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Beleidigung durch Nachbarn und drohende Kündigung

03.07.2017 01:12 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Eigentlich geht es hier um 2 Vorgänge, die allerdings direkt miteinander zusammenhängen.

Ich wohne auf einem Freizeit- und Erholungsplatz, bin Harz IV-Empfängerin.

Seit ich hier lebe, mobben mich meine direkten Nachbarn, der Verpächter stellt sich trotz all meiner Bemühungen um ein friedliches Miteinander immer auf deren Seite.

Hauptbeschwerdeanlass sind meine 3 Chihuahuas, die der Nachbarin von Anfang an ein Dorn im Auge waren.

Sie beschweren sich ständig über das Gebell, obwohl ich das anfänglich durchaus nervige Problem durch erzieherische Maßnahmen längst im Griff habe, außer gelegentlichem Anschlagen, wenn Fremde an meiner Parzelle vorbeigehen, sind die 3 fast unheimlich ruhig.
Die Nachbarin lügt jedoch, und ihr wird vom Verpächter Glauben geschenkt.

Ein richtiges Problem ist allerdings der Freiheitsdrang meines (kastrierten) Rüdens, obwohl ich meine Parzelle doppelt und dreifach abgesichert habe durch Drahtzäune, Sichtschutzmatten und diverse andere Maßnahmen, findet er immer wieder Möglichkeiten, zu entweichen.

Beispiele: er hat gelernt (wahrscheinlich durch die Katze), auf den Ästen der das Grundstück umgebenden Koniferen hochzuklettern und dann über den Zaun zu springen; er hat sich unter der Außenwand des umbauten Wohnwagens durchgegraben bis zum Eingang, er ist durch den an den Wohnwagen grenzenden Schuppen entlang der Räder nach draußen gekrochen...

Das alles sind Vorgänge, die für mich nicht vorhersehbar waren und mit denen ich trotz aller eingeleiteten Maßnahmen überfordert war, sobald ich jedoch ein neues Loch entdecke, reagiere ich sofort mit Gegenmaßnahmen.

Trotzdem droht mein Verpächter jetzt mit Kündigung, wenn noch einmal etwas passiert, sei es Lärmbelästigung oder ein erneuter Ausbruch meines Rüdens.

Meine Nachbarin hat jetzt aktuell mehrere Beleidigungen gegen mich und zT andere Nachbarn geäußert, Zitat: sie sei von Asozialen umgeben (Zeugen vorhanden), die Dauerbewohner seien alles Arschlöcher (zu Besuchern, die ich aber nicht benennen kann), und nach dem letzten Vorfall, als einer meiner Hunde nachts um 4:00h gebellt hat, hat sie mich am Morgen darauf gegenüber ihrem Mann als "die blöde Sau nebenan" bezeichnet, und zwar 2x (dafür habe ich leider keine Zeugen).

Sie greifen in meine Privatsphäre ein, indem sie sich auf ihre Gartenbank stellen und mich beobachten, auch andere Bewohner dazu auffordern, dem nachzukommen (Zeuge vorhanden), bespitzeln mich und wissen genau, was bei mir vorgeht, wann ich zB aufstehe, wie es auf meiner Parzelle aussieht.

Ich bin psychisch krank, leide unter Burnout und Depressionen, was sowohl meinen Verpächtern als auch den Nachbarn bekannt ist, und meine Erkrankung verschlechtert sich durch den Druck rapide.

Ich bin total am Ende, sitze mit den Hunden seit dem letzten Vorfall fast nur noch drinnen und wage es kaum noch, mich um meine Bepflanzung zu kümmern, nur um weiteren Ärger zu vermeiden.

Dazu muss ich noch sagen, dass dieses benachbarte Ehepaar die einzigen auf dem Freizeitplatz sind, die sich gestört fühlen.
Sie haben mit fast jedem anderen Pächter bereits Ärger gehabt, sind bei den meisten unbeliebt.

Alle anderen Pächter haben auf meine ausdrückliche Nachfrage geäußert, sich weder belästigt zu fühlen, noch extreme Lärmbelästigung zu empfinden, im Gegenteil: sie waren unisono der Meinung, dass es normal ist, wenn ein Hund bellt.
Sie sind auch bereit, das zu unterschreiben, das interessiert jedoch den Verpächter nicht, er bezeichnet das als "Kindergarten".

Es leben viele weitere Hunde auf diesem Freizeitplatz, von denen auch einige entweichen, allerdings ohne das lautstark durch Bellen kundzutun, wie mein Rüde.

BITTE HELFEN SIE MIR:

Wie kann ich das Mobbing durch meine Nachbarn unterbinden, und was kann ich gegen die drohende Kündigung durch meinen Verpächter unternehmen?

Wie gesagt: ich lebe von Harz IV, bekomme 409,-€ im Monat und kann mir keinen Anwalt leisten.

Aber wenn ich hier rausgeschmissen werde und meine Hunde (meine Familie) abgeben muss, sehe ich keinen Sinn mehr in meinem Leben...


Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie können gegen Ihren Nachbarn eine Strafanzeige stellen und wegen des Rüdens auf Unterlassung klagen. Dafür sollten Sie einen Rechtsanwalt beauftragen. Da sie unter das Armenrecht fallen, übernimmt der Staat Ihre Kosten für den Rechtsanwalt.

Gegen eine ordentliche Kündigung, also mit der vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist können Sie nichts unternehmen, es sei denn bei der gepachteten Parzelle handelt es sich um Ihre Wohnung, dann benötigt der Verpächter einen wichtigen Grund für die Kündigung, den ich nach Ihrer Schilderung jedoch nicht sehe. Sollte der Pachtvertrag jedoch außerordentlich gekündigt werden, sollten sie ebenfalls gerichtlich dagegen vorgehen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, einen ersten rechtlichen Überblick verschafft zu haben.

Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

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