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Beleidigung am Arbeitsplatz durch Vorgestzten


12.02.2006 17:36 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sachverhalt

Angaben zu meiner Person:
Ich bin Spätausiedler und arbeite seit 17 Jahren als Elektro-Ing. bei einem großen Elektrokonzern.
Ich habe eine Berufserfahrung von 30 Jahren als E-Ing. und habe einen Uni-Abschluß mit 2,00.
In den jährlichen Mitarbeitergesprächen habe ich immer eine sehr gute Beurteilung von meiner direkten Führungskraft für die erbrachten Leistungen erhalten.

Am 10.02.2006 hat mein Gruppenleiter eine Besprechung mit unserem kaufmännischen Abteilungsleiter um 9 Uhr angesetzt.
Ein Jungingenieur wurde auch eingeladen, um die Bearbeitung eines Projektes zu verfolgen.

Ziel des Gespräches: Informationen für den Kaufmann zu einem Projekt das ich seit 3 Jahren bei einem unserer Kunden angefangen habe.

Das Projekt läuft sehr gut, dazu hatte ich mit dem Gruppenleiter am 02.02.2006 beim Kunden einen Termin bei dem ich nach Absprache mit dem Gruppenleiter und seiner Zustimmung die Kundenpräsentation (und weitere Vorgehensweise) vorbereitet habe.

Für das interne Gespräch am 10.02. habe ich mich mit dem Gruppenleiter am 09.02.2006 abgestimmt. ( der Junging war auch anwesend)

Kurz nach dem Beginn am 10.02.2006 hat mich der Kaufmann ohne Grund beleidigt und gedemütigt, indem er in der Runde zu mir sagte ´Sie haben keine Ahnung´ und unterstreichte dieses mit einer abwertenden Handgeste. Ich zog mich ohne jeglichen Kommentar für eine kurze Zeit aus dem zurück.

Am Ende erteilte mir der Kaufmann die Anweisung ich solle ihm alle Unterlagen zum Projekt zustellen.
Die gewünschten Unterlagen habe ich am 10.02.2006 bis 16 Uhr abgegeben.

Ergänzend füge ich hinzu, dass ich in der Vergangenheit schon von dieser Person beleidigt wurde. Auf Rat meines damaligen Abteilungleiters habe ich den direkten Kontakt zu der Person vermieden.

Frage
Was kann ich tun, wie soll ich weiter vorgehen?
Geht es in dem Fall nicht um eine Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit.....
Wie ist die Rechtslage in einem europäischen Land bzw. Deutschland?


MfG



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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf den von Ihnen mitgeteilten Informationen gerne beantworte.

Zuerst zu Ihrer zweiten Frage:

Verbale Aggressionen am Arbeitsplatz kommen in allen Branchen, in kleinen wie großen Betrieben vor
Aus dem von Ihnen dargestellten Gesprächsverlauf ist m.E. allerdings kein Anhaltspunkt für eine fremdenfeindliche Äußerung ersichtlich. Wenn man Ihnen unterstellt, Sie hätten keine Ahnung, so ist das eine Äußerung, die jeden Arbeitnehmer, egal welcher Herkunft, Religion etc., treffen kann. Auch aus der von Ihnen dargestellten abwertenden Handbewegung lässt sich nur eine Bewertung Ihres Arbeitsbeitrages ablesen, keine Wertung Ihrer speziellen Person. Er hat Sie dabei ja nicht speziell als Spätaussiedler abgewertet.
Insoweit dürfte hier keine Fremdenfeindlichkeit oder Diskriminierung vorliegen.

Nun zu Ihren weiteren Fragen:

Ein Antidiskriminierungsgesetz befindet sich in Deutschland im Gesetzgebungsverfahren. Es stellt die deutsche Umsetzung der Richtlinien 2000/43/EG, 2000/78/EG, 2002/73/EG und 2004/113/EG dar. Es ist allerdings noch nicht in Kraft.
Aus dem Arbeitsvertrag ergibt sich aber eine Nebenpflicht des Arbeitgebers, die Person und das Persönlichkeitsrecht des Arbeitgebers zu schützen. Dies gilt auch bei beleidigenden Äußerungen eines Vorgesetzten.
Der Arbeitgeber hat demnach daraufhin zu wirken, dass ein solches Verhalten nicht weiter vorkommt, beziehungsweise geschehenes arbeitsrechtlich zu sanktionieren.
Ich rate Ihnen daher das Verhalten des kaufmännischen Abteilungsleiters Ihrem Gruppenleiter vorzutragen. Dann sollten Sie ein Gespräch mit dem kaufmännischen Abteilungsleiter suchen, um etwaige Hintergründe des Verhaltens zu erfahren.
Sollte das Verhalten andauern, sollten Sie Ihrem Arbeitgeber offiziell Mitteilung machen und um Abhilfe bitten.
Auch stehen Ihnen gegebenenfalls Schadensersatzansprüche beziehungsweise Unterlassungsansprüche gegen den Beleidiger direkt zu.
Sie sollten allerdings bezüglich Ihres weiteren Vorgehens stets dessen Auswirkungen auf das Betriebsklima im Auge behalten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Weingart
Rechtsanwalt

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