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Beratungsvertrag

02.09.2014 15:42 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Geltendmachung eines Vergütungsanspruches aufgrund einer Dienst- beziehungsweise Werkleistung und Anrechnung von ersparten Aufwendungen etc.

ich hatte mit einem Coach einen Ersttermin (Beratung: Erstellung Homepage) an einem bestimmten Tag auf 10:00 Uhr festgestezt.
Ich vergas leider rechtzeitig abzusagen nachdem mich der Coach auf den Termin am Vortag hingewiesen hatte.
Ich hörte länger (2 Monate) nichts. Jetzt kam aber eine Rechnung über 4 Std. je 80 € über den Zeitraum den er ohne meine Rücksprache "eingeplant" hatte. Zudem hatte er mir bei der Terminplanung nicht den Stundensatz von 80 € genannt.
Es handelte sich ja zunächst um ein "Erstgespräch" das vll. von 10:00 Uhr bis max. 12:00 Uhr gedauert hätte und nicht von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr. Dann ist da ja auch noch eine Mittagspause dazwischen.
Gehe ich richtig in der Annahme dass gar kein Vertrag zu Stande kam weil der Stundensatz bei Terminvereinbarung nicht erwähnt/vereinbart wurde?


Mit freundlichen Grüssen





Einsatz editiert am 02.09.2014 15:55:15

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ein Vertragsschluss wird man aller Voraussicht nach durchaus hier annehmen müssen, da bei Dienst-beziehungsweise Werkverträgen folgendes gilt:

§ 632 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) - Vergütung:
„(1) Eine Vergütung gilt als stillschweigend vereinbart, wenn die Herstellung des Werkes [Erstellung der Homepage und Vorgespräch dazu] den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu erwarten ist.

(2) Ist die Höhe der Vergütung nicht bestimmt, so ist bei dem Bestehen einer Taxe die taxmäßige Vergütung, in Ermangelung einer Taxe die übliche Vergütung als vereinbart anzusehen."

Gleiches gilt bei Dienstverträgen, § 612 BGB - Vergütung:
„(1) Eine Vergütung gilt als stillschweigend vereinbart, wenn die Dienstleistung [zumindest das Vorgespräch, das andere, die Homepage-Erstellung, ist erfolgsgerichtet und damit ein Werkvertrag] den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu erwarten ist.

(2) Ist die Höhe der Vergütung nicht bestimmt, so ist bei dem Bestehen einer Taxe die taxmäßige Vergütung, in Ermangelung einer Taxe die übliche Vergütung als vereinbart anzusehen."

Die Vergütung, die jetzt verlangt wird, wäre aber stark zu mindern:

Zunächst trägt die Darlegungs- und Beweislast die Gegenseite, was die angeblichen vier vereinbarten Stunden betrifft und Sie können einwenden, dass es nur zwei waren, mit Mittagspause.

Zudem muss die Gegenseite beweisen, dass sie aufgrund der kurzfristigen Absage von Ihnen trotzdem ein Anspruch auf die Vergütung hat und sich da nichts anrechnen lassen muss.

Das gilt sowohl bei Dienst- als auch bei Werkverträgen gleichermaßen.

Die Gegenseite müsste erst einmal vortragen, dass sie zum Beispiel andere Termine absagen musste usw.

Ich würde da vielleicht einmal 20 € anbieten, um die Sache gütlich zu einigen, da lohnt sich kaum ein Rechtsstreit.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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