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Beleidigung und Bedrohung


23.02.2007 21:41 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin nebenamtlich als Organist in einer Kirchengemeinde tätig. Der Arbeitsplatz des Organisten befindet sich auf der Orgelempore, die auch von Gottesdienstbesuchern genutzt werden darf. Der Arbeitsplatz des Organisten ist rechts und links durch zwei Kordeln von den übrigen Emporenbenutzern abgetrennt.
Mit einem Herren der Kirchenverwaltung, der ebenfalls für den Gottesdienst die Orgelempore nutzt, gab es schon 1-2 Mal Meinungsverschiedenheiten über die Nutzung, die über den Ortspfarrer geklärt wurden. Seit dieser Zeit versuche ich diesem besagten Herren aus dem Weg zu gehen und jeglichen Kontakt zu meiden, um Streitigkeiten zu verhindern. Ich habe auch den Eindruck, dass dieser Herr bisher den gleichen Weg eingeschlagen hat.

Diese Woche hatte sich folgende Situtation zugetragen:
Der Herr wartete mit seinen Sohn und 2 weiteren Personen vor dem Aufgang zur Orgelempore, da diese noch verschlossen war.
Als ich aufsperrte, grüßte mich sein Sohn freundlich und ich erwiderte diesen Gruß. Darauf hat der Herr laut zu seinem Sohn gesagt: "Den musst du nicht grüßen, der grüßt auch nicht".
Hierauf habe ich entgegnet:" Wie man in den Wald hinein ruft, so hallt es zurück".
Daraufhin hat mich der Herr lautstark angeschrieen: "Schnauze halten, sonst werde ich ganz ungemütlich".
Auf der Orgelempore angekommen löste der Herr provozierend eine dieser Kordeln, worauf ich ihn fragte:
"Haben Sie keinen Platz zum Stehen?.
Als Antwort erhielt ich die Aussage:"Seien sie mal ganz vorsichtig, was sie hier sagen, aber ganz vorsichtig"
Danach hat der Gottesdienst angefangen.

Meine Frage konkret:
Erfüllen diese Aussagen den Tatbestand der Beleidigung, Bedrohung und ggf. Nötigung und kann ich hier Anzeige erstatten?
Wenn ja, wie geht es weiter: Verhandlung oder Anhörung?

Herzlichen Dank für Ihre Antwort im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Der Betroffene











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Sehr geehrter Ratsuchender,

In jedem Fall können Sie den Herrn anzeigen, das bleibt ihnen unbenommen, dies können Sie bei der Polizei/Staatsanwaltschaft aber auch jeder anderen Behörde erledigen unter Mitteilung des ausführlichen Sachverhaltes. Diese wird ggf. den Herrn als Beschuldigen vernehmen, sie müssen aber auch damit rechnen auf den Privatklageweg wegen der Beleidigung verwiesen zu werden.

Eine tatbestandliche Nötigung (§ 240 StgB) liegt mangels abgenötigten Verhalten aber auch wegen fehlender tatbestandlichen Gewalteinwirkung wohl i.E. nicht vor, ebensowenig eine Bedrohung, da es hierfür an einem VErbrechen iSv § 241 StGB fehlt.

§ 185 StGB (Beleidigung) "Schnauze halten, sonst werde ich ungemütlich." dürfte hingegen erfüllt sein.In diesem Zusammenhang wäre noch an §240 StGB zu denken, jedoch fehlen hier mehr Informationen wie sich danach verhalten haben.

ICh hoffe Ihnen eine erste Orientierung gegegben zu haben.

Rechtsanwalt
Kleber
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