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Berechnung ALG 1 nach Krankengeldzahlung

22.07.2019 12:37 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Guten Tag,

ich wurde nach 19 jährigem Arbeitsverhältnis von meinem Arbeitgeber betriebsbedingt zum 31.08.2018 gekündigt. Ich habe rechtzeitig das ALG 1 beantragt, erhielt den Bewilligungsbescheid auf Leistungsanspruch ab 1.08.2018. Noch während meines Arbeitsverhältnisses wurde ich ab 17.07.2018 arbeitsunfähig krank geschrieben.

Vom 01.08.2018 bis zum 27.02.2019 erhielt ich Krankengeld.

Am 25.07.2018 folgte der Rücknahmebescheid auf ALG mit dem Hinweis, dass das ALG während des Anspruchs auf Krankengeld ruht. Bei der Bundesagentur für Arbeit habe ich mich fristgerecht zum 28.02.2019 wieder arbeitsfähig gemeldet. Daraufhin erhielt ich zu meiner Verwunderung eine Neuberechnung. Bei der Berechnung wurden die Einkünfte der letzten 12 Monate, also 5 Monate beitragspflichtiges Arbeitsverhältnis und 7 Monate Krankengeld zu Grunde gelegt. Auf direkter und persönlicher Nachfrage beim Arbeitsamt gab es von der zuständigen Sachbearbeiterin noch einmal eine telefonische Rückfrage bei einer Kollegin und mir wurde die Richtigkeit der Neuberechnung versichert:
Der Anspruch auf ALG ruhte, aber bei der Berechnung werden die Einkünfte der letzten 12 Monate zu Grunde gelegt. Die Neuberechnung ist somit korrekt.

Nun, 5 Monate nach der ersten Zahlung des ALG 1 bleiben mir immer noch Zweifel an der Richtigkeit der Berechnung. Den Widerspruch hatte ich, wie geschildert nicht schriftlich eingereicht, da ich der Sachbearbeiterin Glauben geschenkt hatte (die muss es doch wissen!).

Nun meine Frage: Wie wird das ALG 1 nach längerem Krankengeldbezug berechnet?

Sollte sich die Berechnung als nicht richtig erweisen, kann man dann noch auf Richtigstellung und Nachzahlung hoffen? Bzw. kann man zumindest für die zukünftigen Zahlungen eine Neuberechnung fordern?

Mit freundlichen Grüßen
22.07.2019 | 20:28

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

gern beantworte ich Ihre Frage aufgrund der von Ihnen getätigten Angaben wie folgt.

Die Zeit des Bezuges von Krankengeld ist zwar eine versicherungspflichtige Zeit im Sinne des § 142 SGB III , aber das Krankengeld ist KEIN Arbeitsentgelt im Sinne des § 152 SGB III . Insoweit findet dieses keine Berücksichtigung bei der Bemessung der Höhe des Arbeitslosengeldes.

Die Höhe des Arbeitslosengeldes wird ausschließlich nach den §§ 149 ff. SGB III bemessen. Soweit in dem auf zwei Jahre erweiterten Bemessungsrahmen kein Bemessungszeitraum von 150 Tagen mit Anspruch auf Arbeitsentgelt festgestellt werden, dann wird nach § 151 SGB III fiktiv, nach sog. Qualifikationsstufen, bemessen.

Ob die vorliegend getroffene Entscheidung der Agentur für Arbeit korrekt ist kann nur anhand der der Agentur für Arbeit vorliegenden Daten (Arbeitsbescheinigung des letzten Arbeitgebers) überprüft werden.

Sie sollten hier fristwahrend (ein Monat nach Zugang des Bewilligungsbescheides!) Widerspruch erheben und eine Begründung des Widerspruches einer Akteneinsicht vorbehalten. U.U. kann mach auch nach Ablauf der Rechtsmittelfrist von einem Monat noch einen Antrag auf Überprüfung stellen, sollte sich hier herausstellen, dass die Entscheidung der Agentur für Arbeit fehlerhaft ist, bekommt man in der Regel das zu wenig gezahlte Arbeitslosengeld nachgezahlt.
Es empfiehlt sich mit dem Widerspruch oder dem Überprüfungsantrag einen Verzinsungsantrag zu stellen.

Die Beauftragung eines Anwalts in sozialrechtlichen Angelegenheiten wird idR eine Mittelgebühr in Höhe von 380,80 Euro fällig, die im Fall des Obsiegens von der Agentur für Arbeit nach § 63 SGB X übernommen werden kann.

Für den Fall meiner Beauftragung in der Sache wird Ihr hier gebotenes Entgelt auf die o.g. anfallende Gebühr angerechnet.

Ich hoffe Ihre Fragen beantwortet zu haben und verbleibe mit

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen


Rechtsanwalt Andreas Wehle

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