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Beratung - Ehe und mögliche Scheidung

19.09.2018 21:57 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


10:17
Vermögen:

Barvermögen: 90.000€
Immobilie – Kaufpreis: 220.000€

Schulden:

Immobilienkredite: aktuell 185.000€

Monatliche Belastung: 766€ (davon Zinsbelastung 320€ - jedes Jahr etwa 20€ weniger Zinsbelastung)

Bafögzahlungen bis Ende 2020:

Monatliche Belastung 105€

Aktueller Verdienst bei Eheschließung:
4.300€ (Firmenwagen mit Tankkarte)

Monatliche Ausgaben fix:

Immobilienkredit: 766€ (s.o.)
Nebenkosten Immobilie: 250€
Bafög bis Ende 2020: 105€
GEZ: 17,50€
Internet: 45€
Taschengeld Ehefrau: 300€
Sportstudio: 96€

Annahme:

Monatliche Ersparnis - 1.200€
Frau hat weder Vermögen noch einen Verdienst
Alle Parameter wie angegeben bleiben gleich

Fragen:

1) Wie hoch ist der Zugewinnausgleich bei einer möglichen Scheidung nach

3 Jahren
5 Jahren
10 Jahren? Bitte an einem Beispiel Rechenweg aufzeigen!

2) Welche Rechte und Pflichten ergeben sich in der Ehe und bei einer möglichen Scheidung für die Ehefrau hinsichtlich der Immobilie, welches aktuell mir gehört?
3) Welche Rechte und Pflichten ergeben für die Ehefrau, wenn ich aus meinem aktuell angespartes Vermögen eine weitere Immobilie erwerbe? In der Ehe und bei einer möglichen Scheidung?
4) Welche Rechte und Pflichten ergeben sich für die Ehefrau, wenn ich im Laufe der Zeit eine eigene Firma gründe?
5) Wie hoch ist der Unterhaltsanspruch (Annahme: Kriterien, dass ich Unterhalt zahlen muss sind erfüllt) im Trennungsjahr und nach einer möglichen Scheidung, wenn man im folgenden Zeitraum verheiratet war:
a. 3 Jahre
b. 5 Jahre
c. 10 Jahre
6) Kann man Unterhaltsansprüche rechtskonform im Ehevertrag ausschließen? Trennungsjahr und nach der Scheidung?
7) Würden Sie mir im beschriebenen Fall einen Ehevertrag empfehlen? Wenn ja, welche Sachverhalte sollten dort geklärt sein?

Ich nutze diesen Service zum ersten mal. Deshalb bin ich was dem Preis/Leistungsverhältnis angeht noch etwas skeptisch. Ich hoffe ich werde eines besseren belehrt, damit ich Folgedienste ebenfalls hierüber abfragen und kaufen kann.

19.09.2018 | 22:37

Antwort

von


(175)
Saalestraße 20
63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
Web: http://ra-krueckemeyer.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Ich fange einmal hinten an: Die Leistung dieser Plattform kann und will eine anwaltliche Beratung nicht ersetzen. Sie die t der ersten rechtlichen Orientierung und soll dem Mandanten helfen sich einen Überblick zu verschaffen.

1. Zugewinn: Es wird nur ausgeglichen was während der Ehe erworben wird. Bei einer Ersparnis von 1.200€ pro Monat entspricht dies zunächst einmal 14.400€ im Jahr. Hinzukommt der Vermögenszuwachs von ca. 766€ im Monat. Dies entspricht pro Jahr knapp 9.200€. Gesamt Vermögenszuwachs 23.600€ im Jahr. Hiervon ist die Hälfte auszugleichen, also 11.800€. Nach drei Jahren: 35.400€
Nach fünf Jahren: 59.000€
Nach 10 Jahren: 118.000€.

2. Die Ihnen gehörende Immobilie gehört weiterhin Ihnen allein. Im Falle einer Trennung/Scheidung kann Ihre Ehefrau sich die Ehewohnung zuordnen lassen wenn besondere Gründe vorliegen. Beispielsweise: Betreuung eines Kindes, schwere Krankheit oder Verfehlungen in der Ehe.

3. Eine weitere Immobilie wäre Zugewinn. Dieser ist wie oben gezeigten ausgleichspflichtig. Wenn Sie alleiniger Eigentümer sind, hat Ihre Frau keinen Anspruch auf die Immobilie, sondern muss Ihre Ansprüche in Geld geltend machen. (Dies zwingt Sie eventuell die Immobilie zu versilbern). Während der Ehe treffen Ihre Frau keine Rechte und keine Pflichten an der Immobilie.

4. Gleiche Antwort wie unter 3. Voraussetzung ist natürlich, dass hier kein Ehevertrag geschlossen wird. Bei einer vollumfänglichen privaten Haftung muss Ihre Frau nicht mit ihrem Vermögen haften.

5. Der Unterhaltsanspruch liegt dem Grunde nach bei 3/7 des bereinigten Nettoeinkommens. Allerdings muss die Ehefrau für ihren Unterhalt selbst aufkommen. Die Bezugsdauer des Unterhalts verlängert sich mit der Ehedauer, ist aber einzelfallabhängig zu bewerten, sodass hier eine Vorhersage nicht möglich ist.

6. Unterhaltsansprüche für nach der Scheidung können ausgeschlossen werden. Ein Ausschluss während der Trennung ist nicht möglich.

7. Ein Ehevertrag ist immer zu empfehlen. Wenn nur einer der Ehegatten arbeiten geht, ist besonders auf die Ausgewogenheit des Vertrages zu achten (es kann nicht einer alles bekommen). Insbesondere sollten Sie über den Ausgleich der Versorgungsansprüche (Rente) nachdenken. Sollten Sie tatsächlich eine Firma gründen empfiehlt es sich, zumindest für die Firma, einen Zugewinnausgleich auszuschließen. Ansonsten kann wie Scheidung leicht zur Zerschlagung der Firma führen.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutze. Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 22.09.2018 | 10:05

Hallo Herr Krueckemeyer,

zu 1+2+3) Kann man als Beispiel im Ehevertrag ausschließen, dass der Zugewinn aus der Immobilie ausgeschlossen wird und dass sich der Ehepartner die Immobilie aus welchen Gründen auch immer zuordnen lassen kann? Die Ersparnisse können jedoch in den Zugewinnausgleich. Wenn das so geregelt wird, hat der Ehepartner ein Bestimmungsrecht wie man die Ersparnisse investiert (Bsp. Aktienanlage oder Sondertilgung der vom Zugewinn ausgeschossenen Immobilie)?

zu 5) Welche Kosten sind abzugsfähig, um das bereinigte Nettoeinkommen zu erhalten? Zählen als Beispiel die Immobilienrate von 766€ und die Nebenkosten iHv. 250€?


MFG


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.09.2018 | 10:17

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

1-3. Die Immobilie kann vom Zugewinn ausgeschlossen werden. (Dann werden allerdings auch die Investitionen in die Immobilie ausgeschlossen). Eine Einigung über die Verwendung von Ersparnissen kann nicht notariell geschlossen werden. Aber es steht den Eheleuten frei während der Ehe ein solches Modell zu leben.

5. Es sind eine Vielzahl von Punkten abzugsfähig. Das einfachste wäre es wenn Sie einen Blick in die "Unterhaltsrichtlinien des OLG Frankfurt" werfen würden. Da ist auf wenigen Seiten alles zusammengefasst und erklärt. (Einfach bei Google eingeben). Bei Ihrem Beispiel ist derjenige Teil abzugsfähig der zur Vermögensbildung beiträgt, allerdings nur wenn der Zugewinn nicht ausgeschlossen wird. (Also nur Tilgung, nicht die Zinsen.)

Bei weiteren Nachfragen können Sie mich via E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
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