Anschaffung des Wohneigentums verbundenen Kosten einkommensmindernd betrachtet werden.

Können die Kosten für
den Notar
die Grunderwerbsteuer,
die Grundschuldeintragung
die Auflassungsvormerkung
als einkommensmindern angesetzt werden? Wenn ja, in welcher Höhe? Die Kosten sind im Jahr 2012 entstanden, für welches Jahr sind sie anzusetzen und auf welchen Zeitraum (evtl. mehrere Jahre) sind sie zu verteilen? Die Nutzung beginnt ja erst in 2013.

Können nur die anfallenden Darlehenszinsen oder auch die Tilgung des Darlehens als Einkommensmindernd angesetzt werden? Ich habe gehört, dass dies bei Volljährigen Kinder anders gehandhabt wird als bei minderjährigen, wo nur die Zinsen berücksichtigt werden können.

Vielen Dank.

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Anschaffungskosten können nicht einkommensmindernd in Anrechung gebracht werden.

Der Hintergrund ist die im Zusammenhang mit dem Erwerb von Wohnungseigentum stehende Vermögensbildung. Diese Vermögensbildung dient allein dem Vorteil des Eigentümers; in diesem Falle Ihnen.

Dann können Sie aber die Anschaffungskosten nicht in die Berechnung einfließen lassen.

Zu verweisen ist in diesem Zusammenhang auch auf die unterhaltsrechtlichen Leitlinien des für Ihren Wohnort zuständigen Oberlandesgerichts. Ein Abzug von Anschaffungskosten im Rahmen von Vermögensbildung ist nicht vorgesehen und würde auch den Grundsätzen des Unterhaltsrechts widersprechen. Vermögensbildung soll nicht auf Kosten des Unterhaltsberechtigten möglich sein.

Die Tilgunmgsleistungen sind nach wie vor nicht einkommensmindernd anzurechnen. Dieses hat ebenfalls seinen Grund darin, dass Vermögensbildung nicht zu Lasten eines Unterhaltsberechtigten gehen soll. Das gilt auch für den Ausbildungsunterhalt.

Bei den Tilgungsleistungen besteht aber noch die Möglichkeit einr indirekte Anrechung über die Altervorsorge.

Sofern, wie nach meinem Dafürhalten, die Tilgungsleistungen unberücksichtigt bleiben, können sie aber als angemessene Altersvorsorge berücksichtigt werden. Diese wird in Höhe von 4% des Jahrebruttoeinkommens zugebilligt. Sofern dieser Betrag noch nicht durch anderweitige Vorsorgemodelle ausgeschöpft wird, kann er hier bei den Tilgungsleistungen angesetzt werden.

Dieses bietet zumindest die Möglichkeit einen Teil in die Berechnung einfließen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2

26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

Bewertung des Fragestellers 27.06.2012 | 09:11

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