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Beleihung der Lebensversicherung

10.04.2015 00:59 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Zusammenfassung: Auswirkungen eines Policendarlehens auf die Ablaufsumme einer Lebensversicherung.

Habe aus finanziellen Gründen meine Lebensversicherung nach dem Rückkaufrecht beliehen.

nach Beendigung der Laufzeit habe ich nur den Restwert ausgezahlt bekommen.

Nach der Beleihung habe ich monatl. einen Abtrag geleistet.

Die Versicherung lehnte jedoch nach Ende der Laufzeit eine Rückzahlung des monatlichen Betrages ab.
Obwohl ich ja mein eigenes eingezahltes Geld beliehen habe.

Ist dies rechtens?

Sehr geehrter Fragesteller,

ich danke für Ihre Frage, möchte jedoch bereits eingangs darauf hinweisen, dass der Sachverhalt aus meiner Sicht nicht völlig klar ist. Ich bitte Sie daher die kostenlose Nachfragefunktion zu nutzen, um den Sachverhalt gegebenenfalls zu ergänzen.

Bei versicherungsrechtlichen Fragestellungen ist zudem zu beachten, dass Versicherungen Ihre Produkte unterschiedlich ausgestalten, eine pauschale Antwort daher nicht möglich ist. So kenne ich in Ihrem Fall nunmehr weder die Versicherungsbedingungen noch die Absprachen mit Versicherung mit Blick auf die Beleihung.

Auf Grund Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass Sie bei Ihrer Lebensversicherung ein sogenanntes Policendarlehen abgeschlossen haben und somit die zu Ihrem Vertrag bis dato eingezahlten Beiträge beliehen haben. Das Policendarlehen ist der Höhe nach auf den Rückkaufswert ggf. inklusive Überschußanteile abzüglich Kapitalertragsteuer begrenzt.

Sofern Sie die beliehene Summe an die Versicherung zurückgezahlt haben, so steht Ihnen am Ende der Laufzeit (ich gehe davon aus, dass Sie das Ende der Laufzeit der Versicherung meinen) die Summe zu, welche "in" Ihrem Vertrag enthalten ist. Vorstellen kann ich mir lediglich, dass die Versicherung eine Aufrechnung mit nicht gezahlten Versicherungsbeiträgen vorgenommen hat. Dies kann ich an dieser Stelle jedoch lediglich mutmaßen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bitte nutzen Sie, wie eingangs geschildert, gegebenenfalls die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Hauke Flamming LL.M.
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Verkehrsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 10.04.2015 | 19:46

Es war eine Lebensversicherung,früher auch genannt Rentenversicherung oder Kapitalbildende Versicherung, die über damals abgeschlossene Laufzeit von 20-25 Jahren lief.

Meine Beträge wurden immer und regelmäßig gezahlt.
Die Abschlagszahlungen für die Beleihung wurden als Rückzahlung + Zinsen deklariert.
Ausgezahlt wurde mir nur die halbe Versicherungssumme.
Die Beleihungssumme entsprach der hälftigen Versicherungssumme am Ende der Laufzeit.
Die über Jahre gezahlten Abschlagszahlungen wurden nicht verrechnet bzw. ausgezahlt.
Als Argument wurde mir geschrieben, das ich das Geld durch die Beleihung ja schon bekommen habe.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.04.2015 | 11:44

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Sachverhaltsergänzung.

Ihrer Schilderung zu Folge handelte es sich eher nicht um ein Policendarlehen sondern um eine Vorauszahlung auf die Versicherungssumme. In einem solchen Fall gilt grundsätzlich (die Vereinbarungen mit Ihrem Versicherer sind mir unbekannt) folgendes:

Untechnisch ausgedrückt gibt der Versicherer bei einer Vorauszahlung seinem Kunden dessen Geld aus der Lebensversicherung, das eigentlich durch den Versicherer angelegt war. Hierfür zahlt der Kunde einen zusätzlichen Beitrag bzw. Zinsen. Dies stellt den Ausgleich dafür dar, dass die entnommenen Gelder nicht mehr angelegt werden können und dem Versicherer so Zinseinnahmen entgehen. Vergleichbar ist dies mit dem Fall, dass Sie ein Darlehen vorzeitig tilgen. Der Bank steht auf Grund entgangener Zinsen in diesem Fall eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung zu.

Die Argumentation Ihrer Versicherung, dass Sie Geld aus der Versicherung durch die Beleihung schon erhalten haben, ist also zutreffend.

Wenn Sie jedoch Geld zurückgezahlt haben, sprich mehr als den zusätzlichen Beitrag bzw. Zinsen an den Versicherer gezahlt haben, so stünde Ihnen nach meinem Dafürhalten "mehr" zu. Denn Sie hätten das entnommene Geld ja teilweise zurückgeführt. Abschließend beurteilen kann man dies jedoch nur dann, wenn man sich einmal die Versicherungsbedingungen Ihres Vertrages sowie die Höhe der zurückgezahlten Gelder anschaut.

Ich hoffe, dass ich Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet habe und wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende.

Freundliche Grüße

Hauke Flamming LL.M.
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Verkehrsrecht

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