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Berechnung ALG 1 nach Krankengeldbezug

12.03.2019 11:25 |
Preis: 50,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Guten Tag,

ich war bis zum 31.10.18 8 Jahre lang in einem Beschäftigungsverhältnis. Bis Juni 2018 habe ich auch voll gearbeitet, seitdem dann eine AU gehabt und ab August 2018 bereits anteilig Krankengeld bezogen.
Ich habe nun die Berechnung des ALG 1 erhalten und bin verwundert. So wie es aussieht wurde der Bezug des Krankengeldes nicht berücksichtigt sondern nur der Verdienst bis Juni 2018. Ist das so richtig oder besteht eine Möglichkeit dagegen vorzugehen?
Es kann doch wirklich nicht sein, dass ich bisher mein Leben lang gearbeitet habe, jetzt auch noch dafür bestraft werde das ich krank war und somit 400€ weniger ALG 1 erhalte als ich erhofft hatte. Ich kann doch nicht mit einem Kleinkind von 700€ im Monat Leben und auch damit alle Kosten bestreiten müssen.

Mit freundlichen Grüßen
12.03.2019 | 12:05

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich wird ihr durchschnittliches Einkommen aus den letzten 12 Monaten zu Grunde gelegt , §§ 150, 151 SGB III. Sie haben bis Juni 2018 gearbeitet. Wir haben Februar 2019. Im Maßgeblichen Berechnungszeitraum ( 12 Monate, also Februar 2018 bis Februar 2019) wurde also nur von Februar bis Juni und damit unter 150 Tage Arbeitseinkommen erzielt. Der Bemessungszeitraum wird somit auf 2 Jahre erweitert. Maßgeblich ist ihr Einkommen, vor dem Krankentagegeld, die Zeit des Krangeldbezuges bleibt außer Betracht.

Sie schreiben, dass sie 8 Jahre in einem Beschäftigungsverhältnis standen. Maßgeblich ist also das Einkommen, dass sie in den 5 Monaten vor der Krankheit erzielt haben, also von Januar bis Mai 2018, weil sie ab Juni krank waren.

Sie schreiben sie haben ein Kind also beträgt das ALG I 67 % ihres letzten Netto-Einkommens. Ist dies falsch berechnet, so können sie gegen den Bescheid Widerspruch binnen einen Monats nach Zugang einlegen.

Damit ihnen sehr schnell geholfen wird, ist es wichtig, sofort zu versuchen Wohngeld und Arbeitslosengeld II ( Hartz IV) zu beantragen, denn von 700 € werden sie mit einem Kleinkind nicht klarkommen.

Wie die Behörden bei Korrektur untereinander verrechnen, kann ihnen egal sein.

Sie sollten also:

1. Prüfen, ob das Arbeitsamt 67 % ihres letzten Netto-Einkommens zahlt
2. Wenn das nicht derFall ist , in Widerspruch gehen

Unabhängig vom Ergebnis ihrer Prüfung, beantragen sie bitte sofort Wohngeld und ALG II. Hiermit kann man das ALG I aufstocken, wenn dieses nicht genügt und 700 € für 2 Personen inkl. Miete sind definitiv zu wenig. Die aufstockende Leistung ist auch wichtig für sie, falls das ALG I korrekt berechnet ist.

Sollte ihrem Widerspruch stattgegeben werden, so werden die Behörden den Bezug untereinander verrechnen. Sollte der Widerspruch abgelehnt werden, so können sie einfach weiter aufstocken.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Doreen Prochnow
(Rechtsanwältin)


Rechtsanwältin Doreen Prochnow

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