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Beleidigung gegenüber Dritten; Diskriminierung


27.07.2006 16:32 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Sehr geehrte Anwälte,
ich bin beruflich als Controler/Prüfer (verbeamtet) täglich in Firmen unterwegs. Ergebnis ist häufig eine finanzielle Belastung / Nachzahlung für die Firma welche naturgemäß bei selbigen nicht nur Freunde hervorruft. Übliche "Nörgeleien" sind meinerseits kein Problem. Nunmehr informierte mich ein Kollege, Zeuge eines Gespräches zwischen einem Firmeninhabers(FI) und der Sachbearbeitung (SB) in einem Steuerbüro geworden zu sein. Der FI beschwerte sich lauthals am Empfang (Kollege saß eine Etage höher bei geöffneter Tür)über die Nachforderung und beschimpfte mich in diesem Zusammenhang als "blöde Lesbe" und das ich wohl sexuell nicht ausgelastet sei(inhaltlich). Der Kollege forderte den FI daraufhin auf Zurückhaltung zu üben, da diese Beschimpfungen auch Konsequenzan haben könnten. Der FI wurde durch die SB darauf hingewiesen, dass es sich um einen Kollegen von mir handelt. Daraufhin versuchte er die Bemerkung ins Lächerliche zu ziehen. Die SB erklärte gegenüber dem Kollegen, dass es sich um einen schwierigen Charakter etc. handelt- hat dieses Gespräch also voll mitgehört (Zeuge).Mein Kollege würde als Zeuge aussagen.

Ich lebe seit Jahren in einer Homobeziehung. Der FI bekam dies durch ein kurzes (privates)Handytelefonat im Rahmen meiner Anwesenheit (liegt ca. 1 1/2 Monate zurück) in seiner Firma mit.
Die Erwähnung meiner Frau erfolgte dem Telefonpartner gegenüber und nicht dem FI.
Ich finde das geht zu weit und fühle mich beleidigt und in meiner Privatsphäre verletzt.

Kann ich ihn wegen Beleidigung anzeigen ?

Kann ich ihn wegen Diskriminierung anzeigen?

Kann ich Schadenersatz fordern ? Wonach bemißt sich in einem solche Fall die Höhe?

Wie groß sind die Erfolgschancen? Wie hoch etwa die Strafe? Wer übernimmt die Kosten ?

Ist es eventuell Beamtenbeleidigung (weil er sich ja im Zusammenhang mit meiner Arbeit echauviert hat) Muß mein Dienstherr informiert werden, wenn ich Strafanzeige stelle?

Ich danke schonmal vorab !

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Die Äußerung des FI erfüllt den Tatbestand der Beleidigung gem. § 185 StGB. Sie können insoweit Anzeige (bei dem örtlichen Polizeirevier möglich) unter Angabe des vollständigen Sachverhalts erstatten.

Schmerzensgeld ist über die § 823 Abs. 1, Art. 1 und 2 GG wegen Persönlichkeitsverletzung (hier wird es auch auf die Außenwirkung in Ihrem Arbeitsumfeld ankommen), § 823 Abs. 2 BGB i. V. mit Art. 3 GG (so genannter Gleichbehandlungsgrundsatz) sowie weiteren Sie vor Diskriminierung schützenden Gesetzen i. V. mit o. g. Norm zu erlangen. Um Ihre Ansprüche zu wahren, sollten Sie hierzu einen Anwalt Ihres Vertrauens hinzuziehen.

Die Höhe des Schmerzensgelds ist einzelfallabhängig zu bestimmen. Dabei sind der Rahmen der Äußerung, die Schwere der Verletzung, Auswirkung auf Sie, Außenwirkung und weitere Elemente in Einklang zu bringen. Hieraus lässt sich dann ein Betrag für weitere Verhandlungen bestimmen. Der Vertrag ist bei ganz grober Schätzung zwischen 500,00 und 2.000,00 EUR anzusetzen.

Ihren Dienstherrn können – müssen aber nicht – Sie informieren. Dazu wird er in die Lage versetzt, seine Schutzpflicht Ihnen gegenüber wahrzunehmen. Er muss Sie vor Anfeindungen und Diskriminierung Dritter schützen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion und auch zur weiteren Vertretung zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

M. Timm
-Rechtsanwalt-
www.peukerttimm.de
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