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Belstaff Fälschung für 300 EUR !

13.03.2008 18:01 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Sehr geehrte Damen und Herren,


ich habe über Ebay März 2008 eine gefälschte BELSTAFF Jacke gekauft.
Marke als Belstaff angegeben +Beschreibung : Orig. Belstaff NEU mit allen Etiketten!!!!
KP 529 EUR

Der Privat-Verkäufer seit 3 Jahren dabei mit über 3030 Bewertungen 99,99 Positiv.

Die VK streitet des ab, ist von der Echtheit der Jacke überzeugt.

Die Jacke ist eine schlechte Fälschung. Ich habe Sie in eine Fachgeschäft wo auch Belstaff verkauft wird
nachprüfen lassen um auf der sichere Seite zu sein. Mein Verdacht wurde zweifellos bestätigt.

Dazu schrieb sie: „Das ist gut“ sie war mit der Jacke in keinem Modegeschäft, weil sie von der Echtheit der Jacke ausgegangen ist.

Ich habe Ihr eine Rückabwicklung angeboten, was sie nicht eingehen wollte.

Nach etlichen Email betteln, habe ich Ihr Schriftlich eine Frist gesetzt (Einschreiben mit Rückschein).
Ich wollte das Geld zurück und 2x Porto, dann übersende ich die Jacke Sofort.

Darauf kam heute eine Email das ihr Vater in einer höheren Position im oberen Landesgericht XYZ arbeitet und ob ich eine
Verleumnungsklage am Hals haben möchte weil ich sie als Betrügerin hinstelle, geschweige denn die Drohungen in den Emails.

Ich habe Ihr nicht gedroht, auf kein fall. Hab gedacht das sie auch betrogen wurde. Ich habe ihr sogar geraten sich wenigstens rechtlich zu beraten bevor sie sich stur stellt damit sie die Konsequenzen bewusst ist.
Das habe ich geschrieben:

„Lassen Sie sich wenigstens rechtlich beraten, es spielt dabei keine rolle ob Sie wissen/ gewusst haben das die Jacke gefälscht ist.“

Ich habe nur in Einschreiben geschrieben das sie Sich wegen Betrug gemäß § 263 Abs.1 StGB strafbar gemacht hat,
deswegen werde ich rechtliche Schritte einleiten.

Außer dem habe ich bei der Gesamter Emailwerker sehr bewusst auf den Ton geachtet.

Heute hat sie mich sogar beschuldigt die zu dem Geld auch noch die Jacke behalten zu wollen, weil ich erst das Geld möchte und dann die Jacke zurück sende. Und nicht umgekehrt wie sonst üblich.

Dazu wehre sie jetzt bereit. Sie schrieb:

In dieser Woche noch ist die Belstaff Jacke wieder hier und zwar so wie ich sie versendet habe: Komplett und ohne Fehler!!!!!!!!
Ich werde Ihnen dann unverzüglich das Geld des Kaufes überweisen, so ist es üblich.

Zu dem Fehler noch: Die Jacke kam an und ein Niet war nicht mehr ganz dran. Angeblich hat sie Aber die Jacke genau inspiziert und alles war fehlerfrei.

Die Jacke ist doch mein Beweisstück, die gebe ich nicht zurück vor dem Geldeingang.

Meine Frage:

a.)Wie hoch könnten die Anwaltskosten dafür ungefähr werden. Ich möchte nur eine grobe Schätzung.
b.) Wie sehen meine schanzen auf Erfolg aus und ob es sein kann das ich auf der Gerichtskosten sitzen bleibe.
C.) Was raten Sie mir?

Mit freundlichen Grüßen

Fragender

Sehr geehrter Ratsuchender,

für ihre Anfrage möchte ich Ihnen danken und diese unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes summarisch wie folgt beantworten:

Zunächst einmal möchte ich anmerken, dass Sie eine Anzeige wegen Verleumdung nicht fürchten müssen, da Sie sich einer solchen nicht strafbar gemacht haben.

Eine Verleumdung setzt eine unwahre Tatsachenbehauptung gegenüber einem Dritten voraus. Sofern Sie also lediglich die Verkäuferin als unmittelbar Betroffene (sie ist nicht Dritte) eines Betruges bezichtigt haben, ist schon diese Voraussetzung von § 287 StGB (Verleumdung) nicht erfüllt.

Ebenso erscheint mir die Drohung der Gegenseite mit dem Vater in einer höheren Position am Landgericht fragwürdig, da zunächst die Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige prüft und im Falle einer Anklage ein Amtsgericht und nicht das Landgericht zuständig wäre.

Nach Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass Sie wirksam von dem Kaufvertrag zurückgetreten sind.

Demnach sind beide Parteien sind gemäß § 346 I BGB verpflichtet, die jeweils empfangenen Leistungen (also Jacke und Kaufpreis) zurückzugewähren.

Dabei hat die Verkäuferin keinen Anspruch darauf, dass zunächst die Jacke geliefert wird.

Sie sind nicht vorleistungspflichtig.

Vielmehr sind beide Parteien verpflichtet, die empfangenen Leistungen Zug – um - Zug zurückzugewähren.

Dabei muss jede Partei ihre Leistung zumindest angeboten haben, um selbst die ihr zustehende Leistung verlangen zu können.

Ein Leistungsangebot kann dabei jeweils nur am Leistungsort erfolgen.

Bei der Rückabwicklung von Kaufverträgen ist der Leistungsort derjenige, an dem sich die Sache vertragsgemäß befindet.

Dies ist in Ihrem Fall Ihr Wohnort (also der Aufenthaltsort der Jacke). Dort muss die Verkäuferin ihre Leistung, also die Kaufpreiszahlung erbringen.

Demnach muss sie zunächst den Kaufpreis überweisen, bevor Sie die Jacke verschicken, weil Sie die Versendung der Jacke am Leistungsort (Ihrem Wohnort) bereits angeboten haben.

Sie sollten demnach die Verkäuferin unter Hinweis auf die vorstehende Rechtslage nochmals zur Überweisung auffordern. Sollte diese nicht erfolgen, sollten Sie anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.

In diesem Fall hätte die Verkäuferin die anwaltlichen Kosten zu tragen. Ebenso wäre diese im Falle eines gerichtlichen Obsiegens zur Tragung der Gerichtskosten verpflichtet.

Im Falle einer Klage hätten Sie jedoch einen Gerichtskostenvorschuss zu leisten. Dieser wäre jedoch bei Zahlungsfähigkeit der Verkäuferin von dieser zu erstatten.

Das Kostenrisiko im außergerichtlichen Verfahren beläuft sich auf: 99,96 Euro (eigener Anwalt).

Das Gesamtkostenrisiko im gerichtlichen Verfahren beläuft sich auf: 234,16 Euro (eigener Anwalt, gegnerischer Anwalt, Gerichtskosten).

Sollten Sie eine anwaltliche Vertretung wünschen, können Sie sich gern mit mir per Mail in Verbindung setzen.

Ich hoffe, Ihnen mit vorstehender Beantwortung einen ersten Überblick verschafft zu haben und wünsche Ihnen für die Klärung der Angelegenheit viel Erfolg.

Ich weise Sie darauf hin, dass das Hinzufügen- oder Weglassen von Sachverhaltsdetails zu einer völlig anderen rechtlichen Bewertung führen kann.

Gern können Sie die Nachfragefunktion nutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Christoph Lattreuter
- Rechtsanwalt -


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