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Beleidigungen von Ebay-Verkäufer


| 16.04.2005 16:47 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

leider bin ich bei ebay an einen sehr üblen Verkäufer geraten und wurde in einem Email-Wechsel als "Idiot", "Asshole", "Hijo de Puta", also "Idiot", "Arschloch", "Hurensohn" beschimpft.

Eigtl. möchte ich dies nicht auf sich beruhen lassen, aber ich habe in anderen Beiträgen hier gelesen, dass solche zur Anzeige gebrachten Beleidigugen meistens aus mangelndem öffentlichen Interesse, nicht weiter verfolgt werden. Wäre das in diesem Fall auch wahrscheinlich? Eine Privatklage käme für mich eher nicht in Frage.

Welche Kosten/Umstände würden auf mich zukommen - welche auf den Beschuldigten?

Wie sieht es mit der Beweiskraft dieser Email aus? Sie ist noch auf dem Server eines Email-Providers gespeichert und wurde auch von der persönlichen, von ebay registrierten, Adresse abgeschickt.

Allerdings möchte ich mit dem Herrn nach Möglichkeit nichts weiter zu tun haben. Er besitzt meine kompletten Adressdaten und zuzutraun wäre ihm -meiner Ansicht nach- alles. Sollte ich aus diesem Grund nichts weiter unternehmen?

Was meinen Sie zu der Sache?
Vielen Dank für Ihre Antwort!


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Sehr geehrte(-r) Fragesteller(-in),

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese möchte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Strafrechtliche Fragestellung:

Das die von Ihnen zitieren Äußerungen strafrechtlich relevant sind, offensichtlich eine Beleidigung nach § 185 StGB, ist klar. Problematisch ist in der Tat das "Vollzugsverhalten" der Strafverfolgungsbehörden. Eine sichere Voraussage, wie es sich in Ihrem Fall verhalten wird und ob die StA ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung bejaht, ist im Rahmen dieses Forums leider nicht möglich. Da eine Strafanzeige außer der aufgewendeten Zeit aber nichts kostet, würde ich Ihnen dazu anraten, anwaltlichen Hilfe brauchen Sie bei diesem einfach gelagertem Sachverhalt eigentlich nicht.

Sonstiges:

Die Beweiskraft von E-Mails ist in der Tat geringer als die von Schriftstücken - weil ja mittlerweile fast jedes Schulkind weiß, wie eine Mail "frisiert" werden kann. Es hängt natürlich davon ab, ob der Internetanschluss durch IP-Nummern eindeutig identifiziert werden kann - dann trifft es den gemeldeten Internetanschluß-Inhaber, wenn er nicht plausibel darlegt, dass er nicht der in Frage kommende Nutzer sein kann. Allerdings werden die IP-Nummern, wie Sie evt. wissen, nur auf gerichtliche Anordnung herausgegeben. Wenn Sie möchten, können Sie mir im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion die E-Bay-ULR mitteilen, dann schau ich mal nach, wie sicher die Identifikation ist.

Ob Sie eine strafrechtliche Auseinandersetzung mit der Gegenseite durchhalten (wollen), können nur Sie entscheiden. Von meinem natürlich subjektiven Rechtsgefühl her würde ich Ihnen bei den zitierten Äusserungen eher dazu anraten.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung, genauso für eine weitergehende Interessenwahrnehmung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

Tel.: +49 (0)39 483 97825
Fax: +49 (0)39 483 97828
E-Mail: ra.schimpf@gmx.de

Nachfrage vom Fragesteller 16.04.2005 | 21:58

Hallo Herr Dr. Thomas Schimpf,

vielen Dank für Ihre prompte Antwort!

hier die URL der Ebay-Anmeldung:
https://scgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?RegisterEnterInfo&siteid=77&co_partnerid=2&usage=0&ru=default

hier eine Beschreibung des Identifizierungsvorganges:
http://pages.ebay.de/help/newtoebay/RegisterConfirmEmail.html

Könnten Sie bitte noch abschätzen, mit welcher Strafe bei oben genannten Äußerungen zu rechnen ist?

Vielen Dank!


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.04.2005 | 22:23

Guten Abend,

danke für die ergänzenden Informationen. Ich hab das mal überprüft. Die Identität des Beleidigers ist offensichtlich, daran scheitert ein Strafverfolgung also sicherlich nicht.

Ob Sie da weiter "dranbleiben" wollen, können Sie nur selber entscheiden.

Die Strafandrohung für Beleidigung liegt in diesem Fall irgendwo zwischen Geldstrafe und 1 Jahr Freiheitsentzug. Nach meinen Erfahrungen ist hier, falls es zu einer Strafverfolgung kommt, mit einer Geldstrafe zu rechnen. Deren Höhe hängt primär von den Einkommensverhältnissen Ihres E-Bay-Partners ab.

Mit freundlichen Grüssen

RA Schimpf

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