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Beleidigung durch Vorgesetzte


| 08.12.2006 15:51 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexandros Kakridas



Guten Tag,
heute hatte ich ein unerwartetes Streitgespräch mit meiner Vorgesetzten. Ich bin seit 3,5 Jahren als Gesamtpflegedienstleitung/stellv.Geschäftsführerin bei einem großen ambulanten Pflegedienst tätig. Es ergab sich, das ich meiner Vorgesetzten gesagt habe, das mir ihr Respekt und ihre Wertschätzung mir gegenüber fehlt (klopft nicht an die geschlossene Tür, unterbricht Gespräche + übernimmt die Wortführung, grüßt nicht,usw.)Das Gespräch endete mit ihren Worten:Wenn ich morgens schon Ihre Fresse sehe...". Ich habe ihr geantwortet: "Sehen Sie, das ist genau die Art und Weise, die ich meine. Ich habe es nicht nötig, mir so etwas von Ihnen sagen zu lassen." Ich habe den Raum dann verlassen. Etwas später hat sie sich kurz entschuldigt.
Was kann ich tun? Ich bin nicht bereit, mich weiterhin verletzen zu lassen.
Mit freundlichem Gruß

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:


Grundsätzlich müssen Sie sich keine ehrverachtenden und gar beleidigenden Verhaltensweisen eines Vorgesetzten gefallen lassen.

Um Ihre Vorgehensweise zu bestimmen, müssen Sie zunächst die Frage prüfen, ob Ihre Vorgesetzte ebenfalls Arbeitnehmerin ( bsw. als Angestellte ) ist.

Falls ja, so kann Ihre Vorgesetzte wegen Ihres Verhaltens genau wie jeder anderer Arbeitnehmer wegen einer Beleidigung des Arbeitgebers, eines Vorgesetzten oder eines Kollegen verhaltensbedingt oder gar außerordentlich fristlos gekündigt werden.

Der von Ihnen zitierte Satz Ihrer Vorgesetzten könnte bereits den Tatbestand der Beleidigung nach § 185 StGB erfüllen.

Dies und die an den Tag gezeigte Verhaltensweise Ihnen gegenüber könnte eine verhaltensbedingte Kündigung rechtfertigen, insbesondere aber eine Abmahnung.

Setzen Sie sich daher mit der vorgesetzten Stelle Ihrer Vorgesetzten oder, falls vorhanden, mit dem Betriebsrat in Verbindung und schildern Sie in ruhiger und sachlicher Form die Vorwürfe.
Meist kann dann bereits eine Klärung der Situation und eine Änderung der Verhaltensweise erreicht werden.

Falls Ihre Vorgesetzte aber Arbeitgeberin sein sollte, so steht Ihnen bei grober Beleidigungen das Recht zur fristlosen Kündigung zu, wobei die gleichen Grundsätze gelten, wie bei der Kündigung durch den Arbeitgeber. Insbesondere sind die betriebs- und branchenüblichen Umgangsformen zu berücksichtigen.

Interessant für Sie, könnte auch ein Urteil des Hessischen Landesarbeitsgericht vom 7.11.2005 – (
Az.:7 Sa 520/05)sein.
Hiernach stand einem betroffene Arbeitnehmer, welcher aufgrund von massiven Beleidigungen eines Vorgesetzten das Arbeitverhältnis fristlos gekündigt hatte, ein Auflösungsschaden nach § 628 Abs. 2 BGB in Form eine angemessene Abfindung und Verdienstausfall für die Zeit nach Ablauf der Kündigungsfrist als Schaden zu. Das beleidigende rechtswidrige Verhalten eines Vorgesetzten wurde dem Arbeitgeber gemäß § 278 BGB zugerechnet.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen weiterhin einen guten Ausgang der Angelegenheit.

Falls Sie eine weitere Beratung wünschen, können Sie sich gerne mit meiner Kanzlei in Verbindung setzen.


Mit freundlichen Grüßen

Alexandros Kakridas
- Rechtsanwalt –

Westerbachstraße 23 F
61476 Kronberg

Fon : 06173 – 70 29 06
Fax : 06173 – 70 28 94

www.recht-und-recht.de
kakridas@recht-und-recht.de
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