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Beleidigung auf sexueller Grundlage - Sollte ich einen Rechtsanwalt hinzuziehen?

20.08.2009 20:03 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Ich wurde von der Polizei dabei erwischt als ich mit einer versteckten Videokamera in einer Einkaufstüte Frauen unter den Rock gefilmt habe (in Geschäften und auf der Straße). Das Objektiv und 9 Videobänder wurden beschlagnahmt (das Videoband von jenem Tag und 8 weitere, die ich freiwillig herausgegeben habe). Ich bin mitte 20 und noch nie vorher strafrechtlich aufgefallen. Keine der Frauen hat mich bemerkt, somit gibt es keine Anzeige einer Geschädigten. Ich habe nun eine Vorladung der Polizei erhalten. Meine Fragen:

- Ich möchte von meinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen, da ich meiner Meinung nach nichts positives zu meiner Verteidigung vorzubringen habe. Ich wurde ja immerhin auf frischer Tat ertappt und der Polizei liegt genügend Beweismaterial vor. Ist dies die richtige Strategie und spielt es eine Rolle, ob ich dies telefonisch der Polizei mitteile oder in Person? Könnte ich in irgendeinerweise bei der Vorladung meine Situation verbessern?

- Besteht die Chance, dass es zur Einstellung des Verfahrens kommt? Falls ja, wie hoch ist diese?

- Sollte ich einen Rechtsanwalt hinzuziehen? Würde dies meine Chancen auf eine geringe Stafe oder sogar eventueller Einstellung des Verfahrens erhöhen?

- Ist es wahrscheinlich, dass es zu einem Gerichtsprozess kommt bei dem ich vorgeladen werde? Oder ist ein Strafbefehl eher zu erwarten?

- Mit welcher Strafe muss ich rechnen?

- Gibt es generelle Dinge, die ich beachten muss? Was kann ich tun, um die Sache möglichst schnell und diskret über die Bühne zu bringen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

ohne anwaltliche Unterstützung werden Sie wohl weniger mit einer Verfahrenseinstellung rechnen können.

Vielmehr ist mit einer Hauptverhandlung und Verurteilung zu rechnen, die in einer Größenordnung von drei bis sechs Monatseinkünften liegen dürfte.

Dieses alles ist aber nur sehr grob geschätzt. Denn es wird unverzichtbar sein, einen Anwalt zu beauftragen, damit dieser zunächst erst einmal Akteneinsicht beantragen kann. Erst danach lässt sich das Strafmaß auch nur annährend einschätzen.

Daher sollten Sie gegenüber der Polizei keine Angaben machen; Sie brauchen auch nicht dort erscheinen und Angaben machen.

Sicherlich können Sie die Aussage verweigern. Aber ob dieses angesichts der eingeräumten Taten und der Beweismittel wirklich die richtige Strategie ist, wage ich zu bezweifeln. Denn Sie müssen Bedenken, dass ein umfassendes Geständnis strafmildernd wirken kann. Dieses alles aber abschließend beurteilen zu können, ist erst nach Akteneinsicht möglich.

Hier wird also eine Beauftragung eines Anwaltes sinnvoll sein. Denn danach kann die weitergehende Strategie - sei es ein Geständnis, sei es Schweigen - abgesprochen werden, wobei dann auch bei der richtigen Strategie es nicht unmöglich ist, dass dann im Strafbefehlsverfahren entschieden wird.



Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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