Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Benennen des letzten Arbeitstags als Profilstation bei LinkdeIn und XING

31.01.2014 13:42 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork


Zusammenfassung: Inwieweit darf ein Arbeitnehmer auf social-media-Plattformen wie XING oder LinkeIn Werbung für seine freiberufliche Tätigkeit bereits vor Beendigung des alten Arbeitsvertrags werben.

Hallo,

ich habe frisch gekündigt mit fristgerechtem Ende zum 30.06.2014. Es bsteht unter Umständen aber die Möglichkeit zum 28.02. den Vertrag im vorraus zu lösen. Finale Klärung steht aus.

Darf man vorab bei LinkedIn, Xing etc. für sich Werben?
Hintergrund: Ich bin bereits bei LinkedIn und Xing gelistet mit der Benennung der einzelen beruflichen Stationen des bisherigen sowie den früheren Arbeitgebern.
Wenn der letzte Arbeitstag bekannt ist durch die entsprechende Kündigung, ist es dann erlaubt bei den Potalen vorab anzuzeigen, das man ab diesem Zeitpunkt verfügbar ist. In meinem Fall geht es um eine Freiberuflichkeit danach.

Kann der Arbeitgeber Probleme machen, wenn man vorab anzeigt, das man ab dem Zeitpunkt nicht mehr zur Firma gehört

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworte:



Frage 1:
"Darf man vorab bei LinkedIn, Xing etc. für sich Werben?"



Das dürfen Sie grundsätzlich dann tun solange Sie Ihren aktuellen Arbeitgeber dabei nicht öffentlich schlecht machen oder sonstige Interessen verletzen.

Letzteres hängt maßgeblich von der von Ihnen konkret bekleideten Stelle ab.

Ein sonstige Interessenkonflikt könnte z.B. entstehen, wenn Sie eine besonders starke Vertrauensstellung innehaben. Dies kann z.B. dann sein, wenn Sie in der Kundenbetreuung arbeiten oder die Xing bzw. LinkdeIn in besonderem Maße mit der Firma verknüpft sind, sodass diese Accounts nicht (mehr) als reine Privataccounts zu bewerten sind. Dann hat die Firma natürlich kein Interesse daran, wenn alle Firmenkunden auf diesem Wege von Ihrem Austritt erfahren und Sie womöglich gleich schon Kunden mitnehmen.

Letzteres nehme ich bei Ihnen einmal an, da Sie sonst vermutlich nicht hier fragen würden.

Zu beachten ist bei diesen "neuen Medien" insbesondere, dass naturgemäß nicht alle auftretenden Probleme abschließend rechtlich geklärt sind, sodass es immer maßgeblich auf den konkreten Einzelfall ankommt.

Die einfachste Variante ist natürlich, den Chef vorab zu fragen, ob er angesichts Ihrer Pläne Bedenken sieht. Dann wissen Sie nämlich konkret wie Ihr Chef zu dieser Frage denkt und müssen nicht erst eine Abmahnung riskieren. Ggf. können Sie dann das gewünschte Verhalten immer noch arbeitsgerichtlich (im Eilverfahren) durchsetzen und haben dabei ein geringeres Kostenrisiko.

Allein das Veröffentlichen des anvisierten Beendigungsdatums zum 30.06.2014 dürfte aber nach meiner Meinung grundsätzlich nicht vom Arbeitgeber zu beanstanden sein, weil es sich ja hierbei um eine Tatsache handelt. So ist es auch keineswegs ungewöhnlich, dass man sich bereits dem Ende des Arbeitsverhältnisses aktiv um einen neuen Posten bemüht. Xing und Co bieten dafür ja auch eine hervorragende Plattform.

Möglicherweise erhöht allein die Mitteilung Ihres Vorhabens auch noch die Verhandlungsbereitschaft in Bezug auf einen früheren Austritt aus der Firma.




Bedenken Sie bitte, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie gegebenenfalls für eine weitere Interessenwahrnehmung jederzeit gern zur Verfügung.


Raphael Fork
-Rechtsanwalt-

----------------------------------------------
Wambeler Straße 33
44145 Dortmund


Telefon: 0231 / 13 7534 22
Telefax: 0231 / 13 7534 24

email: info@ra-fork.de
Internet: http://www.ra-fork.de



FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70558 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr gute Beratung und sehr schnell. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alle Fragen zufriedenstellend beantwortet! ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Top! Die Antwort mir sehr weitergeholfen! ...
FRAGESTELLER