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Beleidigung - Wird die gegenseitige Beleidigung bestraft oder jediglich nur der Erstbeleidigende?

| 13.06.2012 10:28 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Eine Person hat mich vor Zeugen als Gauner, Dreckhund und nichtsnutziger Versager beleidigt, der allein durch seine Anwesenheit das Haus beschmutzen würde. Daraufhin habe ich ihm geantwortet, "Das ist eine Unverschämtheit, du Arschloch".

Meine generelle Frage: Wenn jemand eine Beleidigung erwidert, liegen dann gegenseitig strafbare Beleidigungen vor oder nur beim Erstbeleidigenden? Wer sich beispielsweise gegen einen tätlichen Angriff angemessen tätlich verteidigt, begeht ja wohl keine Körperverletzung. Gilt das auch bei Beleidigungen, dass man angemessen antworten darf und den Gegenüber trotzdem wegen Beleidigung anzeigen kann? Oder kann dieser nun auch einen selbst wegen Beleidigung anzeigen? Ich nehme mal an, das hängt davon ab, was man erwidert hat, oder?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ihre Fragen beantworte ich hinsichtlich Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes folgendermaßen:

Für die Straffreiheit wechselseitiger Beleidigungen nach § 199 StGB ist entscheidend, dass es sich um wechselseitige, d.h. unmittelbar aufeinanderfolgende, in einem spezifischen Zusammenhang stehende Beleidigungen handelt.

Dem entsprechend kann auch derjenige, auf dessen Beleidigung der Beleidigte mit einer eben solchen reagiert hat, nach § 199 StGB für straffrei erklärt werden.

Das Gericht hat daher von Amts wegen in einer Gesamtbewertung aller die Tat und den Täter betreffenden Umstände nach pflichtgemäßem Ermessen zu prüfen, ob der Täter durch die korrespondierende Tat des anderen bereits eine Art "Strafe" erhalten hat und es deshalb einer weiteren Bestrafung von Seiten des Gerichts nicht mehr bedarf (vgl. KG, Beschluss vom 23. Januar 2009 (3) 1 Ss 545/08 – 2/09 -).

Zu beachten ist aber, dass es für das Gericht keineswegs zwingend ist, von Strafe abzusehen. Das Recht, eine Beleidigung zur Anzeige zu bringen besteht grundsätzlich für beide Beteiligten, die Beleidigungen ausgesprochen haben.
Ob es dann zu einer Verurteilung nur einer der beiden Personen, beider Personen oder keiner kommt, hängt - wie oben dargestellt - von der gerichtlichen Würdigung des Einzelfalls ab und davon, wie Sie ganz richtig schreiben, von dem was eigentlich gesagt und erwidert wurde.

Ich darf Sie abschließend darauf hinweisen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Es wird ausschließlich das Ziel verfolgt, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres geschilderten Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und meine Ausführungen helfen Ihnen weiter. Sie können sich gern im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal mit mir in Verbindung setzen.

Über eine positive Bewertung freue ich mich.

Bewertung des Fragestellers 13.06.2012 | 11:07

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