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Beleidigung während PTA-Lehrgangs


05.07.2005 20:42 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Ich, Ende 30, arbeitslos hatte sich entschlossen als Selbstzahler einen Vorbereitungskurs PTA zu machen, um im Sept. 05 dann bei dieser Privatschule die eigentliche Ausbildung zu beginnen. Der zweimonatige Vorbereitungskurs hat 250 € gekostet (Quittung habe ich) und sollte später auf die Prüfungsgebühr 500 € angerechnet werden. Im Unterricht hat mich die "Lehrkraft"(selbst nur gute Schülerin, keine Lehrerin) mich zweimal als saure Pissgurke bezeichnet und die Anwesenden zweimal gefragt: Findet ihr nicht auch, daß die zickig ist? Ich fühle mich in meiner Ehre verletzt und vor den anderen bloßgestellt, sodaß ich in die Ausbildung mein gutes Geld dort nicht investieren werde. Kann ich das Geld wg. Beledigung zurückverlangen? Den Fall habe ich schriftlich an die Schulleitung gemeldet, mit der Bitte mir das Geld zumindest einen Teil davon zurückzuerstatten. Die "Lehrkraft" hat sich daraufhin, telefonisch bei mir entschuldigt. Die Ausbildung werde ich aber trotzdem deswegen nicht machen (es bleibt doch auch ein fader Nachgeschmack, was meine Person angeht). Was kann ich tun?
Guten Abend,

ich habe anhand Ihrer Schilderung keinen Zweifel, daß Sie berechtigt sind, den Vertrag außerordentlich zu kündigen. Es handelt sich bei dem eingegangenen Schulungsvertrag um einen Vertrag, dessen Erfolg in besonderem Maße von dem Vertrauen in die pädagogischen Fähigkeiten der Lehrkräfte abhängt.

Dieses Vertrauen ist natürlich verletzt, wenn gegen einen der Lehrgangsteilnehmer Beleidigungen ausgesprochen werden; dies gilt erst recht, wenn dies mehrfach geschieht und andere Teilnehmer auch noch aufgestachelt werden.

Sie sind deshalb berechtigt, den Vertrag außerordentlich zu kündigen. Dies sollten Sie allerdings dann auch schleunigst tun, da die Vorfälle noch frisch sein müssen. Hier können Sie sich getrost an der Zwei-Wochen-Frist orientieren, die das Arbeitsrecht für außerordentliche Kündigungen gibt.

Ob Sie nach der Kündigung den gesamten angezahlten Betrag oder nur den noch nicht abgearbeiteten Betrag zurückverlangen können, hängt von dem genauen Inhalt des Vertrages ab. Ich kann dieses ohne genaue Kenntnis des Vertrages nicht beurteilen. Wenn ein bestimmter Erfolg -also etwa die Vermittlung des für die Aufnahme der eigentlichen Ausbildung erforderlichen Stoffes- geschuldet wird, können Sie die gesamte Vergütung zurückverlangen.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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