Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.252
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Benachrichtigung bei befristetem Arbeitsverhältnis


24.10.2007 20:30 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
mein befristetes Arbeitsverhältnis besteht seit dem 28.11.2006 und endet mit dem 27.11.2007 als Verkäufer in einem Kaufhaus.
Auf meine Frage beim AG über eine Weiterbeschäftigung ab dem
28.11.2007 bekomme ich keine klare Antwort. Im Vertrag steht:
Das Arbeitsverhältnis endet zum vereinbarten Zeitpunkt, ohne daß es einer Kündigung bedarf.
Meine Fragen:
1. Muß mich der AG vorher darüber informieren, ob ich nach dem
27.11.2007 weiterbeschäftigt werde?
2. Im Falle einer ausbleibenden Info seitens des AG, darf ich am
28.11.2007 nicht mehr am Arbeitsplatz erscheinen?
3. Was ist, wenn ich doch erscheine und der AG schickt mich im
Laufe des Tages wieder nach Hause, mit der Begründung, mein
Vertrag wäre mit Ablauf des Vortages beendet gewesen.
4. Oder befinde ich mich im Fall von Pos.3 bereits in einem
unbefristetem Arbeitsverhältnis, da ich in gutem Glauben
damit rechnete, aufgrund fehlender Info vom AG, das Arbeits-
verhältnis würde stillschweigend fortgesetzt.
Als Kündigungsfrist sind 4 Wochen zum Ende eines Kalendermonats vereinbart.
Besten Dank für Ihre Bemühungen.
Mit freundlichen Grüßen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Fragen auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

1. Der AG muss Sie vorliegend nicht gesondert darüber informieren, ob er Sie nach dem 27.11.2007 weiterbeschäftigt oder nicht. Nach derzeitgen Sachstand endet Ihr Arbeitsverhältnis mit Ablauf der zeitlichen Befristung ohne das es einer weiteren Handlung durch den Arbeitgeber bedarf. Anderes könnte sich nur bei einer einvernehmlichen Fortsetzung ergeben ( siehe unten )

2.Grundsätzlich hätten Sie mit Ablauf des 27.11.2007 keine Pflicht mehr am Arbeitsplatz zu erscheinen. Sie können allerdings Ihre Arbeitskraft weiter anbieten und abwarten, ob der Arbeitgeber Ihre Arbeitskraft annimmt und das Arbeitsverhältnis so einvernehmlich und unbefristet fortgesetzt wird.

3. Erscheinen Sie zur Arbeit und der Arbeitgeber schickt Sie unverzüglich nach Hause, so ist das Arbeitsverhältnis beendet.

4.Erscheinen Sie allerdings zur Arbeit und der Arbeitgeber widerspricht diesem trotz seines Wissens darüber nicht unverzüglich, so entsteht ein unbefristetes Arbeitsverhälntis (§ 15 Abs.5 TzBfG, auch § 625 BGB)

Zusammenfassend können Sie also - sofern Sie im Vorfeld keine anderweitig Miteilung durch den Arbeitgeber erhalten - am 28.11.2007 an Ihrem Arbeitsplatz erscheinen. Schickt der Arbeitgeber Sie in der Kenntnis, dass die Befristung abgelaufen ist, nicht unverzüglich ( ohne schuldhaftes Zögern - im Einzelfall auszulegen )nach Hause, entsteht ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Andernfalls ist das Arbeitsverhältnis beendet.
Allein der gute Glaube und die fehlende Info des Arbeitgebers genügt allerdings nicht für das Fortsetzen des Arbeitsverhälntisses.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüßen


Günthner
Rechtsanwalt



§ 15 TzBfG Ende des befristeten Arbeitsvertrages

(1) Ein kalendermäßig befristeter Arbeitsvertrag endet mit Ablauf der vereinbarten Zeit.

(2) Ein zweckbefristeter Arbeitsvertrag endet mit Erreichen des Zwecks, frühestens jedoch zwei Wochen nach Zugang der schriftlichen Unterrichtung des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber über den Zeitpunkt der Zweckerreichung.

(3) Ein befristetes Arbeitsverhältnis unterliegt nur dann der ordentlichen Kündigung, wenn dies einzelvertraglich oder im anwendbaren Tarifvertrag vereinbart ist.

(4) 1Ist das Arbeitsverhältnis für die Lebenszeit einer Person oder für längere Zeit als fünf Jahre eingegangen, so kann es von dem Arbeitnehmer nach Ablauf von fünf Jahren gekündigt werden. 2Die Kündigungsfrist beträgt sechs Monate.

(5) Wird das Arbeitsverhältnis nach Ablauf der Zeit, für die es eingegangen ist, oder nach Zweckerreichung mit Wissen des Arbeitgebers fortgesetzt, so gilt es als auf unbestimmte Zeit verlängert, wenn der Arbeitgeber nicht unverzüglich widerspricht oder dem Arbeitnehmer die Zweckerreichung nicht unverzüglich mitteilt.


§ 625 BGB
Stillschweigende Verlängerung

Wird das Dienstverhältnis nach dem Ablauf der Dienstzeit von dem Verpflichteten mit Wissen des anderen Teiles fortgesetzt, so gilt es als auf unbestimmte Zeit verlängert, sofern nicht der andere Teil unverzüglich widerspricht.
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60124 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde verständlich und ausführlich beantwortet. Vielen herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Klar und unumwunden im Ganzen zu empfehlen ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antworten auf meine Fragen waren ausführlich und verständlich. ...
FRAGESTELLER