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Benötige ein gut formuliertes Schreiben


26.09.2007 13:35 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Euler



Sehr geehrte Damen und Herren,
im Juli letzten Jahres bekam ich von der Firma FlexFon (Telefongesellschaft) einen Anruf ob ich an einem Ihrer Tarife interessiert wäre und so weiter.. habe dann gebeten mir Angebote schriftlich zukommen zu lassen. Am 19.07. bekam ich dann eine Auftragsbestätigung!! für eine Umstellung auf FlexFon worauf ich sofort einen Widerruf geschrieben habe den FlexFon ignorierte und die Telekom mit der Umstellung beauftragt hat. Seit dem bekomme ich Rechnungen, Mahnungen und Briefe von einem Inkassounternehmen. Natürlich habe ich die Umstellung bei der Telekom rückgängig machen lassen, habe dem Inkassounternehmen und FlexFon natürlich geschrieben das ich keine Zahlungen vornehmen werde u.s.w. Dann war erst mal für 2Monate Ruhe bis vor ein paar Tagen, da flatterte wieder ein Brief von dem Inkassobüro rein mit einer Kopie der Auftragsbestätigung von letztem Jahr und das FlexFon darauf bestünde einen Vertrag mit mir abgeschlossen zu haben und ich sollte die ausstehenden Beträge sofort überweisen.Ich weiß einfach nicht mehr was ich denen schreiben soll, und hoffe das Sie mir da ein paar gut Formulierte Zeilen schreiben können das ich keinerlei Zahlung vornehmen werde und was ich tun kann wenn die mich weiter Belästigen. Im Voraus Vielen Dank für Ihre Antwort.

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Sehr geehrter Fragesteller,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln.

Bitte beachten Sie, dass diese Beratung eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen nicht ersetzen kann.

Aufgrund Ihrer Angaben beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Ein Antwortschreiben ist in Ihrem Fall nicht erforderlich und würde wahrscheinlich ohnehin ignoriert werden.

Nach Ihren eigenen Angaben haben Sie die Firma Flexfon lediglich um Abgabe eines Angebots gebeten. Ein Vertrag wurde telefonisch nicht geschlossen. Der von Ihnen vorgenommene Widerruf ist in solchen Fällen noch nicht mal erforderlich, da man einen nicht geschlossenen Vertrag nicht widerrufen kann.

Zu beachten ist lediglich folgendes:

Sofern die Umstellung auf FlexFon schon stattgefunden hatte und bis zur Rückumstellung ausgehende Telefongespräche geführt worden sind, kann die FlexFon diese als ungerechtfertigte Bereicherung bezahlt verlangen. Dabei ist zu beachten, dass die Gesprächskosten nicht höher sein dürfen, als bei Ihrem vorherigen Telefonanbieter. Der FlexFon GmbH stehen keine Grundgebühren, keine Umstellungskosten oder andere Pauschalen zu. Gegen gegebenenfalls angefallene Gesprächsgebühren über FlexFon können Sie aber auch mit Kosten aufrechen, welche Ihnen durch die Rückumstellung des Telefonanschlusses entstanden sind.
Die FlexFon GmbH mahnt sehr hartnäckig und schaltet dazu auch Inkassobüros ein. Es genügt, einmal zu reagieren, d.h. zu erklären, warum die Zahlung verweigert wird. Weitere Mahnungen können ignoriert werden, selbst wenn sie von einem Rechtsanwalt kommen. Sie sollten jedoch aufbewahrt werden.

Dies mag schwerfallen im Hinblick auf immer höhere Kostenforderungen, ist jedoch der richtige Weg.

Vorsicht ist nur bei Zustellung eines Mahnbescheids von einem Gericht geboten, da hiergegen unbedingt Widerspruch eingelegt werden muss.

Selbst wenn es jedoch hierzu kommen sollte ist noch nicht gesagt, dass die Firma FlexFon ihre Ansprüche auch tatsächlich in einem anschließenden Gerichtsverfahren geltend macht.

Was Sie jedoch auf alle Fälle machen sollten, wäre eine Strafanzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft wegen Verdachts auf versuchte Erpressung oder Betrug aufzugeben. Eine Strafanzeige ist für sie kostenlos und veranlasst das Inkassobüro bei Zusendung ggf. von weiteren Zahlungsaufforderungen Abstand zu nehmen.

Für Rückfragen oder eine weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung. Eine Rückfrage kann gerne auch telefonisch erfolgen.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Michael Euler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 01.10.2007 | 11:08

Sehr geehrter Herr Euler,

habe nun von dem Inkassobüro eine " Ankündigung des gerichtlichen Mahnbescheids" bekommen mit jeder mende Androhungen; Pfändungen...usw. soll ich darauf reagieren?

Vielen Dank im Voraus

Ergänzung vom Anwalt 08.10.2007 | 17:59

Sehr geehrter Fragesteller,

bitte entschuldigen Sie meine verspätete Antwort.
Wie ich Ihnen bereits mitgeteilt habe, sollten Sie nur auf einen gerichtlichen Mahnbescheid reagieren und die Angelegenheit zur Anzeige bei der Polizei bringen.

Spätestens nach Übersendung einer Kopie der Strafanzeige an das Inkassobüro dürften Sie von diesem keine weiteren Zahlungsaufforderungen mehr erhalten.

Reagieren müssen Sie erst bei Erhalt des gerichtlichen Mahnbescheids, zu dem es aber höchstwahrscheinlich nicht kommen wird. Ein Gerichtvollzieher kann durch die Gegenseite erst mittels eines Vollstreckungsbescheids oder gerichtlichen Titels eingeschaltet werden. Eine plötzliche Pfändung steht Ihnen also nicht ins Haus.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Euler
Rechtsanwalt



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