Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Beratungsgebühr

07.11.2010 14:11 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Hallo, ich hatte einen Wasserschaden und die Versicherung wollte zunächst die Kosten von 172,00 Euro nicht zahlen. Ich habe dann eine Frist gesetzt, die Kosten zu übernehmen und den Schaden zu regulieren.Da dann wieder keine Regulierung kam, habe ich einen Rechtsanwalt genommen und ihn beauftragt, die Versicherung anzuschreiben, dass die Kosten übernommen werden und dass die Versicherung die nasse Wand trocknet und repariert. 2 Tage nach dem Anwaltsbesuch hat sich die Versicherung gemeldet und den Schaden anerkannt. Ich habe dann den Anwalt davon in Kenntnis gesetzt, ihn aber gebeten, die Sache noch nicht abzuschliessen, weil ich erst sehen muss, wie die Versicherung reagiert. Ich habe aber dann die weiteren Verhandlungen allein mit der Versicherung geführt, die nun alles repariert hat. Das habe ich dem Anwalt mitgeteilt und ihn gebeten, die Sache abzuschliessen.Zu meiner Verwunderung kam nun eine Rechnung über 246,00 Euro die eine Beratungsgebühr ausweist. Meines Wissens besteht nur eine Beratungsgebühr , wenn der Anwalt Dritten gegenüber nicht tätig sein soll.Es wurde mir geraten, die Rechnung zu überprüfen zu lassen, da nur eine Vertretungsgühr angefallen wäre. Ich möchte aber wissen, ob das zutrifft oder ob ich die hohe Beratungsgebühr zahlen muß.

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Anfrage kann ich Ihnen anhand Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten.

Die Beantwortung Ihrer Frage hängt entscheidend davon ab, was Sie mit dem Kollegen der Sie gegenüber der Versicherung zunächst vertreten hat, vereinbart haben, und was der Kollege unternommen hat.

Ich verstehe Ihren Sachverhalt dahingehend, dass der Kollege die Versicherung angeschrieben hat und diese sich daraufhin gemeldet hat und ihre Eintrittspflicht grundsätzlich anerkannt hat.

Wenn dies so ist, und Sie keine besondere Vereinbarung getroffen haben, ist es tatsächlich so, dass eine Beratungsgebühr auf eine sonstige mit der Beratung zusammenhängende gebührenpflichtige Tätigkeit anzurechnen ist.

Sie wird von dieser Geschäftsgebühr praktisch verdrängt.

Die anderer gebührenpflichtige Tätigkeit ist hier das verfassen und absenden des Schriftsatzes an die Versicherung.

Die Gebühr hierfür betrüge (bei einem Streitwert von 172,00 €) inklusive Auslagen und Umsatzsteuer 46,41 €.

Die Beratungsgebühr würde hier dann gar nicht anfallen.

Grundsätzlich ist es allerdings auch möglich, dass Sie mit Ihrem Anwalt vereinbart haben, dass die Beratungsgebühr in voller Höhe neben den anderen Gebühren bestehen bleibt.

Sofern Sie dies nicht getan haben, gilt das oben gesagte und die Rechnung Ihres Anwalts dürfte angesichts des Streitwerts überhöht sein.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meiner Antwort einen Einblick in die Rechtslage verschaffen konnte und verbleibe

Rückfrage vom Fragesteller 07.11.2010 | 14:42

Hallo Herr Bade, der Rechtsanwalt hat nichts unternommen, d.h. kein Schreiben an die Versicherung. Die Beauftragung des Anwalts und die Zusage der Versicherung haben sich überschnitten.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.11.2010 | 15:38

Sehr geehrte Fragestellerin,

unter diesen Umständen stellt sich die Situation für Sie bedauerlicherweise etwas anders dar.

Da der Anwalt nur mit Ihnen über den Fall gesprochen und Sie beraten hat, fällt auch eine Beratungsgebühr an.

Die Geschäftsgebühr für das Tätigwerden des Anwalts fällt nur dann an, wenn der Anwalt auch tatsächlich nach außen hin (also Dritten gegenüber tätig wird.

Die Höhe der Beratungsgebühr kann der Anwalt grundsätzlich frei festlegen, wobei für Verbraucher bei einer Erstberatung die Grenze von 190,00 € zzgl. Auslagen und Umsatzsteuer (249,90 € insgesamt) nicht überschritten werden darf.

Überprüfbar ist allerdings, ob diese Gebühr angemessen ist.

Dies wird an vielen verschiedenen Kriterien bemessen (z.B. wirtschaftliche Bedeutung für den Ratsuchenden, Dauer des Gesprächs, Komplexität der Sach- und Rechtslage, usw.).

Es kann daher von hier nicht abschließend beurteilt werden, ob die Beratungsgebühr hier der Höhe nach angemessen ist. Allerdings ist der relativ niedrige Gegenstand zumindest ein Indiz für eine zu Hohe Gebühr.

Sie sollten daher Ihren Anwalt auf jeden Fall noch einmal um Erläuterung der konlreten Gebührenhöhe bitten.

Mit freundlichen Grüßen

Bade
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 95765 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Die Antwort gab mir Bestätigung und hat mir mir weitergeholfen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Frau Birkenfeld hat prompt auf meine Frage geantwortet und ausführlich geschildert wie die Rechtslage aussieht und welche Handlungsmöglichkeiten bestehen. Selbst auf meine Rückfrage hat Frau Birkenfeld umgehend reagiert und ist ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Anwalt hat sich meinem Anliegen angenommen und dieses in kurzer Zeit gelöst. Dabei handelte es sich nicht um eine "Standardfrage". Mein Anliegen umfasste die Prüfung der allgemeinen Geschäftsbedingungen und das finden von ... ...
FRAGESTELLER