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Beratungsfehler bei Wechsel der Privaten Krankenkasse

| 6. Juni 2011 21:49 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


16:22

Sehr geehrter Damen und Herren,

ich habe zum Jahreswechsel die private Krankenkasse aufgrund einer saftigen Beitragserhöhung von gut 90 € monatlich gewechselt. Hierbei wurde ich von einem unabhängigen Versicherungsvermittler beraten und - wie ich jetzt empfinde - auch aufgrund des damals geltenden Sonderkündigungsrechts stark zu einem schnellen Entschluss gedrängt. Nun wurde ich von meiner vorherigen Krankenkasse darauf aufmerksam gemacht, dass die Beitragsrückzahlung von ca. 1400 € aufgrund meiner Leistungsfreiheit im Jahre 2010 wegen der Kündigung nicht erfolgt. Auf diesen Sachverhalt hat mich der Makler definitiv nicht hingewiesen. Als ich Ihn darauf ansprach, erwiderte dieser, der wirtschaftliche Schaden sei ja gering, da die Beiträge in der neuen PKV deutlich niedriger seien.
Mein Frage an Sie: Sehen Sie eine Chance, den mir entstandenen Schaden von dem Makler zurückzufordern?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

6. Juni 2011 | 22:25

Antwort

von


(153)
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Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage gerne wie folgt beantworten:

Eine Haftung des Maklers setzt voraus, dass er seine vertraglichen Pflichten verletzt hat und Ihnen dadurch ein Schaden entstanden ist. Der Schaden besteht hier eindeutig in der Nichtauszahlung Ihrer Beitragsrückzahlung aus dem letzten Jahr. Der Hinweis des Maklers dieser finanzielle Schaden würde durch die niedrigere Prämie ausgeglichen ist zumindest teilweise falsch, da sie bei einer ordentlichen Kündigung Ihrer alten PKV nach Auszahlung der Beitragsrückzahlung auch Beiträge gespart hätten. Eine Schadensersatzpflicht besteht für den Makler nur dann nicht, wenn er die Pflichtverletzung nicht zu vertreten hätte, was der Makler aber ggf. beweisen müsste.

In ähnlichen Konstellationen haben Gerichte oftmals ein Versäumnis der Aufklärungspflichten durch den Makler als gegeben angesehen. Grundsätzlich muss nämlich derjenige, welcher andere zu einem Wechsel berät, auch auf die drohenden Risiken eines solchen Schrittes hinweisen.

Interessant wäre es noch zu wissen, ob Sie hier schriftlich auf das sog. Beratungsprotokoll (also der Nachweis der Informations- sowie Beratungs- und Dokumentationspflicht durch den Makler) verzichtet haben, oder ob ein solches Beratungsprotokoll vorliegt.

Meine Empfehlung lautet hier einen Anwalt zu beauftragen, welcher den Makler anschreibt und die Summe als Schadensersatz gegenüber diesem geltend macht. Erfahrungsgemäß steigen die Chancen durch anwaltliches Schreiben eine Zahlung zu erreichen doch erheblich an.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 10. Juni 2011 | 00:00

Sehr geehrter Herr Kienhöfer,

vielen Dank für Ihre ausführliche und interessante Antwort. Ein Beratungsprotokoll habe ich nicht vorliegen, jedoch habe ich sicherlich nicht bewusst schriftlich auf das Beratungsprotokoll verzichtet. Ich werde Ihren Rat befolgen und die Summe mit einem anwaltlichen Schreiben zurückfordern.

Vielen Dank nochmals.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14. Juni 2011 | 16:22

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die gute Bewertung. Falls Sie keinen Rechtsanwalt vor Ort beauftragen wollen, können Sie sich in der Angelegenheit auch gerne an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10. Juni 2011 | 00:00

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