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Beratung

| 07.08.2010 09:53 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Tag,
meine Frage bezieht sich auf eine Erbengemeinschaft (7) und einen Pflichtteilserben. Formalitäten wurden alle geklärt, ein Miterbe hat Vollmachten bekommen um alle anderen Miterben in Bankangelegenheiten zu vertreten. Das Geld wurde an alle zu gleichen Teilen ausgezahlt. Nun meine Frage, muß der Pflichtteilserbe seinen Pflichtteil von jedem Miterben einzeln einfordern oder kann er verlangen das der bevollmächtigte Miterbe sich um die Auszahlung kümmern muß?? Im Testament wurde der Pflichtteilserbe ja aus der Erbengemeinschaft aussgeschlossen demnach müsste er sich auch um seine Angelegenheiten allein kümmern..oder?!
mfG

07.08.2010 | 10:22

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes und Ihres Einsatzes wie folgt:

Die Pflichtteilslast trifft d i e Erben, im Falle einer Erbengemeinschaft haften die Mitglieder der Erbengemeinschaft gem. §§ 2058 ff. BGB im Verhältnis zum Pflichteilsberechtigten als Gesamtschuldner gem. 421 ff. BGB.

In der Folge kann sich der Pflichtteilsberechtigte aussuchen, ob er gegen alle Mitglieder der Erbengemeinschaft (EG) vorgeht, er kann sich aber auch ein Mitglied aus der EG heraussuchen, dasihm evtl. als am zahlungskräftigsten erscheint o. ä. und seinen g a n z e n
Pflichtteilsanspruch von nur einem Mitglied der EG fordern.

In diesem Falle hat das aus der EG in Anspruch genommene Mitglied gegen die übrigen Miterben einen Ausgleichsanspruch. Derjenige, der aus der Erbengemeinschaft von dem Pflichtteilsberechtigten in Anspruch genommen wurde und dann diesen Anspruch auch durch Zahlung erfüllt hat, ist dann gehalten von den anderen Miterben deren Anteil an der Pflichtteilslast wieder einzutreiben.

Die Bevollmächtigung eines Mitglieds der EG muss den Pflichtteilsberechtigten also nicht interessieren unabhängig davon wie die Bevollmächtigung aussieht, ob sie wie hier wohl nur auf Bankgeschäfte beschränkt ist oder eine Vertretung der EG insgesamt gewollt ist.

Es ist natürlich die Aufgabe des Pflichtteilsberechtigten seinen Pflichtteil gegenüber der EG oder einem Mitglied der EG geltend zu machen. Aus der Bevollmächtigung eines EG Mitgliedes für Bankgeschäfte ergibt sich auch insoweit für den Pflichtteilsberechtigten selbst nichts. Der Bevollmächtigte muss sich also auch nicht aufgrund der Bevollmächtigung von sich aus um die Auszahlung des Pflichtteils kümmern, wenn er nicht von dem Pflichtteilsberechtigten zur Zahlung aufgefordert wurde.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.


Rechtsanwalt Jörg Braun, Dipl.-Jur.
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

Bewertung des Fragestellers 15.08.2010 | 14:14

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