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Beleidigung mehrerer Personen

| 27.01.2021 16:16 |
Preis: 60,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


14:21

Sehr geehrter Herr Anwalt/ Frau Anwältin, ich habe vor einiger Zeit per Email mehrere Leute eines Betriebs als sexualstraftäter beleidigt und vom Staatsanwalt einen Brief bekommen dass gegen mich gemäß paragraph 185 stgb ermittelt wird. Zählt diese Tat als einzelne oder muss ich am Ende damit rechnen dass der Tagessatz mit der Anzahl der Mitarbeiter multipliziert wird. Ich bin nicht vorbestraft und die beleidigungen wurden per Email getätigt. Mit was für einer Tagessatz Anzahl kann ich am Ende rechnen und von was für einem Einkommen im Monat wird in der Regel bei einem 24 jährigen eingeschätzt? Ebenso möchte ich gerne wissen ob es noch sinnvoll ist einen Anwalt zu beauftragen wenn ich mich bereits schriftlich geäußert habe, wobei ich davon ausgehe dass diese niemanden überzeugen wird. Könnte man durch effektive Aktenprüfung und was es sonst so gibt, dazu führen dass das Verfahren ohne Strafe eingestellt wird? Und wie schwer wird die beleidigung "erbärmliche sexualstraftäter" gewertet? Ich bedanke mich im voraus. Vielen Dank




27.01.2021 | 16:48

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Fragen gerne wie folgt:

"Zählt diese Tat als einzelne oder muss ich am Ende damit rechnen dass der Tagessatz mit der Anzahl der Mitarbeiter multipliziert wird"

die Strafermittlung erfolgt nicht durch eine solche abstrakte Multiplikation, aber der Personenkreis an sich kann schon im Rahmen der Strafzumessung berücksichtigt werden.

"Mit was für einer Tagessatz Anzahl kann ich am Ende rechnen und von was für einem Einkommen im Monat wird in der Regel bei einem 24 jährigen eingeschätzt?"

Es kommt immer auf die Umstände des Einzelfalls an, wie viele Tagessätze das Gericht für angemessen hält. Bei einer solchen Tat ist nicht mit über 90 TS zu rechnen, ab welchen man vorbestraft wäre. Es gibt auch regionale Unterschiede. Ich halte zwischen 20-40 für realistisch. (falls es überhaupt so weit kommt, siehe unten).

Ihr Einkommen wird nicht geschätzt, sondern Sie müssen dazu Angaben machen.

"Ebenso möchte ich gerne wissen ob es noch sinnvoll ist einen Anwalt zu beauftragen wenn ich mich bereits schriftlich geäußert habe, wobei ich davon ausgehe dass diese niemanden überzeugen wird."

Es ist nicht zu empfehlen, ohne Anwalt vorzugehen. Dies ist aus mehreren Gründen der Fall: Man sollte alle seine Rechte nutzen und nicht als Laie allein dies angehen. Eine bereits abgegebene Stellungnahme kann bereits ungünstig sein. Ein Anwalt wird auch zunächst Akteneinsicht nehmen und sodann die Sache fundiert bewerten.

"Könnte man durch effektive Aktenprüfung und was es sonst so gibt, dazu führen dass das Verfahren ohne Strafe eingestellt wird?"

Das ist sehr gut denkbar, kann aber erst nach Akteneinsicht richtig beurteilt werden. Oftmals werden solche Delikte auch auf den Weg der Privatklage verwiesen und wegen geringer Schuld nicht als Strafsache weiter verfolgt.

"Und wie schwer wird die beleidigung "erbärmliche sexualstraftäter" gewertet?"

Das ist eine sog. Formalbeleidigung. Die Wertung wird immer anhand der Umstände des Einzelfalls getroffen, ist aber schon eher eine gewichtigere Beleidigung.


Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen. Nutzen Sie ggf. gerne die kostenlose Nachfragefunktion.

Draudt
Rechtsanwältin


Rückfrage vom Fragesteller 28.01.2021 | 14:15

Verstehe. Vielen Dank für die aufschlussreiche Antwort.

Bestände nach so einem Fall die Gefahr für eine zivilrechtliche klage auf Entschädigunge. Die beleidigungen wurden ja "nur" per Email getätigt und nicht in die öffentlichkeit getragen und niemand wurde namentlich genannt, ausserdem wäre ich quasi durch das Urteil ja schon gestraft, also wäre es denkbar dass so eine klage zurückgewiesen würde?

Gibt es für so eine zivilrechtliche klage eine frist bzw kann ich nach einer bestimmten Zeit aufatmen dass nichts mehr zu dem Fall auf mich zu kommen würde?

Und würde eine Rechtschutzversicherung bei so einem zivilrechtlichen Prozess die Kosten übernehmen?

Vielen Dank nochmal im Vorraus

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28.01.2021 | 14:21

Sehr geehrter Fragesteller,

die Wahrscheinlichkeit einer zivilrechtlichen Klage sind sehr gering. Bei einem Urteil könnte das mit abgegolten werden.
Verjährung tritt nach drei Jahren zivilrechtlich und auch strafrechtlich ein.

Mit freundlichen Grüßen
Draudt
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 31.01.2021 | 12:46

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