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Beleidigung durch Stalkerin meines Mannes

18.02.2007 10:58 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,
um meine Frage zu erläutern muß ich erst etwas ausholen. Bei meinem Mann (53) in der Firma arbeitet eine junge Frau, die sich zum Ziel gesetzt hat, meinen Mann zu ihrem Ehemann zu machen. Seit nunmehr über einem Jahr verfolgt sie ihn mit Liebesschwüren etc. Im Lauf des letzten Jahres hatte mein Mann einen Arbeitsunfall, und durch altersbedingte Beschwerden, hat er sich auf das Spiel eingelassen, und. um seine Ruhe zu haben, spielchen mit ihr gespielt. Beim Versuch das ganze endgültig zu beenden, mit ihr abschließend zu reden, hat sie ihn verführt, sodaß es zu einem Beischlaf gekommen ist. In seiner Verwirrung hat er ihr am Tag darauf einen Brief geschrieben in dem er endgültig Schluß machen wollte, dies aber leider in einen Liebesbrief ausgeartet ist, mit Formulierungen.... "es ist zwar Schluß aber ich werde Dich immer lieben...., meine Frau wird nie aufhören versuchen uns auseinanderzubringen....", er weiß bis jetzt nicht was ihn da geritten hat. Nun bekommt er seit 2 wochen täglich einen Brief der Dame (er ist zur Zeit wegen nervlicher Überlastung krank geschrieben), in dem ich auf übelste Art und Weise beleidigt werde. Das geht vom egoistischen, widerlichen Weib, ich würde ihn terrorisieren, krankhaft perverses Psychoweib, Geisteskranke, schizophrenes, hirnoperiertes, klapsreifes Weib, abartige Psychokuh. Die Krönung kam dann gestern, krepiere an Deiner eigenen Abartigkeit. Es reicht nun endgültig. Sicher hat mein Mann Fehler gemacht, er hat ihr aber immer wieder gesagt, daß er mich liebe und mit mir zusammenbleiben wolle. Wie kann ich gegen diese Frau vorgehen, es geht mir langsam an die Psyche, ständig diese Beleigungen ertragen zu müssen. Außerdem möchte mein Mann gerne wissen, ob er eine Chance hätte, trotz der Vorgeschehnisse, gegen sie wegen Stalking vorgehen zu können, wir kommen sonst nie zur Ruhe. Wie gesagt habe ich alles schriftlich von ihr, kann also alles beweisen. Ich bedanke mich vielmals im voraus.

18.02.2007 | 12:20

Antwort

von


(160)
Kreuzschnabelweg 18
86156 Augsburg
Tel: 0821 - 4530333
Web: http://www.ra-boukai.de
E-Mail:

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Diese Äußerungen sind grundsätzlich für ein Beleidigungsdelikt geeignet.
Auch unterfallen Sie sicherlich nicht dem sog. „beleidigungsfreien Raum“. Die Strafbarkeit dürfte hier unproblematisch gegeben sein.

Stalkern an sich ist es leider schwer beizukommen.
Sie könnten zwar Strafantrag stellen, müssten u.U. jedoch mit weiteren Belästigungen rechnen. Manche Stalker entwickeln leider eine unglaubliche Kreativität, mit der sie die Opfer systematisch und kaum nachweisbar psychisch extrem belasten.

Ihr Ehemann müsste unbedingt den ersten Schritt wagen. Will er sich wirklich von der besagten Person fern halten, so muss er ihr gegenüber treten und unmissverständlich (!) zum Ausdruck bringen, dass er keine Beziehung oder Freundschaft in irgendeiner Weise möchte. Diese Einstellung muss er auch unbedingt konsequent beibehalten. Stalker sind in der Regel geistig wenig reif. Da wird schnell aus harmlosen Liebesbriefen u.U. mit Beleidigungen ein regelrechter Psychoterror.
Sie sollten zudem fachkundigen Rat für den Umgang mit derart gestörten Personen einholen.
Eine erste Anlaufstelle könnten
http://www.stalkingforum.de/
http://www.no-stalking.de/
http://www.psychotipps.com/Stalking.html
sein.

Rechtlich gesehen verbleibt wie bereits erwähnt zunächst die Strafanzeige wegen Beleidigung.
Da Stalking selbst noch keinen Straftatbestand darstellt, müssten Sie im Weiteren den Umweg über eine einstweilige Verfügung (Unterlassen der Belästigungen, etc. unter Androhung einer Strafe) beim zuständigen Amtsgericht gehen.
Ist die Stalkerin „unerfahren“, so wird sie sich hiervon u.U. beeindrucken lassen.
Ansonsten wird sie natürlich gegen Ihren Antrag bei Gericht vorgehen.
Tut sie dies nicht und verstößt gegen die Verfügung, so findet das Gewaltschutzgesetz Anwendung. Damit wäre der Weg zur Strafgerichtsbarkeit wegen der Nachstellungen eröffnet.

Sie und Ihr Mann müssen sich als Opfer darüber im Klaren sein, dass Sie möglicherweise einen sehr schweren Weg vor sich haben. Die Nachstellungen könnten noch viel intensiver werden. Hier hilft es nur zusammenzuhalten und konsequent alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen.

Auf jeden Fall sollten Sie von nun an beginnen alle Belästigungen vernünftig zu dokumentieren. Im Zweifel wenden Sie sich unbedingt an einen strafrechtlich erfahrenen Kollegen vor Ort. Dieser wird Ihnen mit seiner Erfahrung zur Seite stehen.

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -


ANTWORT VON

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