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10.10.2007 09:43 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Guten Tag,

folgende Situation:

Ich arbeite seit ca. 20 Monaten in einem Hotel als Koch.
Ich habe keinen Arbeitsvertrag erhalten und dem Nachweisgesetz ist
der AG bis heute auch nicht nachgekommen.
Nach einem halben Jahr wurde ich zum Küchenchef ernannt, wofür es auch Zeugen gibt.
Vor wenigen Tage wurde ein neuer Koch eingestellt und zum Küchenchef ernannt, ohne mir vorher etwas zu sagen.
Ich habe bis jetzt über 300 Überstunden angeammelt, auch aufgrund von Personalmangel wodurch ich manchmal wochenlang durchgearbeitet habe mit nur einen freien Tag/Woche.
Seit 3 Monaten hatte ich auch kein freies Wochenende mehr.
Aufgrunddessen hat auch die Beziehung zu meiner Freundin, mit der ich ein 2 jähriges Kind habe, extrem gelitten.
Sie ist der Meinung das ich nie Zeit fürs Kind habe und hat mir schon mit der Beendigung der Beziehung gedroht.
Das wäre der Supergau für mich, wenn ich meine Tochter dann nur noch alle 14 Tage ehen dürfte, da meine Freundin das alleinige Sorgerecht hat.
Ich bin sozusagen langsam mit den Nerven am Ende!

Meine Fragen:
1. Ist es so einfach möglich mich zu degradieren und jemand anderes auf meine Position zu setzen?

2. Am liebsten würde ich sofort fristlos kündigen, da ich es nicht mehr aushalte in diesem Hotel. Wie sollte ich am besten vorgehn, unter berücksichtigung meiner privaten Verhältnisse, um keine Sperrfrist zu erhalten?


Vielen Dank

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Sehr geehrter Fragesteller,

der Arbeitgeber ist berechtigt, die Tätigkeit des Arbeitnehmers durch sein Direktionsrecht zu konkretisieren. Nicht vom Direktionsrecht umfasst sind Änderungen bei der eine dauerhafte Absenkung des qualitativen Niveaus der Arbeitsleistung eintritt.

Entscheidend ist insoweit das Sozialbild, welches mit der Tätigkeit verbunden ist. Eine Verschlechterung bedarf immer des Ausspruchs einer Änderungskündigung und ist nie vom Direktionsrecht gedeckt. Ob gleichzeitig die Vergütung abgesenkt oder beibehalten wird, ist unerheblich.

Zu beachten ist in Ihrem Fall, dass Sie nachweisen müssen, dass Sie als Küchenchef gearbeitet haben und Ihnen diese Stelle auch auf Dauer zugewiesen wurde und Sie die Stelle nicht nur vertretungsweise wegen des Personalmangels besetzt haben. Hier ist nachteilig, dass es keine schriftlichen vertraglichen Vereinbarungen gibt.

Eine Sperrzeit gem. § 144 SGB III wird dann verhängt, wenn Sie das Arbeitsverhältnis auflösen, ohne dass es dazu einen wichtigen Grund gibt.

Ein wichtiger Grund kann in einem vertragswidrigen Verhalten des Arbeitgebers liegen. Derartiges Verhalten liegt vor, wenn dieser Sie entgegen einer nachweisbaren Absprache unterqualifiziert beschäftigt und damit gegen sein Direktionsrecht verstößt. Vertragswidriges Verhalten kann auch in Verstössen gegen die Arbeitszeitgesetzen liegen.

Sie sollten sich einen Anwalt nehmen, die einzelnen Verstösse des Arbeitgebers aufarbeiten und diesen auffordern, Sie vertragsgemäß als Küchenchef zu beschäftigen und die Arbeitszeitgesetze einzuhalten. Kommt der Arbeitgeber dieser Aufforderung nicht nach, kommt eine Kündigung durch Sie in Betracht. Ggf. macht es Sinn bereits vorher Rücksprache mit der Arbeitsagentur zu halten. Das Risiko liegt wiederum auch hier darin, dass der Vertragsverstoss des Arbeitgebers durch Sie nachgewiesen werden muss.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt
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