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Beratung

| 08.02.2011 07:04 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


12:26

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich will versuchen, mich kurz zu halten. Seit 23 Jahren bin ich im Öffentlichen Dienst beschäftigt. Vor zwei Jahren bekam ich Angstzustände und Depressionen, ausgelöst durch das schlechte Arbeitsklima und -umfeld.
Während meiner langen Krankheit war ich sehr lange krankgeschrieben. In dieser Zeit haben meine Kolleginnen, die kein Verständnis für psychische Probleme haben, Unterlagen von mir verschwinden lassen usw. Geld fehlt auf einmal und es lag in meinem Schreibtisch, obwohl ich da schon wochenlang krank war. Nach längerer Zeit sah es jedenfalls so aus, als hätte ich keine Abrechnungen ordnungsgemäß gemacht usw. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bekam nach 23 Jahren tadelloser Führung die fristlose Kündigung. Da man mir überhaupt nichts nachweisen konnte, hat das Gericht beschlossen, dass es sich bei der Kündigung lediglich um eine Verdachtskündigung handelt. Beim Gütetermin wurde dann vereinbart, dass ich eine fristgerechte Kündigung bekommen sollte sowie ein wohlwollendes Zeugnis. Dieses hat mein Arbeitgeber bestätigt. Da ich ja nach wie vor krank bin, muss mein Arbeitgeber ja auch kein Gehalt zahlen.

Meine eigentliche Frage wäre ja nun, was ich tun muss, wenn ich mich bewerben will? Ich habe jetzt überwiegend Bewerbungen an Firmen in anderen Städten geschickt. Bis zum 31.03. bin ich noch bei meinem Arbeitgeber beschäftigt. Als Grund für eine neue Bewerbung habe ich immer meinen Mann vorgeschoben, der als Soldat in eine andere Stadt versetzt wird.

1. Geht aus meinem Zeugnis hervor, dass man mir gekündigung hat?

2. Wenn ja, was kann ich denn als Begründung für die Kündigung nennen?

3. Was würde mein Arbeitgeber sagen, wenn ein neuer Arbeitgeber Erkundigungen über mich einholt (oder gibt es so etwas nicht)?.

Vielen Dank für die Antworten.

Mfg
Anja Mertens

08.02.2011 | 07:11

Antwort

von


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Guten Morgen,

ich beantworte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt:

Sie haben in einem gerichtlichen Vergleich vereinbart, dass das Arbeitsverhältnis aufgrund fristgerechter arbeitgeberseitiger Kündigung endet.

In einem Zeugnis darf auch nur dieser Hinweis enthalten sein; irgend ein weitergehender Hinweis auf die ursprüngliche fristlose Kündigung darf nicht enthalten sein. Das würde gegen den Grundsatz des Wohlwollens verstoßen.

Die fristgerechte Kündigung geschah betriebsbedingt. Das können Sie erwähnen.

Was Ihr derzeitiger Arbeitgeber mündlich gegenüber einem neuen Arbeitgeber sagt, kann ich nicht wissen. Er darf natürlich auch in einem solchen Gespräch die ursprüngliche fristlose Kündigung nicht erwähnen. Dass er es ggf. gleichwohl tut, werden Sie kaum wirksam verhindern können.
Können Sie es beweisen, besteht natürlich die Möglichkeit, ihn zur Unterlassung aufzufordern.

Da er jedoch der vom Gericht vorgeschlagenen Regelung zugestimmt hat, ist ein Sie schädigendes Verhalten eher nicht zu erwarten.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 08.02.2011 | 12:10

Vielen Dank für Ihre Einschätzung. Ich gehe persönlich davon aus, dass mein Arbeitgeber mir keine Steine in den Weg legen wird.

Ist es denn realistisch, wenn ich meine Krankheit als Begründung für die Kündigung nenne? Dass man sagen kann, dass mich meine Stelle krank gemacht hat und ich dort nicht wieder zurück kann, das hat sogar mein Neurologe und der Medizinische Dienst der Krankenkasse gesagt und dass man mir nichts anderes anbieten konnte? Hört sich etwas schwammig an, aber ich gehe davon aus, dass ich in den nächsten Wochen Vorstellungsgespräche habe und ich bin wirklich sehr unsicher, was das betrifft.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 08.02.2011 | 12:26

Da eine fristgerechte Kündigung von Ihrem Arbeitgeber vorliegt, brauchen Sie sich überhaupt nicht zu rechtfertigen. Sie können sagen, dass der Arbeitgeber Ihnen aus betriebsbedingten Gründen gekündigt hat. Mehr nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 08.02.2011 | 14:13

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