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Berechnung Arbeitslosengeld gem. §136 SGB III

05.05.2018 13:23 |
Preis: 30,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.


Ich war seit September 2016 bis Dezember 2017 langzeitkrank (Burn-Out). Seit Januar 2018 bin ich wieder gesund geschrieben worden. Zum 01.04.2018 wurde über meine Firma das Insolvenzverfahren eröffnet. Mit Post vom Insolvenzverwalter (IV) per 05.04.2018 wurde ich (und mit mir alle Mitarbeiter unserer Firma) unwiderruflich freigestellt )und ich habe mich am nächsten Tag umgehend beim AA gemeldet. Zum 30.04.2018 bekam ich dann vom IV erwartungsgemäß meine Kündigung zum 31.07.2018.
Meine Frage: Ich bekam heute Post vom AA mit der Berechnung meines AL Geldes und musste feststellen, dass als Grundlage mein Krankengeld aus 2017 angesetzt wurde. Somit werde ich zweifach benachteiligt, einmal durch das ja schon eh geringere Krankengeld und nun auch noch über das erheblich niedrigere AL-Geld ! Kann das denn tatsächlich rechtens sein oder kann ich mich dagegen wehren (Widerspruch einlegen).

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Höhe des Arbeitslosengeldes richtet sich nach dem Gehalt der letzten zwölf Monate vor der Arbeitslosigkeit. Hat der Arbeitslose -wie in Ihrem Fall-im vergangenen Jahr nicht mindestens 150 Tage (Bemessungszeitraum) sozialversicherungspflichtig gearbeitet, wird der so genannte Bemessungsrahmen auf zwei Jahre ausgedehnt. Kommen auch in diesem Zeitraum keine 150 Tage mit versicherungspflichtiger Tätigkeit zusammen, was bei Ihnen aufgrund des Krankengeldbezuges der Fall ist, nimmt man ein fiktives Gehalt als Berechnungsgrundlage. Daher ist es nicht rechtmäßig, wenn bei Ihnen das Krankengeld zugrunde gelegt wurde. Sie sollten in diesem Fall Widerspruch einlegen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M. (Versicherungsrecht)
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Nachfrage vom Fragesteller 07.05.2018 | 08:50

Sehr geehrter Herr RA Hauser,

vielen Dank für Ihre rasche verbindliche Antwort. Zu Ihren Ausführungen habe ich noch eine Verständnisfrage:

Wenn der Bemessungszeitraum in meinem Fall auf zwei Jahre ausgedehnt werden muss (also 01.01.2016 -31.12.2017),
dann habe ich sehr wohl die geforderten 150 Tage versicherungspflichtig gearbeitet, nämlich vom 01.01.2016 – 08.09.2016.
Muss das AA dann nicht diesen Zeitraum zur Grundlage für mein zu berechnendes ALG anwenden ?
Können Sie mir noch mitteilen, wo diese notwendige Erweiterung des Bemessungszeitraumes steht, damit ich das in meinem Widerspruch mit anführen kann ?

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.05.2018 | 13:08

Sehr geehrte Fragestellerin,

Die Erweiterung des Bemessungszeitraum finden Sie in §150 SGB III.

Wenn Sie die 150 Tage zusammen bekommen, dient dies als Bemessungsgrundlage. Legen Sie daher bitte fristgerecht Widerspruch ein.

Beste Grüße
Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt

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