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Beratervertrag für einen Geschäftsführer einer GmbH

04.05.2008 16:36 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von


11:56

Mein Bekannter hat mit seinem Bruder gemeinschaftlich eine GmbH. Er hat 66,66 % und der Bruder 33,33 % Geschäftsanteile. Mein Bekannter ist Geschäftsführer mit einem Beratervertrag, also nicht sozialversicherungspflichtig angestellt. Nun trete ich als dritter Gesellschafter in die Gesellschaft ein, so dass jeder ein Drittel der GA hat. Mein Bekannter soll Geschäftsführer bleiben und zwar MIT BERATERVERTRAG. Er meint, dass das nicht ginge, da er bei weniger als die Stimmmehrheit automatisch als Angestellter arbeiten müsste. Er meint weiterhin, dass er falls er nur ein Drittel der Stimmen hat, ein "VETORECHT" haben müssen, wonach er jede Gesellschafterentscheidung kippen könne. Ist das so richtig und wie kann man einen Beratervertrag unter diesen Umständen machen, ohne das der Fiskus diesen beanstandet?
Anmerken möchte ich noch folgendes: Der Bruder meines Bekannten, also der andere Gesellschafter, hat einen Beratervertrag mit der besagten GmbH. Bei der Rechnungslegung des monatlichen Honorars legt er eine Liste seiner erbrachten Leistungen bei. Lt. seinem Steuerbarater reicht das in seinem Fall aus, jedoch weniger im Falle meines Bekannten, weil er ja Geschäftsführer ist!? Danke für Ihre Mühe.

04.05.2008 | 17:03

Antwort

von


(139)
Nördliche Auffahrtsallee 65
80638 München
Tel: 089 / 550 559 45
Web: http://www.ra-manfredbinder.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben und der Höhe Ihres Einsatzes wie folgt beantworte.

Die Bestellung zum Geschäftsführer ist unabhängig vom Bestehen eines Anstellungsvertrages oder eines Beratervertrages. Sowohl der Beratervertrag als auch der Anstellungsvertrag bestimmen allein das Innenverhältnis zwischen der GmbH und dem Geschäftsführer.
Ein „Vetorecht“ im Rahmen seiner Gesellschafterstellung muss ihm dabei nicht eingeräumt werden.
Entscheidend für die steuerrechtliche Anerkennung eines Beratervertrages setzt voraus, dass der Vertrag zivilrechtlich wirksam zustande gekommen ist und inhaltlich dem zwischen Fremden Üblichen entspricht und so auch durchgeführt wird, (Fremdvergleich).
Maßgebend für die Beurteilung ist die Gesamtheit der objektiven Gegebenheiten.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in Ihrer Angelegenheit weiterhelfen konnte. Bei Unklarheiten verweise ich auf die kostenlose Nachfrageoption. Sofern Sie eine weitergehende Beratung wünschen, können Sie sich gerne im Rahmen einer Mandatserteilung an mich wenden.


Mit freundlichen Grüßen

Manfred A. Binder
Rechtsanwalt

Tel: 089 550 559 45
Fax: 089 550 559 46
info@ra-manfredbinder.de

Ich darf schließlich noch auf Folgendes hinweisen:
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.



Rückfrage vom Fragesteller 04.05.2008 | 17:09

Danke für die schnelle und kompetente Antwort. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann kann meine Bekannter seinen jetzigen Beratervertrag auch dann fortsetzen, wenn er "nur" noch ein Drittel der Stimmen hat? Der Beratervertrag hat also nichts mit Stimmenmehrheiten zu tun? Ist es ausgeschlossen, dass bei einer Lohnsteuerprüfung das Finanzamt zu dem Schluss kommt, dass es sich ja um ein sozialversicherungspflichtiges Anstellungsverhältnis handelt? Das ist eigentlich meine wesentliche Frage.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.05.2008 | 11:56

Es kommt im vorliegenden Fall hauptsächlich auf die Ausgestaltung des Beratervertrages an. Hierfür ist neben anderen Voraussetzungen die Weisungsungebundenheit maßgebend.
Die Unabhängigkeit von Weisungen kann man auf verschiedene Wege erreichen. Einmal durch die Festlegung im Beratervertrag oder zum anderen etwa durch das Innehaben einer Sperminorität, um den Geschäftführer belastende Entscheidungen zu verhindern.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred A. Binder
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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