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Beleidigung auf sexueller Basis - von Polizei verhört worden

| 23.09.2008 16:32 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Johannes B. Kagerer


Ich bin heute als Beschuldigter wegen Beleidigung auf sexueller Basis von der Polizei verhört worden. Die Frau, die mich beschuldigt ist eine Studentin, die ich aufgrund einer Wohnungsannonce angerufen hatte. Da bei dem Gespräch ein Flirt entstand habe ich sie dannach noch 2 mal angerufen.Dabei habe ich annoniert. ALs Sie es nicht wollte legte ich aber auch sofort auf und rief Sie nie wieder an; daher betrachtete ich die Sache als erledigt und war mir keiner Schuld bewusst. Die Polizei wirft mir eben diese 3 Anrufe vor. Es kam zu keinen weiteren Anrufen mehr. Meine Frage ist nun, ob solche Sachen in der Regel eingestellt werden, oder ob ich etwa sogar vor Gericht erscheinen muss. Zudem bin ich Jurastudent und habe Angst mir durch diesen Quatsch für später etwas verbaut zu haben. Vielen Dank für die Antwort

Sehr geehrter Fragesteller,

vorweg möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass diese Plattform keine ausführliche und persönliche Rechtsberatung ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung des Rechtsproblems auf der Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten. Durch Hinzufügen oder Weglassen weiterer Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beratung anders ausfallen.

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Sie sind von der Polizei als Beschuldigter vernommen worden. Es besteht ein Anfangsverdacht wegen sexualbezogener Beleidigung in 3 Fällen. Sollten Sie sich zu dem Vorfall eingelassen haben, so wäre dies, wenn darin ein Geständnis gesehen wird, strafmildernd zu werten.

Sexuelle oder sexualbezogene Handlungen fallen nur dann unter § 185 StGB, wenn besondere Umstände einen selbständigen Charakter erkennen lassen. Entscheidend dürfte sein, ob besondere Umstände eine über eine bloße Schamverletzung hinausgehende Ehrverletzung begründen, die sowohl in verbalen Äußerungen als auch in einem sexuellen Verhalten liegen können. Taktlosigkeiten oder bloße Belästigungen dürften den objektiven Tatbestand nicht erfüllen.

Möglicherweise kann hier eine Einstellung des Verfahrens jedenfalls wegen Geringfügigkeit in Betracht kommen. § 185 StGB ist ein Vergehen i. S. d. § 12 Abs. 2 StGB. Das Maß der Schuld müsste als gering anzusehen sein. D. h. es wird nach den Motiven und der Gesinnung des Beschuldigten u. a. gefragt. Weiterhin muss das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung fehlen. Dabei ist es wichtig, ob Vorahndungen gegeben sind, ob Wiederholungsgefahr besteht, ob die Öffentlichkeit ein besonderes Interesse an der Tat hat oder ob es sich z. B. um ein häufig vorkommendes Delikt handelt. Die Einstellung bedarf der Zustimmung des Gerichts.

Möglicherweise könnte auch eine Einstellung des Verfahrens nach Erfüllung von Auflagen und Weisungen eingreifen.

Ich rate Ihnen einen Strafverteidiger einzuschalten, der noch im Ermittlungsverfahren die notwendigen Verteidigungsmaßnahmen ergreift.
Jedenfalls ist eine Akteneinsicht unverzichtbar.

Für eine weitere Vertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


J. Kagerer
(Rechtsanwalt)


Kanzlei Kagerer (bundesweite Strafverteidigung)
Königsallee 14
40212 Düsseldorf
Tel: 0211- 13866470
Fax: 0211- 1386677 (z. Hd. Herrn RA Kagerer)

Nachfrage vom Fragesteller 24.09.2008 | 17:07

Herzlichen Dank für die Antwort.
Ich würde gerne noch Wissen, ob es notwendig ist sofort einen Anwalt einzuschalten, oder ob ich nicht darauf warten kann bis ich Post von der Staatsanwaltschaft bekomme? Möglicherweise stellt sie ja sowieso das Verfahren ein. Jedenfalls lies der Polizeibeamte sowas in der Art durchblicken. Dann würde ich einen großen Aufwand verhindern.Ist es sinnvoll mich von ihnen vertreten zu lassen, da sie ja weit weg von Leipzig sind? Was ist denn ihrer Erfahrung nach das "Schlimmste" was passieren kann, bzw. könnte ich dadurch in meiner späteren Berufsausübung als Jurist (ich bin Jurastudent)in irgendeiner Form beeinträchtigt sein. Ich bin niemals zuvor polizeilich auffällig gewesen. Vielen Dank für ihre Mühe!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.09.2008 | 19:26

Sehr geehrter Fragesteller,

schon im Hinblick auf die Möglichkeit einer Akteneinsicht, die für eine effektive Verteidigung erforderlich ist, halte ich die Einschaltung eines Strafverteidigers für zweckmäßig.

Ein großer Aufwand und hohe Kosten sind damit nicht verbunden. Die Verteidigung könnte zunächst auf das Ermittlungsverfahren beschränkt werden. Die Kontaktaufnahme kann hier via Email, Telefon, Fax und schriftlich erfolgen.

Sie können mir das Schreiben der Polizei gerne zufaxen.

Wegen der weiteren Einzelheiten (z. B. Auftragsumfang, Vollmachten und Gebühren)können Sie mich gerne am Donnerstag oder Freitag (Vormittag) in der Kanzlei anrufen. Ich verteidige bundesweit und vertrete Deutsche Staatsangehörige zudem in Spanien.

Was die spätere Berufsausübung oder das Jurastudium angeht, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen.

Es wäre schön, wenn sie noch eine Bewertung abgeben würden (innerhalb der entsprechenden Funktion); dies ist für die Transparenz dieses online- Dienstes förderlich.

Ich danke Ihnen noch einmal für Ihre Anfrage und verbleibe


mit freundlichen Grüßen



J. Kagerer
(Rechtsanwalt)


Kanzlei Kagerer
Königsallee 14
40212 Düsseldorf
Tel: 0211 13866470
Fax: 0211 1386677
Email: kanzlei@rechtsanwalt-kagerer.de



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